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Verfahrenstechnik
Membranen

Membranen

Das Ersetzen der Sedimentationsbecken in einer Belebungsanlage durch getauchte Mikro- und Ultrafiltrationsmembrane hat deutliche Auswirkungen auf den gesamten Abwasserreinigungsprozess: Die Membrane stellen eine absolute Barriere für Mikroorganismen dar und halten auch nicht flockenbildende Organismen zurück; das Schlammalter liegt mit 20 – 30 Tagen in der Regel höher als bei der konventionellen Belebung; die Schlammkonzentration beträgt 10 – 15 gTS L-1 (anstelle von 3 – 5) wodurch kleinere Reaktorvolumina gebaut werden können; wegen dem Wegfallen des Nachklärbeckens kann Platz sparender gebaut werden; Membrane sind relativ teuer in der Anschaffung und im Betrieb (Energieverbrauch). Die ersten Anlagen im technischen Massstab gingen Ende der 90er Jahren in Betrieb und es wird erwartet, dass mit steigendem Prozessverständnis, sowohl der Prozess wie der Betrieb noch deutlich verbessert und optimiert werden können.


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Die Eawag betreibt eine Membranbelebung im Pilotmassstab (100 EW) seit Juli 2001. Die Zielsetzung dieses Versuchsbetriebs umfasst folgende Aspekte:

  • Dimensionierung, Modellierung und Betrieb der biologischen Nährstoffelimination bei verschiedenen Schlammaltern (15, 30 und 60 Tage)
  • Optimierung des Betriebs der Membrane betreffend Unterhalt und chemischer Reinigung
  • Vergleich von drei Standardmodulen die parallel zueinander betrieben werden (Hersteller: Kubota, Mitsubishi und Zenon)
  • Elimination von Mikroverunreinigungen im Vergleich zur konventionellen Belebung mit Sedimentation (siehe EU Projekt Poseidon)

Weitere Informationen zum Projekt [pdf, 110 KB]

Kontakt

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Adriano Joss
Prof. Hansruedi Siegrist

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