NAWA SPEZ

Untersuchungen zur Pestizidbelastung in Oberflächengewässern

Die Belastung unserer Gewässer mit organischen Mikroverunreinigungen stellt eine Herausforderung für den Gewässerschutz dar. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und die Kantone haben mit der Nationalen Beobachtung Oberflächengewässerqualität (NAWA) ein Messprogramm geschaffen, um den Zustand und die Entwicklung der Schweizer Oberflächengewässer beurteilen zu können. Im Rahmen dieses Messprogramms werden zu verschiedenen Aspekten auch Spezialuntersuchungen durchgeführt. In den Jahren 2012, 2015 und 2017 wurden in drei Messkampagnen Art und Umfang der Gewässerbelastung mit Bioziden und Pflanzenschutzmitteln (PSM) untersucht und bewertet.

Neueste nationale und internationale Studien haben gezeigt, dass insbesondere die für aquatische Organismen toxischen Pyrethroid- und Organophosphat-Insektizide die Gewässerqualität bereits in sehr geringen Konzentrationen negativ beeinträchtigen können. Aus diesem Grund haben der Bund und die Kantone die Messungen dieser Insektizide in Schweizer Gewässer in den letzten Jahren intensiviert. Allerdings ist bisher noch nicht vollständig bekannt, inwieweit auch weitere bisher kaum untersuchte Insektizidwirkstoffe in Schweizer Fliessgewässer auftreten. Ausserdem ist bisher unklar, ob auch gereinigtes Abwasser als Eintragspfade für diese Stoffe ins Gewässer von Bedeutung ist. Aus diesem Grund soll in einer gross angelegten Spezialuntersuchung im Jahr 2023 an fünf Standorten in der Schweiz (vgl. Übersicht Karte) ein möglichst vollständiges PSM- und Biozidspektrum in landwirtschaftlich und siedlungsgeprägten Einzugsgebieten über den gesamten Applikationszeitraum untersucht werden. Neben den Messungen im Fliessgewässer werden auch Untersuchungen im gereinigten Abwasser der Kläranlagen durchgeführt, die ihr Abwasser in die zu untersuchenden Fliessgewässer einleiten.

Standorte NAWA Spez23

Karte: Bundesamt für Landestopographie
Einzugsgebiete: BAFU 2019: Teileinzugsgebiete 2 km2
Landnutzungsinformationen: BAFU 2013: Gewässerabschnittsbasierte Einzugsgebietsgliederung der Schweiz (GAB-EZGG-CH)
Kläranlageninfos: Kennzahlenerhebung Abwasserreinigung des Bundes, 2021

Ziel der NAWA Spezialkampagne 2023 ist es damit

  • die Belastung kleiner bis mittelgrosser Fliessgewässer mit Pflanzenschutzmittel (PSM) und Bioziden, insbesondere mit Insektiziden, möglichst umfassend zu ermitteln und
  • gereinigtes Abwasser, zusätzlich zu den diffusen Einträgen von landwirtschaftlich genutzten Flächen als möglichen Eintragspfad für PSM und Biozide zu erfassen.

So können Hinweise auf die Anwendung von PSM und Bioziden in Landwirtschaft und Siedlung erhalten werden. Vor allem der Fokus auf insektizide Wirkstoffe soll hierbei Beobachtungslücken im Bereich von besonders toxischen Einsatzstoffen schliessen. Hierzu werden zum einen lückenlose Beprobungen der ausgewählten Fliessgewässer und Kläranlagen über den gesamten Applikationszeitraum mit Zweiwochenmischproben durchgeführt. Zum anderen werden neueste, spurenanalytische Nachweismethoden zum sensitiven und umfassenden Nachweis eingesetzt. Die verwendeten Analysenmethoden erlauben eine Quantifizierung im tiefen pg/L Konzentrationsbereich und ermöglichen damit auch die Erfassung von Wirkstoffen, die bereits in sehr tiefen Konzentrationen toxisch auf die Wasserorganismen wirken.

