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Künstlerische Darstellung des Endosymbionten ‚Candidatus Azoamicus ciliaticola‘ und seines Wirts, dem Wimperntierchen. (©Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, S. Ahmerkamp)

Neue Form der Symbiose entdeckt

3. März 2021,

In einem einzelligen Wimpertierchen aus dem Zugersee wurde ein Bakterium gefunden, dessen Aufgabe es ist, für das Wimpertierchen zu atmen und es mit Energie zu versorgen. Wobei dieser so genannte Endosymbiont nicht Sauerstoff nutzt, sondern Nitrat.

Sie werden auch Kraftwerke der Zellen genannt: Die Mitochondrien. Sie kommen in fast allen Zellen mit einem Zellkern vor und versorgen sie mit Energie. Bisher war man davon ausgegangen, dass nur Mitochondrien die Aufgabe des Energielieferanten übernehmen können. Forschende des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie, des Max-Planck-Genom Zentrums und des Wasserforschungsinstituts Eawag haben nun herausgefunden, dass das so nicht stimmt. Ihre Ergebnisse werfen ein völlig neues Licht auf die Energieversorgung von Zellen in sauerstofffreier Umgebung und wurden jetzt in dem renommierten wissenschaftlichen Fachmagazin Nature veröffentlicht.

Weitere Informationen zur Neuentdeckung auf der Webseite des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie: Neue Form der Symbiose entdeckt

Originalpublikation

Jon S. Graf, Sina Schorn, Katharina Kitzinger, Soeren Ahmerkamp, Christian Woehle, Bruno Huettel, Carsten J. Schubert, Marcel M. M. Kuypers, Jana Milucka: Anaerobic endosymbiont generates energy for ciliate host by denitrification. Nature, 2021
https://doi.org/10.1038/s41586-021-03297-6

Beteiligte Institutionen

  • Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen, Deutschland
  • Max-Planck-Genom Zentrum Köln, Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, Köln, Deutschland
  • Eawag Wasserforschungsinstitut, Kastanienbaum, Schweiz
Erstellt von Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie, Bremen