Glukokortikoid-artige Effekte im Abwasser
Glukokortikoide sind Hormone die wichtige physiologische Prozesse wie die Immunantwort, den Energiemetabolismus, die Stressantwort und viele mehr kontrollieren. Eine gestörte Glukokortikoid-Achse wird mit schwerwiegenden negativen Effekten und Krankheiten wie Teratogenität, Adipositas, Diabetes Typ 2 oder Entzündungs- und Autoimmunkrankeiten in Verbindung gebracht. Eine Störung der Glukokortikoid-Signalisation durch chemische Verbindungen kann direkt über eine Wechselwirkung mit dem Glukokortikoid-Rezeptor geschehen, oder indirekt durch Interaktion mit anderen funktionellen Molekülen oder Enzymen.
Mit diesem Projekt möchten wir
- Umweltproben (häusliche Abwässer und Abwässer von Spitälern) auf ihre Bindung an den Glukokortikoidrezeptor hin testen,
- die Verbindungen identifizieren, welche für Glukokortikoid-artige und antagonistisch Effekte in getesteten Abwässern verantwortlich sind
- die indirekte Wirkung von reinen glukokortikoid-artigen Chemikalien und aktiven Umweltproben testen.
Dazu setzen wir die folgenden Methoden ein
- in vitro Reportergen-Assays für die Identifikation von direkter Aktivierung oder Unterdrückung des Glukokortikoidrezeptors
- Wirkungsorientierte Analyse von glukokortikoid-artigen Proben mittels LC-MS/MS
- MolDarT Assay (inklusive real-time PCR Analyse der Genexpression) für die Untersuchung von indirekten Effekten auf die Glukokortikoidsignalisation.
Finanzierung
SCIEX-NMSch