Die nachfolgende Tabelle fasst die Untersuchungsschwerpunkte aller bisher durchgeführten NAWA Spezialuntersuchungen im Bereich PSM und Bioziden zusammen. Die Studien wurden jeweils in enger Zusammenarbeit von Eawag, den Kantonen (vgl. Kantonale Gewässerschutzfachstellen), dem VSA, dem Ökotoxzentrum und dem BAFU durchgeführt und sind in Umfang und Tiefe bisher einzigartig. Die Bewertung der Messergebnisse wurde jeweils anhand der gültigen gesetzlichen Vorgaben und anhand ökotoxikologisch hergeleiteter Qualitätskriterien (QK) vorgenommen.

Messkampagnen und Hauptfokus

Publikationen

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         hans, M.; Holmes, B.
' (182 chars) title => protected'Pestizideinträge in Fliessgewässer. NAWA Spez 2023: Wirkstoffe, Ökotoxiko
         logisches Risiko, diffuse Eintragspfade vs. Einträge aus ARA
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         gungsanlage in ihren Einzugsgebieten wurden von März bis November 2023 auf
         Pestizide, mit Schwerpunkt auf Insektiziden, untersucht. Von 253 Substanzen
         wurden 135 nachgewiesen, wobei 23 – vor allem Insektizide – während meh
         rerer Wochen die ökotoxikologischen Qualitätskriterien überschritten. Die
          Einträge stammten sowohl diffus aus den Einzugsgebieten als auch punktuell
          aus den ARA.
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         Fliessgewässer eingrenzen
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         hen Qualitätskriterien auf, welches die relevanten Anwendungen und Eintrags
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          Heimtiere als wahrscheinlichste Quelle
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         reinigungsanlagen in die Fliessgewässer. Das zeigen Daten aus dem nationale
         n Fliessgewässermonitoring und aus einer Spezialmesskampagne der Eawag. Flo
         h- und Zeckenmittel für Katzen und Hunde sind die wahrscheinlichste Quelle
         für die Gewässerbelastung.
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Schorr, J.; Ganz, V.; Luong, K.; Ceppi, E.; Longree, P.; Beck, B.; Singer, H.; Barth, S.; Doppler, T.; Junghans, M.; Holmes, B. (2025) Pestizideinträge in Fliessgewässer. NAWA Spez 2023: Wirkstoffe, Ökotoxikologisches Risiko, diffuse Eintragspfade vs. Einträge aus ARA, Aqua & Gas, 105(10), 70-78, Institutional Repository
Barth, S.; Doppler, T. (2025) Ursachen der Pestizid-Verunreinigung. Mögliche Quellen und Eintragswege in Fliessgewässer eingrenzen, Aqua & Gas, 105(10), 80-88, Institutional Repository
Barth, S.; Doppler, T.; Ganz, V.; Luong, K.; Singer, H. (2025) Fipronil belastet die Fliessgewässer. Antiparasitäre Tierarzneimittel für Heimtiere als wahrscheinlichste Quelle, Aqua & Gas, 105(10), 90-95, Institutional Repository

NAWA SPEZ 2017: Kleine Fliessgewässer - chemische und ökotoxikologische Methoden

NAWA SPEZ 2017 legt den Fokus erneut auf die Pflanzenschutzmittel-Belastung in kleinen Fliessgewässern in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten. Zwei von fünf Gebieten werden nach 2015 erneut beprobt, was erstmals auch Vergleiche zwischen den Erhebungsjahren ermöglicht. Aufgrund der Erfahrungen in den beiden Vorgängerstudien wurde die Messdauer um zwei Monate ausgedehnt, sodass nun von Anfang März bis Ende Oktober gemessen wird. Es werden 3 ½-Tagesmischproben genommen und auf PSM untersucht. Der Schwerpunkt von NAWA SPEZ 2017 wird beim ergänzenden Einsatz chemischer und biologischer Methoden liegen.

