Abteilung Aquatische Ökologie
Die Quagga-Muschel und ihre Geheimnisse in der Tiefe
Die Quagga-Muschel ist anpassungsfähiger als viele andere invasive Arten: Sie besiedelt nicht nur die flachen Uferbereiche eines Sees, sondern dringt bis in Tiefen von über 200 Metern vor in eine Welt mit wenig Licht, niedrigen Temperaturen und hohem Druck. Doch was passiert dort unten, wo wir kaum hinschauen?
Genau das wollen wir herausfinden. Im Bodensee entnehmen wir monatlich Proben entlang eines Tiefenprofils von der Oberfläche bis in 250 Meter Tiefe. An jeder Muschel untersuchen wir, wie aktiv sie sich fortpflanzt: Wie viele Eier produziert sie? In welchem Fortpflanzungsstadium befindet sie sich? Und verändert sich das mit zunehmender Tiefe?
Die entscheidende Frage dahinter lautet: Produzieren die Muscheln in der Tiefe das ganze Jahr über Eier und Spermien und unterscheidet sich ihr Fortpflanzungsverhalten von dem der Flachwasserpopulationen? Die Antwort hilft uns, das Wachstum und die weitere Ausbreitung der Quagga-Muschel besser vorherzusagen.