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Vansee PALEOVAN - nach 500'000 Jahren Umweltgeschichte gebohrt
Modul D

Modul D

Beryllium-10 als Indikator zur Ermittlung von Sonnen- und Erdmagnetfeldschwankungen und der Erosionsrate

Die drei Isotope von Beryllium(10Be), Kohlenstoff (14C) und Chlor (36Cl) stellen einmalige Werkzeuge dar, um die Geschichte der Sonnenschwankungen und die Veränderungen in der Stärke des Erdmagnetfeldes zu rekonstruieren. Bislang erfolgten die meisten Arbeiten auf diesem Gebiet mithilfe von Polareisbohrkernen und Meersedimenten. Meersedimentaufzeichnungen haben eine schlechte zeitliche Auflösung und Eisbohrkene decken nur etwa 200.000 Jahre ab, weil ihre Jahresschichtdicken mit zunehmender Tiefe infolge der Fliesseigenschaften von Eis abnehmen. Die Sedimente des Vansees bieten die Möglichkeit, sowohl den zeitlichen Rahmen als auch die zeitliche Auflösung erheblich zu erweitern. Allerdings findet sich in 10Be aus kontinentalen Sedimenten nicht nur die atmosphärische Produktionsrate kosmogenischer Radionuklide. Durch die Erosion im Einzugsgebiet wird das Produktionssignal teilweise überdeckt und je nach dem wird daher entweder die Rekonstruktion der Produktions- oder der Erosionsgeschichte im Vordergrund stehen. Sollte gar kein Produktionssignal vorhanden sein, kann immer noch die Datierung durch Synchronisierung der Vansee-Aufzeichnungen mit denjenigen von Polareiskernen verbessert werden.

Kontaktperson

Jürg Beer

Projektkontakt

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