Publikationen

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      authors => protected'Spycher, S.; Teichler, R.; Vonwyl, E.; Longrée, P.; Sta
         mm, C.; Singer, H.; Daouk, S.; Doppler, T.; Junghans,&nb
         sp;M.; Kunz, M.
' (172 chars) title => protected'Anhaltend hohe PSM-Belastung in Bächen. NAWA SPEZ 2017: kleine Gewässer in
          Gebieten mit intensiver Landwirtschaft verbreitet betroffen
' (136 chars) journal => protected'Aqua & Gas' (10 chars) year => protected2019 (integer) volume => protected99 (integer) issue => protected'4' (1 chars) startpage => protected'14' (2 chars) otherpage => protected'25' (2 chars) categories => protected'' (0 chars) description => protected'Die NAWA-SPEZ-Studie 2017 untersuchte fünf kleine Gewässer mit landwirtsch
         aftlich genutzten Einzugsgebieten auf die Belastung durch Pflanzenschutzmitt
         el (PSM). Von 217 untersuchten PSM-Wirkstoffen wurden 145 nachgewiesen. In j
         eder Probe wurden im Durchschnitt 34 Wirkstoffe gemessen. In allen fünf Gew
         ässern wurden chronische und akute ökotoxikologische Qualitätskriterien v
         on insgesamt 31 Wirkstoffen überschritten. Mit Überschreitungen um einen F
         aktor 9 bis 30 bestanden in allen untersuchten Bächen hohe Risiken für die
          Gewässerorganismen.
' (553 chars) serialnumber => protected'2235-5197' (9 chars) doi => protected'' (0 chars) uid => protected18630 (integer) _localizedUid => protected18630 (integer)modified _languageUid => protectedNULL _versionedUid => protected18630 (integer)modified pid => protected124 (integer)
1 => Snowflake\Publications\Domain\Model\Publicationprototypepersistent entity (uid=19545, pid=124) originalId => protected19545 (integer) authors => protected'Junghans, M.; Langer, M.; Baumgartner, C.; Vermeirssen, 
         E.; Werner, I.
' (95 chars) title => protected'Ökotoxikologische Untersuchungen: Risiko von PSM bestätigt. NAWA-SPEZ-Stud
         ie 2017 zeigt Beeinträchtigung von Gewässerorganismen
' (131 chars) journal => protected'Aqua & Gas' (10 chars) year => protected2019 (integer) volume => protected99 (integer) issue => protected'4' (1 chars) startpage => protected'26' (2 chars) otherpage => protected'34' (2 chars) categories => protected'' (0 chars) description => protected'Für fünf kleine Schweizer Fliessgewässer wurden anhand akuter und chronis
         cher Risikoquotienten die Risiken der Mischungen synthetisch-organischer Pfl
         anzenschutzmittel (PSM) bewertet, die durch chemische Analyse nachgewiesen w
         orden waren. An allen fünf Standorten wurde zeitweise ein hohes Risiko für
          Pflanzen, wirbellose Organismen und/oder Fische ermittelt. Das Mischungsris
         iko für Pflanzen konnte mit einem Biotest für den Grossteil der Proben bes
         tätigt werden. Auch die Untersuchung der Wirbellosengemeinschaft in den Bä
         chen zeigte eine Belastung durch PSM an.
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Spycher, S.; Teichler, R.; Vonwyl, E.; Longrée, P.; Stamm, C.; Singer, H.; Daouk, S.; Doppler, T.; Junghans, M.; Kunz, M. (2019) Anhaltend hohe PSM-Belastung in Bächen. NAWA SPEZ 2017: kleine Gewässer in Gebieten mit intensiver Landwirtschaft verbreitet betroffen, Aqua & Gas, 99(4), 14-25, Institutional Repository
Junghans, M.; Langer, M.; Baumgartner, C.; Vermeirssen, E.; Werner, I. (2019) Ökotoxikologische Untersuchungen: Risiko von PSM bestätigt. NAWA-SPEZ-Studie 2017 zeigt Beeinträchtigung von Gewässerorganismen, Aqua & Gas, 99(4), 26-34, Institutional Repository

