Szenarioanalyse
Planung der Flexibilität von Kläranlagen mittels
Szenarioanalyse
Kläranlagen sind langlebige Strukturen, die auf zukünftige
Belastungen ausgelegt werden. Die Planung erfolgt in der Regel auf einen
Zeithorizont von 25-30 Jahren und demzufolge orientiert sich die
Lastdimensionierung auf diese Zeitspanne. Jedoch ist die zukünftige Entwicklung
der Abwasserbelastung und die Anforderungen an die Abwasserreinigung sehr schwer
vorsehbar und somit die Planung bzw. die Erneuerung von Kläranlagen sehr
unsicher. Dies kann zur Über- oder Unterdimensionierung einer Anlage führen und
zu Einschränkungen in der Anpassungsfähigkeit einer Anlage auf wechselnde
Bedingungen.
Ziel der Dissertation ist die Entwicklung einer Methode, die eine verbesserte Berücksichtigung dieser langfristigen Unsicherheit während der Planung und Dimensionierung einer Kläranlage ermöglicht. Die Methode geht davon aus, dass die Zukunft nicht prognostizierbar und es deshalb zweckmässiger ist, von möglichen Zukünfte, so genannten Szenarien, auszugehen. Das Ausmass und die Art der Flexibilität einer Kläranlage sollten von den Zukunftserwartungen bestimmt werden und Anpassungen an z.B. wechselnde Anforderungen und gesellschaftliche Veränderungen mit minimalem Aufwand ermöglichen.
Folgende Fragen werden während das Projekt beantwortet:
Welche treibenden Kräfte haben während der Betriebszeit Einfluss auf die Entwicklung einer Kläranlage?
Wie sind diese treibenden Kräfte miteinander verlinkt?
Wie können Zukunftsszenarien unter Berücksichtigung der treibenden Kräfte entwickelt werden?
Wie kann man die Szenarien in der Planung und Dimensionierung einer Kläranlage integrieren?
Welches sind die Flexibilitäten einer Kläranlage? Wie kann die
Flexibilität einer Kläranlage geplant werden, um die verschiedenen Szenarien zu
berücksichtigen?
Keywords: Szenario-Technik, Flexibilität, Adaptives Management,
Abwasserreinigung, Unsicherheit, Dimensionierung, Prognose, Infrastruktur,
Ingenieurwissenschaften

