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Erfolgreiche Konferenz zu Mikroverunreinigungen

2. Juli 2013,

Am 20. Juni 2013 ist die Konferenz Micropol & Ecohazard 2013 zu Ende gegangen. Mehr als 350 Teilnehmende aus rund 40 Ländern haben sich auf Einladung des Organisationskomitee der Eawag unter Leitung von Prof. Hansruedi Siegrist in Zürich zusammen gefunden, um sich über neuste Entwicklungen im Bereich der Analyse, dem Verhalten und der Elimination von Mikroverunreinigungen im urbanen Wasserkreislauf zu informieren. Ein dichtes Programm von Vorträgen und Poster Sessions wurde angeboten. Besondere Aufmerksamkeit erhielten dabei die jungen Forschenden, die ihre wissenschaftlichen Ergbenisse zum Teil zum ersten Mal an einer Fachkonferenz präsentierten. 

Junge Wasserfachleute ausgezeichnet

Die besten wissenschaftlichen Poster wurden mit einem Preis ausgezeichnet und gingen an Fabio Polesel (DTU Dänemark) für sein Poster zum Thma „Activity-based fate modelling for risk assessment of three ionizable organic compounds (triclosan, furosemide, ciprofloxacin)”. Ausserdem wurde Anja Henneberg (Uni Tübingen, Deutschland) für Ihr Poster zum Thema „Activated charcoal filtration and ozonation for an improved surface water quality: investigation of native fish” ausgezeichnet. Und an die Eawag-Doktorandin Jennifer Schollee ging ein Poster Award für ihr Poster mit dem Titel “Nontarget screening of transformation products formed in biological wastewater treatment using multivariate analysis”.

Amadine Michel (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) in Karlsruhe und TU Dresden, Deutschland) erhielt überdies den Preis für den besten Vortrag eines „Young Water Professionals“. In ihrer Präsentation stellte Michel eine neue Methode zum Nachweis von Trisiloxan-Tensiden in Oberflächengewässern vor. Diese Tenside werden heute erfolgreich in vielen Bereichen der Industrie und der Landwirtschaft aber auch im Haushalt eingesetzt: von Pestiziden, Polyurethanschaum-Produktion über Kosmetika bis zu Autopflegemitteln finden sie intensive Verwendung und gelangen so auch in Flüsse und Seen. Mit der von Michel entwickelten Methode gelang erstmalig der Nachweis dieser Stoffe in einem Oberflächengewässer. Die Methode basiert auf Flüssig-Flüssig-Extraktion mit anschliessender Bestimmung mit Hilfe von HPLC-MS/MS. Die Bestimmungsgrenze liegt im Bereich von wenigen Nanogramm pro Liter (ng/L). Die Trisiloxan-Tenside konnte Amadine Michel im Fluss Neckar mit einer Konzentrationen von ca. 50 ng/L nachweisen.

Erstellt von Andri Bryner