NAWA SPEZ 2015: Kleine Fliessgewässer - Überblick zur Pestizidbelastung

Eine frühere Auswertung der bisher in der Schweiz erhobenen Daten zur Pestizidbelastung zeigte, dass nur 20% der Messwerte von kleinen Fliessgewässer stammen, obwohl diese 75% der Fliessstrecke des Schweizer Fliessgewässernetzes ausmachen (Munz et al. 2012). Zudem war die zeitliche Abdeckung der Messkampagnen häufig begrenzt oder beschränkte sich auf Stichproben. Ziel der zweiten NAWA SPEZ Studie war deshalb diese Lücke zu schliessen.

Fünf kleine Gewässer mit landwirtschaftlicher Nutzung wurden auf 213 PSM-Wirkstoffe gescreent. Es wurde mit einer variablen zeitlichen Auflösung gearbeitet, wobei bei Regenereignissen Halbtagesmischproben und in Trockenperioden längeren Mischproben (24-Stunden- bis maximal 24-Tage) untersucht wurden. Mit der verwendeten Analytik liessen sich 70 % der im Jahr 2015 zugelassenen PSM messen. Ergänzend wurden auch eine Reihe nicht mehr zugelassener PSM gemessen, die wegen deren langsamen Abbaubarkeit nach wie vor nachgewiesen werden.

Insgesamt wurden 128 PSM nachgewiesen. Chronische Qualitätskriterien wurden in allen Einzugsgebieten überschritten und in vier Einzugsgebieten wurden auch akute Qualitätskriterien überschritten. Der Vergleich mit NAWA SPEZ 2012 zeigte, dass die Schadstoffspitzen in kleinen Gewässern zwar von kürzer Dauer sind aber die Konzentrationen dafür höher sind. Die Überschreitungen akuter Qualitätskriterien sind zu einem relevanten Teil auf diesen Effekt zurückzuführen.

Die untersuchten Gebiete wiesen eine vergleichsweise intensive landwirtschaftliche Nutzung auf. Anhand von Abschätzungen liess sich zeigen, dass in weniger intensiv genutzten Gebieten die Belastung zwar tiefer sein dürfte, dass Effekte auf empfindliche Gewässerorganismen aber auch dort nicht ausgeschlossen werden können. Was die Empfehlungen für das Routinemonitoring betrifft, liess sich zeigen, dass es möglich ist, auch mit reduziertem Aufwand einen substantiellen Anteil der Belastung zu erfassen. So lassen sich mit den 41 PSM-Wirkstoffe, die im Beurteilungskonzept für diffuse Einträge vorgeschlagen wurden, 72% der chronischen und 87% der durch PSM verursachten akuten QK-Überschreitungen nachweisen. Wichtig ist, dass die Messungen eine ausreichende Zeitdauer abdecken, denn in gewissen Einzugsgebieten wurden auch am Ende der Messkampagne noch steigende Konzentrationen gemessen.

