Abteilung Verfahrenstechnik

Aurin - der Dünger aus Urin

Aurin - der Dünger aus Urin

Im Rahmen des Forschungsprojekts «VUNA» entwickelten Forschende das neue VUNA-Recyclingverfahren, mit dem wertvolle Nährstoffe aus Urin gewonnen und als Dünger genutzt werden können. Aus dem Projekt entstanden ist der Flüssigdünger Aurin.

Weniger Energie für Abwasser und Dünger

Abwasserreinigung verbraucht jede Menge Energie. Mit grossem Energieaufwand müssen etwa Stickstoff oder Medikamentenrückstände aus dem Abwasser entfernt werden. Die herkömmliche Produktion von Düngemitteln verlangt nach einem grossem Energieaufwand bei der Gewinnung von Stickstoff aus der Luft. Mit dem VUNA-Recyclingverfahren kann das Problem entschärft und Energie gespart werden, indem der Urin unverdünnt gesammelt und effizient aufbereitet wird.

50 Liter Flüssigdünger aus 1000 Litern Urin

Wichtigste Voraussetzung für diese Nährstoffrückgewinnung ist die getrennte Sammlung von Urin. Möglich machen das Trenntoiletten, die Urin und Fäkalien trennen, oder wasserlose Urinale. Die Herstellung des Düngers funktioniert in zwei Schritten: Ein biologischer Prozess stabilisiert den Urin, die Nährstoffe werden gebunden und der Urin verliert seinen schlechten Geruch. Die Flüssigkeit mit dem hohen Nährstoffgehalt wird eingedampft und ein hochwertiger Dünger entsteht.

Aurin als Endprodukt

Seit Februar 2016 ist der «Aurin Recycling-Dünger» in Gebrauch. Der Flüssigdünger enthält alle für das Pflanzenwachstum nötigen Nährstoffe – z.B. Stickstoff, Phosphor und Kalium – und zahlreiche Spurenelemente wie Eisen, Zink oder Bor. «Aurin» ist vom Bundesamt für Landwirtschaft offiziell zur Düngung von Blumen, Zierpflanzen oder Rasen zugelassen.