Regional Infrastructure Foresight RIF
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Transition Management für die schweizer Siedlungswasserwirtschaft
Die Langlebigkeit
von Infrastrukturen erfordert Strategien, die Unsicherheiten von
gesellschaftlichen, ökologischen und technologischen Veränderungen
berücksichtigen. Am Beispiel des Abwassersektors erarbeitet das Projekt einen
Planungsansatz, um Strategien für nachhaltiges regionales
Infrastrukturmanagement zu erarbeiten.
Auch wenn sich das Projekt auf das mittelfristige Veränderungspotenzial des
Abwassersektors konzentriert, sind die Ergebnisse grundsätzlich auf die gesamte
Infrastrukturplanung anwendbar.
"Regional Infrastructure Foresight"-Methode
Die Methode „Regional Infrastructure Forsight RIF“ ist ein partizipativer Planungsprozess mit den Entscheidungsträgerinnen und -trägern der regionalen Abwasserwirtschaft. Sie analysieren mögliche Kontextentwicklungen (Zukunftsszenarien) und neue Systemkonfigurationen (technische und organisatorische Lösungsoptionen) für ihre jeweiligen Regionen. Die Bewertung der Optionen erfolgt mit Hilfe von Nachhaltigkeitskriterien. Aus diesen Ergebnissen werden Empfehlungen für detaillierte Planungsschritte abgeleitet. Das Forschungsteam agierte in diesen Entscheidungsprozessen als Entwickler, Moderatoren und Analysten der einzelnen Prozesse. Damit verfolgte das Projekt eine transdisziplinäre Forschungsorganisation.
Abwasserwirtschaft wird als ganzheitliches System vom
Abwassererzeuger bis zum Vorfluter betrachtet. Die betrachtete Region ist das
Einzugsgebiet der planenden Abwasserorganisation(en), wobei Entwicklungen in
den Nachbarregionen mitbetrachtet werden.
Weitere Informationen zur Methode
Pilotprojekte
Diese neuartige Planungsmethode wurde von 2006 bis 2008 an drei Fallbeispielen erfolgreich getestet und verfeinert.
Information zu den Pilotprojekten
Ergebnisse
Die Erfahrungen in den Fallstudienregionen haben gezeigt, dass neue Planungsmethoden, die expliziter auf Unsicherheiten eingehen auf grosses Interesse stossen. Die Anwendung der Methode erlaubte es eine breite Reihe von Kontextentwicklungen, Systemalternativen und Interessenpositionen in der Entscheidung zu berücksichtigen. Durch die transparente Reflektion all dieser Aspekte konnten potentiell nachhaltigere Alternativen identifiziert und umfassend bewertet werden. Bei den gewählten Lösungen schnitten Alternativen gut ab, die eine verstärkte Professionalisierung der Abwasserorganisationen verlangten (thematische Erweiterungen oder regionale Zusammenschlüsse). Inkrementelle Weiterentwicklungen der bestehenden Systeme schnitten hingegen durchwegs schlecht ab. Damit zeigt sich auch hier, dass die RIF Methodik zu anderen Resultaten führt als der konventionelle Planungsansatz. Die Zufriedenheit der Teilnehmer mit dem Verfahren und den Ergebnissen war sehr hoch.
Wir können folglich die RIF Methodik als einen Ansatz verstehen, der regionalen Kompetenzaufbau und soziales Lernen befördert. Dies führt letztlich zu umfassenderen, besser akzeptierten und reibungsloseren Entscheidungsprozessen für langfristige (potentiell nachhaltige) Investitionsentscheide.
RIF-Handbuch und Publikationen
Projektpartner und Links
Laufzeit
08/2005-07/2008

