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Faktenblatt Wärmenutzung aus Seen und Flüssen

Die Nutzung von See- und Flusswasser zur Gewinnung von Wärme und Kälte nimmt laufend zu. Das Potential ist riesig. Trotzdem müssen negative Auswirkungen auf die Ökosysteme der Gewässer vermieden werden. Ein Faktenblatt der Eawag listet die Eckpunkte dazu auf.

Soeben hat die Bevölkerung Genfs mit fast 80% Ja-Stimmen den Ausbau des Wärmenetzes befürwortet. Zentral ist dabei die Nutzung des Genfersees als Wärmespeicher. Auch am Vierwaldstätter-, Bieler-, Zürich- und Bodensee bestehen Ausbauprojekte oder sind bereits grössere Anlagen in Betrieb. Die Wärmenutzung von Oberflächengewässern gewinnt an Bedeutung, nicht zuletzt im Rahmen der neuen Energiestrategie des Bundes. Sie umfasst den Wärmeentzug für Heizzwecke, aber auch Wärmeeinleitungen für Kühlnutzungen. Es stellt sich dabei die Frage der ökologischen Auswirkungen auf die genutzten Seen und Fliessgewässer. Im Rahmen eines angewandten Projekts hat die Eawag dazu Grundlagen erarbeitet. Eine neues Faktenblatt fasst die Kernpunkte, die es zu berücksichtigen gilt, kompakt zusammen.
 


Video von SRF zur Seewärmenutzung in Genf (aus Schweiz aktuell vom 19. Januar 2022).

Das Projekt Thermdis wurde vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) unterstützt.

Titelbild: Seen speichern grosse Mengen an Wärme. (Foto: Eawag)

Erstellt von Andri Bryner