Chemie von Wasserresourcen
Wir
beschäftigen uns mit dem Einfluss biogeochemischer Prozesse auf die
Qualität von Wasserressourcen. Neben dem Fokus auf Grundwassersysteme
betrachten wir auch die angrenzenden Systeme Böden, Flüsse und Seen und wir betreiben einen Teil des Programms der analytischen Dauerüberwachung der Schweizerischen Fliessgewässer (NADUF).
Im Zusammenhang mit dem Auftreten von Schadstoffen in Drittweltländern arbeiten wir an der Entwicklung angepasster Aufbereitungstechnologie.
Brunnen in Bangladesh
Das
Ziel unserer Arbeiten ist ein fundiertes Verständnis der
biogeochemischen Prozesse, die den Transport und die Transformationen
von primär anorganischen Schadstoffen kontrollieren. Zur Untersuchung
dieser Prozesse führen wir Laborexperimente aus, in denen natürliche
Systeme simuliert werden und die bestimmenden Faktoren gezielt
untersucht werden können. Die Ergebnisse von Laboruntersuchungen werden
mit Feldmessung verglichen, um die Relevanz verschiedener Prozesse zu
evaluieren und die Modellsysteme gegebenenfalls zu verfeinern.
Modellierungen von molekularen Prozessen in Laborsystemen sollen
schliesslich auf Feldsysteme übertragbar sein.
Wir konzentrieren
uns auf geochemische Transformationen von anorganischen Schadstoffen.
Organische Schadstoffe werden in Zusammenarbeit mit der Gruppe
Schadstoffhydrologie bearbeitet, mikrobiologische Transformationen in
Zusammenarbeit mit der Abteilung Umwelt-Mikrobiologie und Molekulare
Ökotoxikologie.
Projekte
- Mitigation of Groundwater-derived Arsenic Hazards and Sustainable Water Supply System in Asian Countries (AGS)
- Reduktion und Oxidation von Chromverbindungen in der Sanierung von Altlasten
- Solare Oxidation und Entfernung von Arsen aus Trinkwasser (SORAS): Uebersicht und Detailinfos
- Aufbereitung und Auswertung der NADUF Daten
- Bedeutung der Flussinfiltration auf die Grundwasserqualiät
- Mitarbeit in diversen Arbeitsgruppen des Bundes, insbesondere NADUF und NAQUA
- In situ Spektroskopie und Mikroskopie von Prozessen auf mineralischen Oberflächen