Publikationen

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      authors => protected'Spycher, S.; Mangold, S.; Doppler, T.; Junghans, M.; Wit
         tmer, I.; Stamm, C.; Singer, H.
' (122 chars) title => protected'Pesticide risks in small streams - how to get as close as possible to the st
         ress imposed on aquatic organisms
' (109 chars) journal => protected'Environmental Science and Technology' (36 chars) year => protected2018 (integer) volume => protected52 (integer) issue => protected'8' (1 chars) startpage => protected'4526' (4 chars) otherpage => protected'4535' (4 chars) categories => protected'' (0 chars) description => protected'The risks associated with pesticides in small streams remain poorly characte
         rized. The challenges reside in understanding the complexities of (1) the hi
         ghly dynamic concentration profiles of (2) several hundred active substances
          with (3) differing seasonality. The present study addressed these three cha
         llenges simultaneously. Five small streams in catchments under intensive agr
         icultural land use were sampled using half-day composite samples from March
         to August 2015. Of 213 active substances quantified using liquid chromatogra
         phy–high resolution mass spectrometry, a total of 128 was detected at leas
         t at one of the sites. Ecotoxicological acute and/or chronic quality criteri
         a were exceeded for a total of 32 different active substances. The evaluatio
         n of risks over time revealed the necessity to evaluate the sequences of dif
         ferent active substances that are imposed on aquatic organisms. In contrast,
          a substance-specific perspective provides only a very limited assessment. S
         cenarios for reduction of either temporal resolution, number of substances o
         r seasonal coverage were defined. It could be shown that risks can be undere
         stimated by more than a factor of 10 in vulnerable catchments and that an in
         creased temporal resolution is essential to cover acute risks but that a foc
         used selection of substances is a possibility to reduce expenditures.
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Spycher, S.; Mangold, S.; Doppler, T.; Junghans, M.; Wittmer, I.; Stamm, C.; Singer, H. (2018) Pesticide risks in small streams - how to get as close as possible to the stress imposed on aquatic organisms, Environmental Science and Technology, 52(8), 4526-4535, doi:10.1021/acs.est.8b00077, Institutional Repository
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         artner, C.; Vermeissen, E.; Werner, I.
' (129 chars) title => protected'Hohe ökotoxikologische Risiken in Bächen. NAWA SPEZ untersucht Bäche in G
         ebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung
' (127 chars) journal => protected'Aqua & Gas' (10 chars) year => protected2017 (integer) volume => protected97 (integer) issue => protected'4' (1 chars) startpage => protected'58' (2 chars) otherpage => protected'68' (2 chars) categories => protected'' (0 chars) description => protected'In der vorliegenden Studie wurde für fünf kleine Schweizer Fliessgewässer
          anhand akuter und chronischer Risikoquotienten eine Risikobewertung für ch
         emisch analysierte Pflanzenschutzmittelmischungen durchgeführt. An vier der
          fünf Standorte wurde ein zeitweise hohes Risiko der Mischung für Pflanzen
          oder wirbellose Organismen nachgewiesen. Biologische Untersuchungen unterst
         ützen diese Risikoeinschätzung.
' (413 chars) serialnumber => protected'2235-5197' (9 chars) doi => protected'' (0 chars) uid => protected14175 (integer) _localizedUid => protected14175 (integer)modified _languageUid => protectedNULL _versionedUid => protected14175 (integer)modified pid => protected124 (integer)
Langer, M.; Junghans, M.; Spycher, S.; Koster, M.; Baumgartner, C.; Vermeissen, E.; Werner, I. (2017) Hohe ökotoxikologische Risiken in Bächen. NAWA SPEZ untersucht Bäche in Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung, Aqua & Gas, 97(4), 58-68, Institutional Repository

NAWA SPEZ 2012: Mittelgrosse Fliessgewässer - Überblick zur Pestizidbelastung

Ziel der ersten NAWA SPEZ Studie war ein fundiertes Bild zu erhalten, welche Stoffe am meisten zur stofflichen Belastung beitragen. Fünf mittelgrosse Gewässer wurden mit Zweiwochenmischproben auf Biozide und PSM gescreent. Die umfassende Analytik ermöglichte es, 81% aller polaren organisch-synthetischen Biozide und 91% aller polaren organisch-synthetischen PSM zu messen.

