Wiederverwendung von Grauwasser an der Eawag

Auf der ganzen Welt stehen Menschen vor Herausforderungen bei der Wasserversorgung. Die Ursachen liegen in der steigenden Nachfrage, Dürren, der Erschöpfung oder zunehmenden Verschmutzung des Grundwassers, der Abhängigkeit von einzelnen Versorgungsquellen und der Alterung der Infrastruktur. In vielen Regionen könnte aufbereitetes Wasser als alternative Wasserquelle verwendet werden, da es zuverlässige Wassermengen liefert und gleichzeitig die Süsswasserressourcen entlastet.

Grauwasser stammt aus Duschen, Bädern, Handwäsche, Waschmaschinen oder Geschirrspülern. Es ist der Abwasserstrom mit dem grössten Wasservolumen und der niedrigsten Schadstoffkonzentration. Dies macht Grauwasser zu einer besonders interessanten Quelle von aufbereitetem Wasser für unterschiedliche Anwendungen. Aufbereitetes Grauwasser kann beispielsweise zur Bewässerung oder für die Toilettenspülung wiederverwendet werden. Fortschrittliche Behandlungsverfahren ermöglichen auch die Wiederverwendung von Grauwasser für höherwertige Anwendungen wie Duschen oder Händewaschen, und sogar die Wiederverwendung als Trinkwasser.

An der Eawag wird in mehreren Projekten an der Wiederverwendung von Grauwasser geforscht. Forschungsschwerpunkte sind beispielsweise die Entwicklung von Grauwasseraufbereitungstechnologien für hochwertige Anwendungen wie das Duschen, oder die Online-Überwachung der chemischen und mikrobiellen Qualität von aufbereitetem Grauwasser.

Dokumentationen

Projekte

Nachhaltiges urbanes Wasser- und Abwassermanagement angewandt und umgesetzt im modularen NEST-Gebäude.
In Autarky entwickeln wir kleine Anlagen für die getrennte Behandlung von Urin, Abwasser und Fäkalien direkt in der Toilette.
GDM ist eine einfache, wartungsfreie Technologie für die Trinkwasserversorgung ohne Elektrizität und Chemie.
Mikrobielle Stabilität in rückgewonnenem und behandeltem Grauwasser