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UN-Wasserpreis für SODIS

UN-Wasserpreis für SODIS

Der «Water for Life Award» der Vereinten Nationen geht dieses Jahr an die Fundación SODIS in Bolivien. Die Non-Profit-Organisation, welche im Jahr 2001 von Mitarbeitenden der Eawag und der DEZA gegründet wurde, verbreitet einfache und angepasste Lösungen im Wasser- und Abwasserbereich in Lateinamerika. In den letzten 11 Jahren hat die Fundación SODIS mehr als 1.2 Millionen Menschen in der Methode der Solaren Wasserdesinfektion (SODIS) ausgebildet, und inzwischen hat sie ihre Arbeit auch auf weitere Themen wie Hygiene und Sanitärlösungen ausgedehnt. Der Preis wird heute, am 22. März 2012, anlässlich des Weltwassertages während einer Zeremonie im Hauptgebäude der FAO in Rom überreicht.

Der Preis wird der Fundación SODIS für das Projekt “Cambio de hábitos a través del empoderamiento de grupos de mujeres“ (Verhaltensänderung durch Stärkung von Frauengruppen) verliehen, bei welchem die Arbeit mit lokalen Frauengruppen im Zentrum stand. Das innovative Projekt wurde in 4 Gemeinden des Departements Cochabamba in Bolivien durchgeführt und erreichte mehr als 13'000 Personen. Die Fundación SODIS bildete die Frauengruppen in verschiedenen Themen wie Hygiene und Wasseraufbereitung aus und stärkte sie so weit, dass sie zum eigentlichen Motor der lokalen Entwicklungsprozesse wurden. Die Resultate zeigten, dass durch solche partizipativen Prozesse tiefgreifende Verbesserungen der Gesundheitssituation und der Verhaltensmuster ausgelöst werden können: Am Ende des Projektes erhöhte sich der Anteil der Personen, die ihr Trinkwasser behandelten (mit der SODIS-Methode, Chlor oder durch Abkochen) und sich die Hände wuschen, von 36% auf 89%. Die finanziellen Mittel für das Projekt kamen von UNICEF Bolivien und von der SOLAQUA-Stiftung, einer privaten Stiftung in der Schweiz, welche gezielt SODIS-Projekte in Entwicklungsländern unterstützt.

Kontaktinformation

Matthias Saladin, Präsident Fundación SODIS
Email: msaladin@fundacionsodis.org

   
Frauen der Gemeinde Choquellusta diskutieren mögliche Hygiene ist wichtig, aber wasser ist ein knappes Gut
Frauen der Gemeinde Choquellusta diskutieren mögliche
Verbesserungen der Gesundheits-
situation (© Fundacion SODIS)
Hygiene ist wichtig, aber Wasser ist ein knappes Gut: mit diesen mobilen Händewasch-Stationen waschen sich die Frauen mit wenig Wasser die Hände (Frau aus Choquellusta, © Fundación SODIS)