Abteilung Umwelttoxikologie
Ksenia Groh erhält Festanstellung als Gruppenleiterin Bioanalytik
6. Februar 2026 |
Ksenia Groh’s Gruppe arbeitet daran, den Einsatz von Omics-Technologien in der Ökotoxikologie voranzubringen, fokussiert auf die Proteomik und deren Anwendung zur Aufklärung molekularer Wirkmechanismen von Toxizität, zur Verbesserung bestehender Testansätze sowie zur Entwicklung neuer Verfahren.
Der zweite Forschungsbereich befasst sich mit der Bewertung von Kunststoffchemikalien, Polymeren und Materialien. Dazu werden sowohl Daten-Recherchen zur Ermittlung der chemischen Identität, Verwendung und Gefahrenprofile als auch Laborstudien durchgeführt, um Effekt-basierte Strategien zur Bewertung der Sicherheit komplexer Materialien und zur Steuerung der SSbD-Materialinnovation in frühen Entwicklungsstadien zu implementieren.
Neben der empirischen Forschung engagieren sich Ksenia Groh und ihre Gruppe stark für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis und für die Mitgestaltung des wissenschaftspolitischen Dialogs im Bereich Chemikalien. Ksenia versteht dies als einen wesentlichen Teil ihrer beruflichen Mission als unabhängige Forscherin in den Umweltwissenschaften und sieht darin eine gesellschaftliche Verantwortung, den Umweltschutz gegenüber chemischen Risiken zu stärken. Insbesondere verfolgt sie das Ziel, eine schnellere Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Entscheidungsprozessen zum Chemikalienmanagement und Biodiversitätsschutz zu ermöglichen. Dafür leitet sie Initiativen zur Wissenssynthese oder wirkt an solchen mit und arbeitet mit relevanten Interessengruppen und Praxisgemeinschaften zusammen.
Die Forschungsaktivitäten der Bioanalytik-Gruppe sind in mehrere strategische Schwerpunkte der Eawag und dem ETH-Bereich eingebettet. Sie adressieren das komplexe Zusammenspiel zwischen Klimawandel, Biodiversitätsverlust und chemischer Verschmutzung und treiben zugleich Innovationen für sicherere Materialien gezielt voran, um den effizienten Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen. Die Stärkung der Stakeholder-Interaktion sowie die Intensivierung des Austauschs zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis sind ebenfalls Teil der Mission und Entwicklungsstrategie der Eawag für die kommenden Jahre.
Ksenia schätzt sich sehr glücklich, Teil der inspirierenden und unterstützenden, zugleich aber auch herausfordernden und anspruchsvollen Gemeinschaft bei Utox, Eawag und ETH Zürich zu sein. Sie ist zudem allen Kollegen, Mitarbeitenden, Mentoren und Freunden zutiefst dankbar, die sie auf ihrem Weg begleitet, unterstützt und an sie geglaubt haben. Vielen Dank an alle - ich freue mich darauf, die gemeinsame Reise des Lernens und Entdeckens fortzusetzen!