Neue Leiterin am Oekotoxzentrum
1. September 2010
Am 1. September hat Frau Dr. Inge Werner ihre Stelle als Leiterin des Oekotoxzentrums Eawag-EPFL angetreten. Inge Werner kommt von der University of California in Davis, USA, wo sie in den letzten 5 Jahren das Aquatic Toxicology Laboratory (ATL) leitete und sich als Adjunct Professor in der Lehre engagierte. Das ATL ist ein staatlich zertifiziertes Labor, das die Gewässerqualität und die Gesundheit der aquatischen Ökosysteme in ganz Kalifornien untersucht. Dort hat die Zoologin zusammen mit staatlichen und lokalen Behörden zahlreiche angewandte Projekte in der aquatischen Ökotoxikologie durchgeführt. Zuvor hat sie lange Jahre an der University of California ökotoxikologische Forschung betrieben: auch dabei lagen ihr Anwendungsnähe und Interdisziplinarität sehr am Herzen.
Inge Werner freut sich nun darauf, ihre Erfahrungen ins Oekotoxzentrum einzubringen und so zur angewandten Ökotoxikologie in der Schweiz beitragen zu dürfen. Sie ist beeindruckt, dass die Schweiz die Ökotoxikologie so aktiv annimmt und fördert, sei sie doch eine unbequeme Wissenschaft. „Oft deckt die Ökotoxikologie Umweltprobleme auf, die kostspielige Massnahmen erforderlich machen, und Problemlösungen sind selten einfach“, erklärt Inge Werner.
Schon seit ihrer Studienzeit interessiert sich Inge Werner besonders
für die subletalen Auswirkungen von Chemikalien auf Organismen wie die
Beeinträchtigung des Immunsystems, Verhaltensänderungen oder die Wirkungen von
Pseudohormonen. In der Vergangenheit hat sich die Biologin dabei auf die
Auswirkung von Pestiziden auf aquatische Arten spezialisiert, die nicht die
Zielorganismen dieser Substanzen sind. Ihr Interesse gilt aber auch der
Entwicklung von effektiven Methoden für das Monitoring und für die Früherkennung
von Umweltschäden.

