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Gemeinsam für die Zukunft der NTS-Portale in Europa

26. Februar 2026 | Heinz Singer

Bei einem kürzlich stattgefundenen Workshop mit 40 Expertinnen und Experten, der gemeinsam von Anna-Lena Kronsbein, Jan Koschorreck vom deutschen Umweltbundesamt sowie von Teofana Chonova, Heinz Singer und Juliane Hollender von der Eawag organisiert wurde, wurden zwei Tage lang die Interoperabilität und die Zukunft von Non-Target Screening-Portalen für hoch auflösende Massenspektrometrie-Daten diskutiert.
 

Obwohl Non-target Screening (NTS) ein zentrales Instrument zur Expositionsbewertung ist, wurden die ersten NTS-Portale unabhängig voneinander und auf Basis unterschiedlicher Metadatenstandards entwickelt.

Am Workshop wurden folgende strategische Ziele für die Weiterentwicklung der NTS Portale erarbeitet:

  • Technische Harmonisierung: Verbesserung der Interoperabilität zwischen nationalen NTS-Plattformen.
  • Infrastrukturentwicklung: Unterstützung eines robusten, koordinierten europäischen NTS-Netzwerks.
  • Datenintegration: Verknüpfung von NTS-Ergebnissen mit bestehenden nationalen und EU-Monitoringdatenbanken.
  • Regulatorische Abstimmung: Überbrückung der Lücke zwischen Forschungsgemeinschaften und Entscheidungsträgern im Chemikalienmanagement.

Der weitere Weg umfasst die Einrichtung spezialisierter Arbeitsgruppen zur Entwicklung regulatorischer Anwendungsfälle sowie transparenter Qualitätskontrollprotokolle. Ziel ist es, von isolierten Datensilos zu einem umfassenden Monitoringrahmen überzugehen, der den gesamten Wasserkreislauf abdeckt.