Stochastische Vorhersage spezifischer Substanzen im Kanalisationssystem
Über hunderttausend chemische Verbindungen sind in Europa auf dem
Markt. Welche davon gelangen in die Kanalisation - und wie? Das aktuelle Projekt
charakterisiert die Quellen von möglichen "Problemstoffen". Die Kombination
bereits vorhandener georeferenzierter Daten und Zusatzinformationen über die
Anwendung der betrachteten Substanz, erlaubt eine Prognose der zu erwartenden
Konzentrationen an einem beliebigen Punkt im Entwässerungssystem (z.B. vor
Kläranlage oder bei Mischwasserentlastung).
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Welche Eigenschaften des
Einzugsgebietes (z.B. Geometrie der Kanalisation, Zusammensetzung der
Bevölkerung und der Industrie) respektive des Verbrauchsmusters von Substanzen
sind kritisch und haben damit einen entscheidenden Einfluss auf die Vorhersage?
Diese und weitere Fragen sollen dank dem hohen Abstraktionsniveau der
Datenstruktur verhältnismässig einfach für den Ist-Zustand wie auch für
zukünftige Szenarien beantwortet werden können.
Bei der Entwicklung der
Methodik wird grosser Wert darauf gelegt, vorhandene Unsicherheiten zu
identifizieren und deren Auswirkungen auf die Vorhersage zu quantifizieren. Nach
der Validierung soll mit dem Modell ohne teure Messkampagnen abgeschätzt werden
können, welche Substanzen potentiell in einem Kanalnetz vorhanden sind. Dabei
spielt die Verfügbarkeit und Auflösung der Daten eine wesentliche Rolle für die
Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Resultate "Konzentration" und "zeitlichen
Variation".
Kontakt
Christoph
Ort
Prof. Dr. Willi Gujer
Projektleiter
Prof. Dr. Willi Gujer
Unterstützung durch
ETH / Eawag