Insgesamt wurden 104 Pestizide nachgewiesen. Bei 82 Wirkstoffen handelte es sich um reine PSM, bei 20 um doppelte zugelassene Wirkstoffe (sowohl PSM als auch Biozid) und bei 2 um reine Biozide. Chronische Qualitätskriterien waren in allen Einzugsgebieten überschritten. Die Ergebnisse der Studie unterstrichen die hohe Relevanz der PSM für die stoffliche Belastung von Oberflächengewässern. Die gewonnen Informationen waren zentral für das von der Eawag und dem Ökotoxzentrum entwickelte Beurteilungskonzept Mikroverunreinigungen in dem die für das Routinemonitoring prioritär zu untersuchenden Substanzen bestimmt wurden.

Publikationen

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   0 => Snowflake\Publications\Domain\Model\Publicationprototypepersistent entity (uid=7654, pid=124)
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      authors => protected'Moschet, C.; Wittmer, I.; Simovic, J.; Junghans, M.; Pia
         zzoli, A.; Singer, H.; Stamm, C.; Leu, C.; Hollender,&nb
         sp;J.
' (157 chars) title => protected'How a complete pesticide screening changes the assessment of surface water q
         uality
' (82 chars) journal => protected'Environmental Science and Technology' (36 chars) year => protected2014 (integer) volume => protected48 (integer) issue => protected'10' (2 chars) startpage => protected'5423' (4 chars) otherpage => protected'5432' (4 chars) categories => protected'' (0 chars) description => protected'A comprehensive assessment of pesticides in surface waters is challenging du
         e to the large number of potential contaminants. Most scientific studies and
          routine monitoring programs include only 15–40 pesticides, which leads to
          error-prone interpretations. In the present study, an extensive analytical
         screening was carried out using liquid chromatography–high-resolution mass
          spectrometry, covering 86% of all polar organic pesticides sold in Switzerl
         and and applied to agricultural or urban land (in total 249 compounds), plus
          134 transformation products; each of which could be quantified in the low n
         g/L range. Five medium-sized rivers, containing large areas of diverse crops
          and urban settlements within the respective catchments, were sampled betwee
         n March and July 2012. More than 100 parent compounds and 40 transformation
         products were detected in total, between 30 and 50 parent compounds in each
         two-week composite sample in concentrations up to 1500 ng/L. The sum of pest
         icide concentrations was above 1000 ng/L in 78% of samples. The chronic envi
         ronmental quality standard was exceeded for 19 single substances; using a mi
         xture toxicity approach, exceedances occurred over the whole measurement per
         iod in all rivers. With scenario calculations including only 30–40 frequen
         tly measured pesticides, the number of detected substances and the mixture t
         oxicity would be underestimated on average by a factor of 2. Thus, selecting
          a subset of substances to assess the surface water quality may be sufficien
         t, but a comprehensive screening yields substantially more confidence.
' (1590 chars) serialnumber => protected'0013-936X' (9 chars) doi => protected'10.1021/es500371t' (17 chars) uid => protected7654 (integer) _localizedUid => protected7654 (integer)modified _languageUid => protectedNULL _versionedUid => protected7654 (integer)modified pid => protected124 (integer)
1 => Snowflake\Publications\Domain\Model\Publicationprototypepersistent entity (uid=7767, pid=124) originalId => protected7767 (integer) authors => protected'Moschet, C.; Vermeirssen, E. L. M.; Seiz, R.; Pfeff
         erli, H.; Hollender, J.
' (109 chars) title => protected'Picogram per liter detections of pyrethroids and organophosphates in surface
          waters using passive sampling
