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Öffentliche Toilette in Kampala, Uganda (Foto: Linda Strande)

Welttoilettentag 2020

Am Wasserforschungsinstitut Eawag forschen zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler rund um die Toilette. In kurzen Videos erklären sieben von ihnen, was sie daran fasziniert und worum sich ihre Forschung genau dreht.

In der Schweiz ist der Gang zur Toilette etwas Alltägliches. Nicht so in anderen Ländern. Über zwei Milliarden Menschen haben auch heute noch keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Die Gründe sind vielfältig: fehlende finanzielle oder personelle Ressourcen, schlechte Planung, Wassermangel oder soziokulturelle Normen. Die Eawag forscht deswegen an neuen Planungsmethoden und Konzepten, um diese Herausforderung nachhaltig und gerecht zu lösen.

Moderne Toiletten eröffnen aber auch neue Möglichkeiten, um Nährstoffe, Wasser und Energie aus dem Abwasser zurückzugewinnen. Die Eawag entwickelt daher Systeme und Technologien für Toiletten, um wertvolle Ressourcen wiederverwerten zu können.

Zum Welttoilettentag am 19. November haben wir Forscherinnen und Forscher der Eawag gefragt, was sie an der Toilette, ihrer Nutzung und Weiterentwicklung interessiert und woran sie gerade forschen.
 

Dr Linda Strande
Gruppenleiterin, MEWS: Management of Excreta, Wastewater, and Sludge

«Die Toiletten von etwa einem Drittel der Weltbevölkerung sind nicht an eine Kanalisation angeschlossen. Wir sprechen hier von Toiletten für 2,8 Milliarden Menschen!»

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
MEWS: Management of Excreta, Wastewater and Sludge

Nienke Andriessen
Projektmanagerin, MEWS: Management of Excreta, Wastewater, and Sludge

«Meine ideale Welt der Zukunft ist eine, in der die Toiletten sauber sind, jeder Zugang zu einer hat und die menschlichen Abfälle hygienisch und nachhaltig entsorgt werden.»

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
MEWS: Management of Excreta, Wastewater and Sludge

Abishek S Narayan
Doktorand in Gesamtstädtische inklusive Siedlungshygiene

«Meine Forschung befasst sich mit dem Paradigmenwechsel hin zu Citywide Inclusive Sanitation.»

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
Citywide Inclusive Sanitation

George Wainaina
Doktorand, Abteilung Umweltsozialwissenschaften

«Sanitäre Massnahmen in informellen Siedlungen einzuführen, ist sehr schwierig. Deshalb untersuche ich die komplexe Natur solcher Projekte.»

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
Sanitation upgrading strategies for informal settlements (SUSIS)

Prof. Kai M. Udert
Gruppenleiter Trennung an der Quelle und Dezentralisierung

«Die getrennte Behandlung von Urin, Kot und Spülwasser bietet sehr gute Lösungen.»  

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
Separierung und Aufbereitung von Urin

Carina Doll
Projektkoordinatorin Water Hub, NEST

«Wenn wir auf’s WC gehen, sind wir uns oft nicht bewusst, dass unser Urin sehr wertvolle Nährstoffe enthält und dass wir sie einfach das WC runterspülen.»

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
Water Hub im NEST

Nathalie Hubaux
Projektkoordinatorin, ressourcenorientierte sanitäre Technologien

«Im Abwasser von Toiletten gibt es viele Ressourcen, die nur darauf warten, wiedergewonnen zu werden, wie Wasser, Energie und Nährstoffe.»

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
Water Hub im NEST

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Erstellt von Bärbel Zierl