Erfahrungen mit Private Sector Participation im Wasser- und Abfallbereich
Region Mittlerer Osten und Nördliches Afrika (MENA)
Auftraggeber
MENA-Netzwerk für Wasser, Abwasser und Abfall der deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz), Eschborn.
Projektleiter
Dieter Rothenberger
Aufgaben
Erarbeitung theoretischer Rahmen und Analyseraster
Befragung von
Projektverantwortlichen der gtz
Zusammenfassung, Präsentation und Verbreitung
der Ergebnisse
Stand/ Laufzeit
6/2003 – 1/2004
Das Projekt ist abgeschlossen.
Die Verbreitung der
Ergebnisse wird in 2004 auf unterschiedlichen nationalen und internationalen
Veranstaltungen fortgesetzt.
Ziele
- Erfassung und Bewertung der projektspezifischen Erfahrungen mit Private Sector Participation (PSP)
- Identifikation von Schlüsselfaktoren für einen erfolgreichen PSP-Prozess
- Unterstützung des gtz-internen Wissensmanagements im Bereich PSP
- Skizzieren von alternativen Modellen mit angepassteren institutionellen
Rahmenbedingungen
Ergebnisse
PSP-Prozesse sind häufig nur unzureichend vorbereitet und mit den lokalen
Stakeholdern abgestimmt. Das kann zu großen Schwierigkeiten bei der späteren
Projektumsetzung führen: Einerseits ist die Datenbasis oftmals nicht
ausreichend, um damit inhaltlich belastbare Verträge abzuschließen. In der Folge
kommt es vielfach zu Nach-verhandlungen der Verträge. Andererseits zeigen sich
Spannungen im Verhältnis zwischen dem öffentlichen Partner und dem privaten
Betreiber. Diese Spannungen entstehen aufgrund einer mangelnden lokalen
Eingebundenheit des öffentlichen Partners in den Prozess sowie dessen
unzureichenden Kenntnisstand über die Möglichkeiten und Grenzen von PSP -
insbesondere im Fall von Management- und Serviceverträgen.
Die
Erfahrungen belegen die aus der Theorie abgeleiteten Annahmen, dass der Umgang
mit der Vertragsdefinition, mit Nachverhandlungen sowie mit unterschiedlichen
Wissens- und Informationsständen zwischen dem öffentlichen und privaten Partner
eine wesentliche Rolle hinsichtlich des Erfolges von PSP-Prozessen
spielen.
Darüber hinaus zeigt sich die Tendenz zu einem Phasing-in-Ansatz
über die Schritte Dezentralisierung - Kommerzialisierung - Outsourcing -
Serviceverträge - Managementverträge. Dies steht im Gegensatz zu den umfassenden
und in der Vergangenheit viel diskutierten Konzessionsverträgen.

