NOVA 4
Behandlung von Urin - Ausfällung und Stabilisierung des Phosphors
NOVA 4 ist Bestandteil des integrierten Forschungsprojekt NOVAQUATIS. Das Modul NOVA 4
untersucht Verfahrenstechniken, die die Behandlung des Urins ermöglichen. Ziel
ist es, den Urin zu stabilisieren, die Mikroverunreinigungen zu eliminieren und
die Nährstoffe (vor allem Stickstoff, Phosphor und Kalium) zurück zu gewinnen
und z.B. in eine düngerfähige Form überzuführen. Je nach Fragestellung und Ziel
kommt eine breite Palette von möglichen Verfahren in Frage. So werden im Moment
biologische Verfahren (SBR, Biofilmreaktoren), chemische Prozesse (Ausfällung im
Wirbelbett) und physikalische Prozesse (Membranbehandlung) untersucht. Ziel all
der Bemühungen ist die Optimierung der Verfahren für die speziellen chemischen
Bedingungen im Urin.
Das spezifische Modul NOVA 4-1 konzentriert sich vor
allem auf die Stabilisierung und die Fixierung des im Urin vorhandenen
Phosphors. Die Arbeiten finden hauptsächlich im Rahmen einer Dissertation statt.
Eine Reihe von weiteren kleineren Arbeiten und Zusammenarbeitsprojekten
unterstützen und flankieren die Bemühungen. Die folgenden Ziele stehen im
Mittelpunkt der Untersuchungen:
1. Die Stabilisierung des Phosphors im
Urin.
2. Die Rückgewinnung von Phosphor als Dünger oder Ausgangsmaterial für
die Phosphatindustrie.
3. Das Verhindern von Ausfällungen in den Rohrsystemen
der Urinsammelanlagen.
Informationen zum Modul NOVA 4-2, die komplementäre Untersuchung
zur Stabilisierung und Rückgewinnung von Stickstoff aus Urin, befinden sich auf
der Webpage des Prozesses Siedlungswasserwirtschaft oder direkt auf der Webseite
des Projektes NOVAQUATIS.

