Abteilung Umweltsozialwissenschaften

Überwindung institutioneller Barrieren für netzunabhängige städtische Wassersysteme (BARRIERS)

Barriere vor Wand (Samuel Zeller, unsplash)
Photo: Samuel Zeller, Unsplash

Der Klimawandel und die rasante Urbanisierung erfordern eine radikale Neugestaltung der Art und Weise, wie Wasser aufbereitet und wiederverwendet wird. Städte stehen unter besonderem Druck, flexiblere, widerstandsfähigere und modularere Wassermanagementsysteme zu entwickeln. Trotz vieler vielversprechender Experimente mit alternativen Systemen, stehen sie auch vor großen Herausforderungen. Insbesondere Barrieren auf institutioneller Ebene wie bestehende Gesetze, Technologiestandards oder Benutzerroutinen behindern die schnelle Verbreitung neuer - und potenziell nachhaltigerer - UWM-Lösungen. Das vorliegende Projekt zielt darauf ab, unser Verständnis für diese Barrieren zu verbessern und neue Strategien zu deren Überwindung zu entwickeln, basierend auf den Erfahrungen aus "Leuchtturmstädten" in Industrie- und Schwellenländern. Durch Fallstudien mit gemischten Methoden in San Francisco, Paris und Durban und eine strukturierte Neuinterpretation bestehender Erkenntnisse aus Peking und Bangalore werden die wichtigsten institutionellen Barrieren und Treiber rekonstruiert, die die Akzeptanz von nicht-netzbasierten UWM-Lösungen beeinflussen. Es wird Wasserexperten eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung stellen, um die Legitimität netzunabhängiger städtischer Wasserbewirtschaftungsoptionen zu erhöhen und generische Szenarien zu skizzieren, durch die WINGS-Lösungen in Städten sowohl in Industrie- als auch in Schwellenländern verbreitet werden könnten.