Bioanalytik
In Oberflächengewässern wirken Chemikalien nicht als Einzelstoff auf aquatische Organismen, sondern als komplexe Mischung von natürlichen und anthropogenen Stoffen, oder in Kombination mit anderen Umweltstressoren. Diese Kombination unterschiedlicher Stressoren und Chemikalien potenziert die Komplexität von Toxizitätstests und einer Umweltrisikoabschätzung. Deswegen benutzen wir akkurate und informative chemische und bioanalytische Methoden (transcriptomics, proteomics) um das komplexe Wechselspiel zwischen Chemikalien und biologischen Systemen unter variablen Umweltbedingungen zu untersuchen. Das Ziel ist dabei ein verbessertes Verständnis der zellulären Stressantwort, im Hinblick auf eine optimierte Modelvorhersagen für Verhalten und Effekt von Chemikalien und eine verbesserte Risikoabschätzung.
Grünalge
Wir benützen den photosynthetischen Modellorganismus
Chlamydomonas reinhardtii um die Effekte von Umweltchemikalien, Nanopartikeln, UV und Fressfeinden alleine und in
Kombination zu untersuchen. Dazu verwenden
wir Verbindungen die zu zellulärem oxidativem Stress führen indem sie die
Photosynthese stören (z.B. Herbizide), selber photochemische Reaktionen oder
Redoxreaktionen auslösen (z.B. die Metalle Ag, Pb und Cd). Als Fressfeind setzen wir Rotiferen ein.
Fische
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt befasst sich mit Effekten von Umwelthormonen und hormonaktivem Plakton auf die Fertilität von Fischen in Schweizer Seen. Im Labor ist der Zebrafisch Danio rerio unser Modellorganismus um die Sexdifferenzierung und Effekte von glukokortikoid-artigen Verbindungen zu studieren. Unsere Zebrafisch Forschung führte zur Entwicklung eines subakuten Toxizitätstest basierend auf befruchteten Eiern (MolDarT).
Aktuelle Projekte
- Photo-oxidativer Stress [...]
- Effekte multipler Stressoren [...]
- Metabolomische Analyse der oxidativen Stressantwort in C reinhardtii [...]
- Die Suche nach der Ursache der Östrogenität von Plankton im Thunersee [...]
- Glukokortikoidartige Verbindungen im gereinigtem Abwasser [...]
- MolDarT [...]
- Sexdifferenzierung in Zebrafisch [...]

