Identifikation von organischen Mikroverunreinigungen in ausgewählten Proben des nationalen Grundwasserbeobachtungsnetzes NAQUA
Eine der wichtigsten
Aufgaben des Schweizer Grundwassermessnetzes NAQUA ist die Früherkennung von
Problemstoffen. Mittlerweile wird eine Vielzahl von organischen Substanzen zum
Teil in beträchtlichen Mengen in verschiedenen Bereichen wie der
Landwirtschaft, in Siedlungen oder in der Industrie eingesetzt. Je nach
Einsatzort und Substanzeigenschaften können diese Substanzen das Grundwasser
erreichen und zu einer unerwünschten Kontamination führen. Im Rahmen der Routineüberwachung
bei den NAQUA Stationen kann lediglich eine limitierte Anzahl von organischen
Schadstoffen regelmässig untersucht werden. Um einen möglichst umfassenden Überblick
über unerwünschte langlebige Chemikalien im Grundwasser zu erhalten, wurden
deshalb mit einer Multikomponenten-Screeningmethode Rheinscreening-Projekt
ausgewählte NAQUA Grundwassermessstellen auf rund 200 Substanzen (Pestizide,
Arzneimittel, Industriechemikalien, Transformationsprodukte) untersucht. Hierzu
wurden sowohl Messstellen mit vorwiegend landwirtschaftlicher als auch solche
mit siedlungsgeprägter Nutzung des Einzugsgebietes ausgewählt. Ziel ist es,
diejenigen Substanzen zu identifizieren und zukünftig in die NAQUA Routinebeobachtung
aufzunehmen, die aufgrund der vorliegenden Befunde als relevant für die
Grundwasserqualität eingestuft werden.
Projektpartner
Literatur
Hanke, I., Singer, H., McArdell, C., Brennwald, M., Muralt, R., Oechslin, R., Kipfer, R. «Arzneimittel und Pestizide im Grundwasser», gwa, 2007, 3.
Carbamazepin Befunde in den beprobten Messstellen

