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Internationaler Preis für Eawag und Wasserversorgung Zürich

Internationaler Preis für Eawag und Wasserversorgung Zürich

26. August 2010

Ein interdisziplinäres Team des Schweizer Wasserforschungsinstituts Eawag und der Wasserversorgung Zürich hat den Muelheim Water Award gewonnen. Die international besetzte Jury hat unter 23 Bewerbungen das Projekt aus der Schweiz ausgewählt, weil mit ihm eine neue praxistaugliche Methode zur Bewertung von Trinkwasser erarbeitet wurde.

Der Mikrobiologe Prof. Thomas Egli von der Eawag erhält die Auszeichnung im Namen seiner Kollegen Dr. Fredrik Hammes, Eawag, sowie Dr. Oliver Köster und Dr. Hans-Peter Kaiser von der Wasserversorgung Zürich. Das Team hat eine Methode für die mikrobiologische Analyse von Trinkwasser entwickelt, die auf der Durchflusszytometrie basiert. Die Idee, die bisher vor allem im Medizinalsektor zum Zählen von Blutzellen eingesetzte Technik für das Zählen von Keimen im Trinkwasser einzusetzen, sowie ihre Umsetzung in die Praxis haben die Jury überzeugt. Mit dem Verfahren kann man im Unterschied zu klassischen mikrobiologischen Methoden die Keimzahl im Trinkwasser direkt, umfassender und deutlich schneller erfassen. Sie wird von der Wasserversorgung Zürich WVZ bereits routinemässig eingesetzt und trägt dazu bei, die hohe Qualität des Zürcher Trinkwassers zu sichern.

Der Muelheim Water Award zeichnet herausragende Projekte praxisorientierter Forschung und Implementierung innovativer Konzepte aus, die zu Verbesserungen in der Wasserwirtschaft beitragen. Er wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und ist mit
20 000 Euro dotiert. Die offizielle Verleihung im deutschen Mülheim an der Ruhr findet am 12. Oktober statt. Es ist bereits das zweite Mal, das ein Eawag-Team die Auszeichnung erhält.

Weitere Auskünfte

Prof. Thomas Egli: +41 44 823 5158; thomas.egli@eawag.ch

Fotos
classcyto  
flowcyto
Üblicherweise werden Bakterien auf Nährstoffplatten kultiviert und die gebildeten Kolonien dann ausgezählt. Das dauert 3-10 Tage und effektiv erfasst werden weniger als 1% des Totals.

(© Eawag)
  In der Durchflusszytometrie werden die Zellen durch die Ablenkung eines Laserstrahls gezählt. Das dauert 10 Minuten und erfasst 100% der in der Probe enthaltenen Keime.
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