' (106 chars) journal => protected'Water Research' (14 chars) year => protected2014 (integer) volume => protected66 (integer) issue => protected'' (0 chars) startpage => protected'411' (3 chars) otherpage => protected'422' (3 chars) categories => protected'insecticides; gas chromatography mass spectrometry; silicone rubber; analyti
         cs; surface water; monitoring
' (105 chars) description => protected'Pyrethroids and organophosphates are among the most toxic insecticides for a
         quatic organisms, leading to annual-average environmental quality standards
         (AA-EQS) in the picogram per liter range in surface waters. For monitoring p
         urposes, it is therefore crucial to develop very sensitive analytical method
         s. Until now, it is very difficult to reach detection limits at or below giv
         en AA-EQSs. Here, we present a passive sampling method using silicone rubber
          (SR) sheets for the sampling of ten pyrethroids and two organophosphates in
          surface waters. An analytical method was developed, optimized and validated
          for the extraction of the insecticides from the SR sheets by accelerated so
         lvent extraction followed by clean-up on C18 and silica gel and detection wi
         th GC–MS/MS in positive ionization mode. Good precision (<20%) and absolut
         e recovery (>50%) was observed for all substances, accuracy was between 66%
         and 139%. Limits of detection between 6 and 200 pg/L were achieved for all
         substances in surface waters using average sampling rates for PCBs and PAHs.
          The lack of substance-specific sampling rates and missing performance refer
         ence compounds led to an uncertainty in the concentration estimation of fact
         or three in both directions. In a large field study, comprising 40 environme
         ntal samples from nine Swiss rivers, eight out of 12 substances were detecte
         d (most frequently: chlorpyrifos, cypermethrin). Most of the estimated organ
         ophosphate concentrations were between 0.1 and 1 ng/L, most pyrethroid dete
         ctions below 0.1 ng/L. Four substances (chlorpyrifos-methyl, cypermethrin,
         deltamethrin and lambda-cyhalothrin) showed exceedances of their respective
         AA-EQS in multiple samples, also when the uncertainties in the concentration
          estimation were considered. As pyrethroid and organophosphate detection by
         SR passive sampling is very practicable and allows sensitive analysis, it ha
         s the potential to become a new tool in the monitoring of non-polar pesticid
         es.
' (1979 chars) serialnumber => protected'0043-1354' (9 chars) doi => protected'10.1016/j.watres.2014.08.032' (28 chars) uid => protected7767 (integer) _localizedUid => protected7767 (integer)modified _languageUid => protectedNULL _versionedUid => protected7767 (integer)modified pid => protected124 (integer)
2 => Snowflake\Publications\Domain\Model\Publicationprototypepersistent entity (uid=7592, pid=124) originalId => protected7592 (integer) authors => protected'Wittmer,&nbsp;I.; Moschet,&nbsp;C.; Simovic,&nbsp;J.; Singer,&nbsp;H.; Stamm
         ,&nbsp;C.; Hollender,&nbsp;J.; Junghans,&nbsp;M.; Leu,&nbsp;C.
' (138 chars) title => protected'Über 100 Pestizide in Fliessgewässern. Programm NAWA Spez zeigt die hohe P
         estizidbelastung der Schweizer Fliessgewässer auf
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         AFU und fünf Kantonen (AG, SO, TG, VD, ZH) auf möglichst alle polaren orga
         nisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und Biozide (ca. 300 Wirkstoffe) un
         tersucht. lnsgesamt konnten 104 verschiedene Pestizide, hauptsachlich Pflanz
         enschutzmittel, nachgewiesen werden. Die Konzentrationssumme war in 78% der
         Proben grosser als 1000 ng/l. Die numerische Anforderung der Gewässerschutz
         verordnung und ökotoxikologische Qualitatskriterien wurden von 31 bzw. 19 P
