Forschung
Nachhaltige Entwicklung der Siedlungswasserwirtschaft
Der sorgfältige und ökonomische Umgang mit den uns gegebenen Wasserressourcen ist das Ziel einer nachhaltigen Siedlungswasserwirtschaft. Es gilt die langfristigen Ansprüche der Gesellschaft, der Umwelt und der Ökonomie in Bezug auf Wasser in der Siedlung zu berücksichtigen. Besondere Beachtung erhalten die Stoffflüsse, welche durch die Siedlungswasserwirtschaft ausgelöst werden. Neben Wasser und den Abwasserinhaltsstoffen sind dies auch Gefahrenstoffe welche von Oberflächen abgewaschen werden. Beispiele sind Pestizide aus Hausfassaden und Schwermetalle von Dachmaterialien.
Um die Siedlungswasserwirtschaft als ein integrales System betrachten und entwickeln zu können, fokussiert die Abteilung SWW auf:
- Zukünftige Konzepte für den Umgang mit Wasser und Abwasser in Siedlungen. Wohin soll sich die Siedlungswasserwirtschaft entwickeln? Welche Freiheitsgrade stehen uns heute und morgen zur Verfügung? Wie können wir den unbekannten Anforderungen der Zukunft gerecht werden?
- Wasser Infrastruktur Entwicklung und Management: Die nachhaltige Weiterentwicklung der bestehenden Wasserinfrastruktur benötigt neue Konzepte und Werkzeuge. Wie können bestehende Infrastrukturen bewertet werden? Wie und wann sollten sie fundamental umgewandelt oder lediglich inkrementell verbessert werden? Was kostet das ganze heute und morgen?
- Evaluation der Daten und der Schmutzfrachten in urbanen Siedlungen: Zukünftige Umweltprobleme können nur gelöst werden, wenn wir die Quellen von Schmutz- und Schadstoffen aus der Siedlung identifizieren und quantifizieren können. Diese Stoffe sind neben den klar dem Abwasser zugeordneten Stoffe, zumeist diffusen Abschwemmungen aus Oberflächen, wie zum Beispiel Pestizide (Fassaden), Schwermetalle (Dachmaterialien) und Nanopartikel (Fassaden).
Für das quantitative Verständnis kommt der Datenerhebung und -auswertung eine zentrale Bedeutung zu. Neuen Messmethoden und Datenauswertungstools sind hier im Fokus der Forschungsbemühungen.
Während früher vor allem die bestehenden technischen Elemente der Siedlungswasserwirtschaft optimiert wurden, gilt es heute einen ganzheitlicheren Ansatz zu finden. Fortschritte in der Siedlungswasserwirtschaft bedingen heute den Einbezug administrativer, organisatorischer, ökonomischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen. Inter- und transdizipliäre Zusammenarbeit ist eine der Kernelemente der Forschungsbestrebungen der Abteilung SWW.
Die Abteilung Siedlungswasserwritschaft ist in die folgenden
Forschungsbereiche unterteilt:

