Entwicklung einer verbesserten Methode für die Persistenzbewertung in Sedimenten von Oberflächengewässer (LRI ECO18-EAWAG)
Abstract: Die Persistenz von chemischen Schadstoffen in Sedimenten von Oberflächengewässern ist ein wichtiger Endpunkt in der Risikobewertung von Chemikalien. Verschiedene Chemikaliengesetzgebungen schreiben die Durchführung von Studien gemäss der OECD-Richtlinie 308 für die Persistenzbewertung im Sediment vor. Die Aussagekraft und Kosteneffizienz dieser Richtlinie im Bezug auf das anvisierte Ziel der Persistenzbewertung ist jedoch mehrfahr hinterfragt worden.
In diesem von CEFIC-LRI (http://www.cefic-lri.org/) unterstützen Project werden wir untersuchen, inwiefern die OECD-Richtlinie für eine robuste und aussagekräftige Beurteilung der Persistenz in benthischen Sedimenten geeignet ist. Zu diesem Zweck werden verschiedene experimentelle Variationen der 308-Richtlinie für eine Reihe von Substanzen mit unterschiedlichen Sorptionseigenschaften und Abbaubarkeiten getestet werden. Zudem werden existierende Datensätze aus 308er-Studien mit zunehmend komplexeren kinetischen Modellen und mittels Bayes’scher Datenanalyse untersucht, um deren Informationsgehalt im Hinblick auf die Herleitung robuster Persistenzindikatoren zu überprüfen.
Partners: Thomas Junker, Jörg Römbke (ECT Oekotoxikologie GmbH, Germany); Dieter Hennecke, Stefan Hahn (Fraunhofer IME/ITEM, Germany); Martin Scheringer, ETH Zürich
Projekt Mitarbeiter: Kathrin Fenner, Rani Bakkour (PhD)

