Abteilung Verfahrenstechnik

Verfahrenstechnik

Unsere Forschungsgruppen beschäftigen sich aus der ingenieurtechnischen Perspektive mit Problemen der Abwasserreinigung und Trinkwasseraufbereitung sowie dem Schutz der Wasserressourcen. Unser langfristiges Ziel ist es, nachhaltige Konzepte für Wasser- und Nährstoffkreisläufe in Siedlungen zu entwickeln.

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News

5. Mai 2022

Die Eawag-Forschenden Sabine Hoffmann, Kai Udert und Lisa Deutsch setzen sich für eine Sanitär- und Nährstoffwende ein. Warum es eine Wende braucht und warum gerade die Zusammenarbeit mit der Politik eine Herausforderung ist, erläutern sie an einem Beispiel.

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4. Mai 2022

Was in den Kläranlagen seit Jahrzehnten als Reinigungsprozess erfolgt, kann dezentral oder semi-zentral auch als Recyclingverfahren für Nährstoffe eingesetzt werden. Einer frühen Trennung von «Fest und Flüssig» kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Sie lässt prozesstechnisch flexible Lösungen zu, vor allem bei der Behandlung des Urins. Neue Untersuchungen zeigen ausserdem, dass die Verfahren nicht nur für menschlichen Urin, sondern auch für den von Kühen oder Schweinen einsetzbar sind.

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PEAK-Kurs «Aktivkohle» für die Praxis erfolgreich durchgeführt

Am 22. und 23. Juni wurde erfolgreich der Eawag-PEAK-Kurs «Aktivkohle zur Spurenstoffelimination – Verfahrensvariante zu GAK und PAK» in Zusammenarbeit mit dem VSA durchgeführt. 

Die Resonanz der Praxis war gross, was sich an der hohen Anzahl von 92 Teilnehmenden aus Ingenieurbüros, Anlagenbau, Verwaltung und Betreibern von Kläranlagen zeigte, die an zwei Tagen in die Eawag/Empa-Akademie gekommen sind.

Erfolgreicher Erfahrungsaustausch und bereichernde Diskussionen

Neben dem neuesten Wissen und Entwicklungen im Bereich der Spurenstoffelimination durch Adsorption an Aktivkohle, wurde dem Erfahrungsaustausch von ARA-Betreibern mit diesen neuen Reinigungsstufen breiter Raum gegeben. Eine Podiumsdiskussion zeigte, dass es insbesondere bei der Beprobung respektive Überwachung der Reinigungsleistung bei Regenwetterzulauf zu den Kläranlagen noch Fragen zur Repräsentativität und Aussagekraft dieser Messungen gibt.

Ein weiterer spannender Diskussionspunkt war der hohe CO2-Footprint der Anwendung von vor allem Pulveraktivkohle. Hier war man sich einhellig einig, dass biogenen Produkten gegenüber fossilen Aktivkohlen wenn möglich der Vorrang gegeben werden sollte. Klar war auch, dass es in diesem Bereich mehr Anstrengungen geben müsste, um idealer Weise «SWISS made»-Kohlen herzustellen, sowohl für die Anwendung als PAK, als auch als formstabile GAK.

Autor: Marc Böhler

Water Hub: Neuer Film aus dem NEST

Publikationen

Derlon, N.; Desmond, P.; Rühs, P. A.; Morgenroth, E. (2022) Cross flow frequency determines the physical structure and cohesion of membrane biofilms developed during gravity-driven membrane ultrafiltration of river water: implication for hydraulic resistance, Journal of Membrane Science, 643, 120079 (10 pp.), doi:10.1016/j.memsci.2021.120079, Institutional Repository
Gruber, W.; Joss, A.; von Känel, L.; Biolley, L.; Braun, D.; Morgenroth, E. (2022) Abluftmessungen in der biologischen Abwasserreinigung, Aqua & Gas, 102(1), 24-25, Institutional Repository
Gruber, W.; Niederdorfer, R.; Bürgmann, H.; Joss, A.; von Känel, L.; Braun, D.; Mohn, J.; Morgenroth, E. (2022) Lachgasemissionen aus ARA. Reduktionsmassnahmen zeichnen sich ab, Aqua & Gas, 102(1), 14-22, Institutional Repository
Hadengue, B.; Morgenroth, E.; Larsen, T. A.; Baldini, L. (2022) Performance and dynamics of active greywater heat recovery in buildings, Applied Energy, 305, 117677 (13 pp.), doi:10.1016/j.apenergy.2021.117677, Institutional Repository
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Forschungsprojekte

Indem wir Nährstoffe aus Urin zurückgewinnen, entwickeln wir ein Sanitärsystem, welches wertvollen Dünger produziert
In Autarky entwickeln wir kleine Anlagen für die getrennte Behandlung von Urin, Abwasser und Fäkalien direkt in der Toilette.
GDM ist eine einfache, wartungsfreie Technologie für die Trinkwasserversorgung ohne Elektrizität und Chemie.
Mathematische Modellierung aerober granulierter Belebtschlamm (AGS) - Reaktoren