         estiziden überschritten.
' (557 chars) serialnumber => protected'2235-5197' (9 chars) doi => protected'' (0 chars) uid => protected7592 (integer) _localizedUid => protected7592 (integer)modified _languageUid => protectedNULL _versionedUid => protected7592 (integer)modified pid => protected124 (integer)
3 => Snowflake\Publications\Domain\Model\Publicationprototypepersistent entity (uid=14792, pid=124) originalId => protected14792 (integer) authors => protected'Wittmer,&nbsp;I.; Stamm,&nbsp;C.; Singer,&nbsp;H.; Junghans,&nbsp;M.' (68 chars) title => protected'Beurteilungskonzept für organische Spurenstoffe aus diffusen Einträgen. Mi
         kroverunreinigungen
' (95 chars) journal => protected'' (0 chars) year => protected2014 (integer) volume => protected0 (integer) issue => protected'' (0 chars) startpage => protected'105&nbsp;p' (10 chars) otherpage => protected'' (0 chars) categories => protected'' (0 chars) description => protected'Diffuse Einträge von Mikroverunreinigungen führen vor allem in kleinen, ab
         er auch in mittleren und zum Teil sogar in grossen Fliessgewässern zu Spitz
         enkonzentrationen, die teilweise massiv über den gesetzlichen Anforderungen
          und auch über ökotoxikologischen Qualitätskriterien liegen. Der hier vor
         liegende Bericht hat zum Ziel, praxistaugliche Empfehlungen für die Beurtei
         lung des Zustandes eines Fliessgewässers in Bezug auf die Belastung durch d
         iffuse Einträge von Mikroverunreinigungen zur Verfügung zu stellen. Der Be
         richt ist folgendermassen gegliedert:<br />1. Einleitung sowie Zielsetzung u
         nd rechtliche Grundlagen zur Beurteilung von diffusen Einträgen von Mikrove
         runreinigungen in Oberflächengewässern.<br />2. Hintergrundinformationen u
         nd bestehendes Fachwissen zu diffusen Einträgen von Mikroverunreinigungen.<
         br />3. Konzept zur Auswahl von Stoffen, sowie ein Vorschlag von 48 organisc
         hen, schweizspezifischen Mikroverunreinigungen aus diffusen Einträgen.<br /
         >4. Konzept zur Erhebung von diffusen Einträgen (Standortauswahl und Proben
         ahmekonzept).<br />5. Konzept zur Beurteilung der erhobenen Messresultate mi
         t ökotoxikologischen Qualitätskriterien. [...]
' (1188 chars) serialnumber => protected'' (0 chars) doi => protected'' (0 chars) uid => protected14792 (integer) _localizedUid => protected14792 (integer)modified _languageUid => protectedNULL _versionedUid => protected14792 (integer)modified pid => protected124 (integer)
Moschet, C.; Wittmer, I.; Simovic, J.; Junghans, M.; Piazzoli, A.; Singer, H.; Stamm, C.; Leu, C.; Hollender, J. (2014) How a complete pesticide screening changes the assessment of surface water quality, Environmental Science and Technology, 48(10), 5423-5432, doi:10.1021/es500371t, Institutional Repository
Moschet, C.; Vermeirssen, E. L. M.; Seiz, R.; Pfefferli, H.; Hollender, J. (2014) Picogram per liter detections of pyrethroids and organophosphates in surface waters using passive sampling, Water Research, 66, 411-422, doi:10.1016/j.watres.2014.08.032, Institutional Repository
Wittmer, I.; Moschet, C.; Simovic, J.; Singer, H.; Stamm, C.; Hollender, J.; Junghans, M.; Leu, C. (2014) Über 100 Pestizide in Fliessgewässern. Programm NAWA Spez zeigt die hohe Pestizidbelastung der Schweizer Fliessgewässer auf, Aqua & Gas, 94(3), 32-43, Institutional Repository
Wittmer, I.; Stamm, C.; Singer, H.; Junghans, M. (2014) Beurteilungskonzept für organische Spurenstoffe aus diffusen Einträgen. Mikroverunreinigungen, 105 p, Institutional Repository

Das Projektteam

Heinz Singer Senior Scientist / Gruppenleiter Tel. +41 58 765 5577 E-Mail senden
Birgit Beck Technikerin Tel. +41 58 765 5316 E-Mail senden
Kim Luong Wissenschaftliche Mitarbeiterin Tel. +41 58 765 5918 E-Mail senden
Dr. Tobias Doppler VSA-Plattform "Wasserqualität" Tel. +41 58 765 5407 E-Mail senden