Machbarkeitsstudie «Beitragende Flächen»
Trotz der Einführung ökologischer Auflagen in der Landwirtschaft in den 90er Jahren hat das Risiko für diffuse Belastung der Gewässer mit Agrochemikalien wie Herbiziden nicht im gewünschten Mass abgenommen. Untersuchungen aus vorangegangenen Projekten haben gezeigt, dass die diffusen Stoffverluste räumlich auf einen kleinen Teil der Felder begrenzt sind. Ziele des Projekts sind deshalb:
(1) Zusammenfassen der wissenschaftlichen Konzepte für Beitragende Flächen für verschiedene diffuse Gewässerbelastungen (Oberflächengewässer: Phosphor, Pestizide, Feinsedimente; Grundwasser: Nitrat, Pestizide) inkl. empirischer Wirkungsnachweis, Vorhersage-Ungenauigkeit sowie zentraler Wissenslücken. Vergleich mit Ungenauigkeit anderer gesetzlich relevanter Grössen (z.B. Abgrenzung Schutzwasserschutzzonen).
(2) Vorschlag zum Vorgehen zur Erhebung flächendeckender Grundlagendaten (Bodenkarte). Abschätzung der dazu notwendigen Ressourcen (Finanzen, Arbeit, Zeitrahmen).
(3) Untersuchung der agronomischen Auswirkungen der Implementierung Beitragender Flächen in die Fruchtfolgen beispielhafter Betriebe.
(4) Auflistung notwendiger Untersuchungen und Abschätzung der
notwendigen Ressourcen, um das Konzept praxistauglich zu machen.
Projektmitarbeiter:
Martin Frey
Christian Stamm
Volker Prasuhn (ART Reckenholz-Tänikon)
Nadine
Konz (ART Reckenholz-Tänikon)
Status: Schlussbericht genehmigt im Juli 2011.
Auftraggeber: BAFU
Literatur:
Frey, M., 2009. Prediction of critical source areas for diffuse herbicide losses to surface waters. PhD Thesis 18291, Swiss Federal Institute of Technology: Zürich. p. 129 pp. Frey, M., Dietzel, A., Schneider, M., Reichert, P., and Stamm, C. (2009). Predicting critical source areas for diffuse herbicide losses to surface waters: role of connectivity and boundary conditions. Journal of Hydrology, 365: 23 - 36.
Letzte Aktualisierung: 15. August 2011.

