Abteilung Aquatische Ökologie

Die Land-Wasser-Landschaft: Kapazitätsaufbau an der Schnittstelle
aquatischer und terrestrischer Ökosysteme

Dieses Projekt ist ein Beitrag zur Blue Green Biodiversity Research Initiative - einer Eawag-WSL-Kooperation, die sich mit Biodiversität an der Schnittstelle von aquatischen und terrestrischen Ökosystemen beschäftigt.

Aquatische und terrestrische Ökosysteme werden meist isoliert erforscht, obwohl sie eng miteinander verbunden sind, z.B. durch den Austausch von Arten, den Fluss von Ressourcen sowie durch kaskadierende Umweltveränderungen. Diese disziplinäre Trennung zeigt sich in der wissenschaftlichen Literatur, bei Forschungsprojekten und in akademischen Institutionen, aber auch auf der Ebene von Interessenvertretern und Umweltmanagern, die oft die Relevanz von ökosystemübergreifenden Dynamiken im Hinblick auf Management und rechtliche Implikationen vernachlässigen. Diese Kluft wird durch die Art und Weise, wie die nächste Generation von Wissenschaftlern und Stakeholdern ausgebildet wird, oft noch verstärkt.

Dieses Projek zielent darauf ab, Wissens- und Kapazitätslücken in Bezug auf blau-grüne Ökosysteme zu schließen, indem wir umsetzbares Trainings-/Lehrmaterial entwickeln. Wir werden ein Buch verfassen, das sich an die Studierende, Interessenvertreter und die interessierte Öffentlichkeit richtet, in dem wir das Konzept der Land-Wasser-Landschaft entwickeln und illustrieren. Anhand konkreter Fälle wie Auen, See-Moor-Grenzflächen oder Quellen wird das Konzept der Land-Wasser-Landschaft vorgestellt. Wir werden aufzeigen, wie dies ein Verständnis der jeweiligen Flora und Fauna sowie der geologischen, abiotischen und anthropogenen Treiber der aquatischen und terrestrischen Komponenten erfordert. Die Kernstruktur des Buches werden wissenschaftlich inspirierte Exkursionen in ausgewählten Land-Wasser-Landschaften sein, in denen die Relevanz der gegenseitigen Abhängigkeiten auf Zustände und Prozesse beschrieben wird. Die Exkursionen werden direkt umsetzbar sein und dazu beitragen, dass Studenten, Wissenschaftler und die nächste Generation von Interessenvertretern diese Ökosysteme besser verstehen.