Innovative MSR-Konzepte
Umsetzung innovativer MSR-Konzepte in der Nährstoffelimination
Die praktische Umsetzung von MSR-Systemen auf
Abwasserreinigungsanlagen (ARA) ist immer noch eine langwierige
Aufgabe. Während im akademischen Bereich äusserst anspruchsvolle
Steuer- und Regelungsstrategien diskutiert werden, gibt es
vor Ort enorme Schwierigkeiten, selbst die einfachsten Konzepte
umzusetzen bzw. die Systeme dauerhaft zu betreiben. Die Gründe
liegen zum einen in technischen Problemen, hauptsächlich aufgrund
der Messtechnik, und zum anderen in sozio-ökonomischen Zusammenhängen.
Das letztere resultiert aus einer geringen Priorität
von MSR-Systemen durch das Anlagenpersonal, verursacht durch
fehlende Anreize, Überlastung des Personals und teilweise
mangelhaftes Prozesswissen. Notwendige Qualitätssicherungs-Konzepte
für die Messtechnik sind im Tagesgeschäft nicht vorhanden
oder nur unzureichend abgestimmt auf die Bedürfnisse des täglichen
Betriebs. Ziel der Arbeit ist die Untersuchung der grundlegenden
Probleme von MSR-Technik zum Betrieb der Belüftung der biologischen
Stufe von kommunalen ARA. Es sollen Lösungen aufgezeigt werden,
die einen angepassten und dauerhaften Betrieb von MSR-Systemen
erlauben. Um eine effizientere Datenkontrolle zu ermöglichen,
wird eine Softwarelösung entwickelt, die bei möglichst geringem
Messaufwand zu einem Optimum an Sicherheit führen soll. Für
die Optimierung des Planungsprozesses von MSR-Systemen hat
sich die dynamische Simulation als adequates Werkzeug erwiesen.
Die benötigten biologischen und Transportmodelle müssen allerdings
je nach Zielstellung durch Modelle für die Messtechnik und
die Steuer- oder Regelungstechnik ergänzt werden.
Das Projekt wird unterstützt
durch:
Abwasserverband Morgental, Arbon, ARA
Thunersee, Uetendorf, ARA Kloten-Opfikon, Entsorgung+Recycling Zürich,
BUD Basel-Land, GSA Bern, AFU Luzern, GALU Luzern, AWEL Zürich, Bundesamt
für Energie, Buwal
Weitere Informationen zum Projekt [pdf-File, 125 KB]

