Evaluation der Ökomassnahmen - Gewässer, Pestizide und die Schweizer Agrarpolitik
Pestizide werden in Schweizer
Oberflächengewässern in erheblichen Mengen nachgewiesen – dies seit
Jahrzehnten. Mit der Einführung von Direktzahlungen im Jahr 1993 für
ökologische Massnahmen in der Schweizer Landwirtschaft hätte sich diese
Situation verbessern sollen. Ziel war es, die Pestizidbelastung bis zum Jahr
2005 zu halbieren. Eine von der Eawag in der Region Greifen- und Murtensee
durchgeführte Belastungsanalyse zeigte auf, dass das angestrebte Ziel nicht
vollständig erreicht werden konnte. Zwar wurden die eingesetzten Pestizidmengen
verringert, die Massnahmen, die den Pestizidabtrag von den behandelten Feldern
vermindern sollten, verfehlten ihre Wirkung jedoch zum grössten Teil. Die
jährlichen Belastungen wurden in Seeeinzugsgebieten ermittelt, da hier der Trend
der Pestizidfrachten über den gesamten Untersuchungszeitraum (1997-2003)
mittels Messungen und Modellierungen im See am besten verfolgt werden konnte. Die
Ergebnisse der langjährigen Studie wurden in mehreren Berichten und
Veröffentlichungen dokumentiert
Projektpartner
- Bundesamt für Landwirtschaft BLW
- Bundesamt für Umwelt BAFU
- Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW
- AGRIDEA Lindau und Lausanne
Publikationen
Singer, H., Anfang, H.-G., Lück, A., Peter, A., Müller, S. “ Pestizidbelastung von Oberflächengewässer Auswirkungen der ökologischen Massnahmen in der Landwirtschaft”, gwa, 2005, 11.
Stamm C., Singer H., Szerencsits E., Zgraggen K., Flury C. (2004): Standort und Herbizideinsatz aus Sicht des Gewässerschutzes. Agrarforschung 11, 446– 451.

