Innovationstheorie und Wissensmanagement
Verantwortlich Bernhard Truffer
Moderne sozialwissenschaftliche Innovationstheorien legen ihren Schwerpunkt darauf, Prozesse der Wissensproduktion zu erklären. Sowohl die Geschwindigkeit und Reichweite von Prozessen der Wissensproduktion als auch die Fähigkeit der Innovatoren verschiedene Wissensformen organisierten und bewerten zu können spielen dabei eine Schlüsselrolle. Ein besonderer Blickwinkel richtet sich auf verschiedene Formen des Wissens (z.B. tazit oder kodifiziert), unterschiedliche Kontexte der Wissensproduktion (Netzwerke, innovative Milieus, kreative Arbeitsgruppen, akademische oder industrielle Wissensproduktion) und neue Formen von Wissens- und Innovationsmanagement. Das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen verschiedenen Produzenten und Nutzern von neuem Wissen muss vertieft analysiert werden. Cirus erforscht Prozesse der Wissensproduktion und des Wissensmanagements auf verschiedenen Ebenen:
- Nationale, regionale, sektorale und technologische Innovationssysteme: Innovationssysteme stellen ein umfassendes Konzept für die Analyse der Innovationsdynamik und der Wissensproduktion dar. Die Konzeptionalisierung, Operationalisierung und empirische Identifizierung von Innovationssystemen ist die grosse Herausforderung für die Forschung in diesem Bereich.
- Neue Arten der Wissensproduktion und die Rolle von wissenschaftlicher Forschung: Eine problemorientierte Forschungseinrichtung muss ihre Rolle im System der Wissensproduktion und Innovation reflektieren. Wissenstransfer hat sich zu einer Schlüsselaufgabe für die meisten wissenschaftlichen Forschungsinstitutionen entwickelt. Cirus analysiert die Prozesse an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Industrie (z.B. Ausgründungen, Rolle von Universitäten im Innovationssystem) und trägt zur Entwicklung neuer Formen problemorientierter Forschungsweisen bei (transdisziplinäre Forschung).
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