Monitoring und Modellierung dezentraler Systeme (DSyM)
Wie kann die Gesamtleistung einer Vielzahl von Kleinkläranlagen geschätzt und aufrechterhalten werden?
Dezentrale
Abwasserreinigung kann als Alternative zum verbreiteten System mit
Schwemmkanalisation und zentraler Kläranlage betrachtet werden. Dies erfordert
aber, dass die Gesamtleistung aller Einzelanlagen definiert und kontrolliert
werden kann. Dabei muss die Gesamtheit aller Kleinkläranlagen als ein
zusammenhängendes System gesehen werden, welches den Service für die Umwelt und
die Siedlungshygiene erbringt. Erfahrungen in vielen Ländern haben gezeigt,
dass wie uns leider nicht auf das langfristig zuverlässige Funktionieren jeder
einzelnen Anlage verlassen können. Deshalb ist es unumgänglich, dass die
Gesamtleistung von einer zentralen Organisation überwacht wird. Es gibt im
Moment noch keine billige Methode, um die Reinigungsleistung direkt online messen
zu können. Deshalb muss das Monitoring mit Ersatzmessgrössen, unvollständigen
oder unzuverlässigen Daten, sowie Ausfallswahrscheinlichkeiten auskommen.
Modellbasierte Systemanalyse ermöglicht es wichtige Einflussfaktoren zu
identifizieren und den Wert bestimmten Information und Daten für die Schätzung
der Systemleistung zu evaluieren.
Das Ziel
dieses Projektes ist es ein generisches Simulations-Modell zu erstellen um die
Leistung einer Flotte von Kleinkläranlagen zu schätzen, basierend auf
unvollständigen und unzuverlässigen Messungen sowie der Pannenanfälligkeit der
Anlagen. Das Modell soll angewandt werden um in einem „top-down“ Ansatz zu
evaluieren, welche Informationen für eine zuverlässige und wirtschaftliche
Leistungsüberwachung benötigt wird, und daraus abzuleiten, welche Daten und
Sensoren solche Informationen liefern können.
Teile
dieses Projektes werden im Rahmen des Projektes Vuna -
Nährstoffrückgewinnung in Südafrika durchgeführt (Unterprojekt Systemmodellierung).

