Abteilung Wasserressourcen und Trinkwasser
GroundwaterDrought
Das Projekt GroundwaterDrought zielt darauf ab, ein innovatives Analyse- und Informationssystem zu entwickeln und schweizweit einzuführen, das Nutzern ermöglicht, Grundwasserdynamiken, Extremereignisse und anthropogene Einflüsse präzise zu analysieren und zu interpretieren. Aufbauend auf Wasserversorger Zeitreihen sowie ergänzenden kantonalen und nationale Daten soll ein leistungsfähiges Werkzeug zur Analyse und Interpretation von Messzeitreihen entstehen, das Veränderungen in den Grundwassersystemen über Raum und Zeit sichtbar macht. Das System unterstützt die Wasserversorger dabei, Trockenheitsphasen, extreme Niedrigwasserstände und langfristige Trends in der Grundwasserverfügbarkeit zu identifizieren, aber auch Phasen mit erhöhtem Wasserangebot infolge verstärkter Winterniederschläge zu erkennen. Darüber hinaus dient das Werkzeug als Indikator für anthropogene Einflüsse, etwa durch geänderte Pumpregimes, Bauaktivitäten oder landwirtschaftliche Wasserentnahmen, und trägt somit zur frühzeitigen Erkennung von Veränderungen in der Grundwasserdynamik bei. Kern des Projekts ist die Entwicklung eines interaktiven, webbasierten Analysewerkzeug, das sich leicht in bestehende Arbeitsprozesse der Wasserversorger integrieren lässt. Es ermöglicht umfassende Auswertungen, vergleichende Analysen und die Visualisierung von Trends und Anomalien. Dadurch erhalten Wasserversorger eine einheitliche und gleichzeitig praxistaugliche Grundlage zur langfristigen Überwachung, Bewertung und strategischen Planung von Grundwasserressourcen. Dadurch wird es möglich, hydrologische Dynamiken und Entwicklungen auch im lokalen bis regionalen oder überregionalen Kontext einzuordnen.