FLUX – Eawag Neubau für Forschung und Lehre

Illustration des neuen FLUX-Gebäudes: Die mit Aluminium versetzte Aussenfassade soll optisch an Wassertropfen erinnern.

Im März 2019 fiel der Startschuss und nach rund fünf Jahren Planungs- und Vorbereitungszeit konnte mit dem Bau des neuen Eawag Gebäudes begonnen werden.

Nach rund fünf Jahren Planungs- und Vorbereitungszeit konnte im ersten Quartal 2019 mit dem fachgerechten Rückbau des Pavillons sowie den ersten Aushub-Arbeiten begonnen werden. Die Rohbau-Arbeiten starten voraussichtlich ab Anfang Juli, bezugsbereit soll das FLUX dann Ende des Jahres 2020 sein.

Warum die Eawag ein neues Gebäude braucht

Wo heute das FLUX entsteht, befand sich bis zum Jahresstart 2019 noch ein Unterrichtspavillon für ETH-Studierende. Doch der ursprünglich als Provisorium geplante Bau war nach fast 30 Jahren Betriebszeit am Ende seiner Lebensdauer angekommen und entsprach weder aktuellen Energie- und Umweltauflagen, noch erfüllte er die heutigen Anforderungen an ein modernes und sicheres Lehr- und Forschungsgebäude.

Ein nicht mehr zeitgemässes Provisorium auf der einen und wachsender Flächenbedarf auf der anderen Seite: Beschäftigte die Eawag im Jahr 2007 noch 439 Personen, waren es 2018 insgesamt 492 - gut vier Fünftel der Eawag-Mitarbeitenden sind am Standort Dübendorf tätig. Zudem ist in Dübendorf für die vier Forschungsinstitute des ETH Bereichs eine Bibliothek entstanden und 2008 wurde das Oekotoxzentrum mit Hauptsitz an der Eawag gegründet. Sie arbeitet vermehrt mit Fachhochschulen und Universitäten zusammen und bietet Arbeitsplätze für Doktoranden. Hinzu kommen Auszubildende, Lernende und Praktikantinnen und Praktikanten der ETH Zürich. Ausserdem sind zahlreiche akademische Gäste am Standort tätig, die oft mehrere Monate an der Eawag arbeiten und zu Wissenstransfer und einem verbesserten Netzwerk in Forschung, Lehre und Beratung beitragen. «All das erfordert einen Ausbau und eine Erneuerung der bestehenden Infrastruktur sowie zusätzliche Labore und Büroräume für Forscher, Dozenten und Lernende sowie für unsere Kurse», unterstreicht Rik Eggen, stellvertretender Direktor der Eawag, die Notwendigkeit des Neubaus.

Sechs Geschosse, 40 Räume und eine ganze Menge Technik

Den Projektzuschlag für das neue Gebäude erhielt der Gesamtleistungsanbieter Halter AG und das Architekturbüro Fugazza Steinmann & Partner. Sie konnten sich gegen zwölf Mitbewerber durchsetzen. Das von ihnen konzipierte Gebäude umfasst nebst dem Untergeschoss fünf oberirdische Geschosse auf einer Grundfläche von rund 30 mal 31 Metern. Entsprechend der Vorbildfunktion des Bundes werden neueste Technologien und Konzepte des nachhaltigen Bauens angewendet. So kommt unter anderem eine innovative Laborlüftung zum Einsatz, die mit dezentralen Kombi-Umluftgeräten markante Energieeinsparungen erzielt. Das Gebäude wird zudem nach MINERGIE-ECO® zertifiziert.

Das neue multifunktionale Gebäude bietet in insgesamt 40 Räumen unter anderem Platz für Lehre, Ausbildungslabors und Weiterbildungskurse. Ebenfalls sollen gemeinsame Speziallabors für die verfahrenstechnische Abteilung und die Abteilung Siedlungshygiene und Wasser für die Entwicklung eingerichtet werden. Im Neubau wird dann auch das Oekotoxzentrum platziert. Durch das so genannte «Synthesis Center» (SETS, für: «Socio Environmental Technological Systems»), soll der Wissenstransfer an und aus der Eawag zusätzlich verstärkt werden. Dort arbeiten Forschende und Gäste an den Schnittstellen von Wissenschaft, Politik und Praxis. Ausserdem wird sich im FLUX ein Foto- und Videostudio befinden, das Aufnahmen für eLearning-Videos wie MOOCs, Projektvideos, Clips für Social Media oder Interviews ermöglicht. Eine überdachte Passerelle wird das FLUX zudem im Erdgeschoss mit dem BU verbinden und den einfachen Austausch zwischen den Mitarbeitenden beider Gebäude ermöglichen.

Webcam: Baufortschritt

Das FLUX auf einen Blick

Räume für die tertiäre Lehre: Vorlesungen, Praktika und Feldkurse
Räumlichkeiten für Praxisorientierte Eawag-Kurse PEAK
Ausbildungslabors für die Berufsbildung in Chemie und Biologie
Ausbildungs- und Analytiklabor (AuA)
Gemeinsame Speziallabors für die Abteilungen ENG und SANDEC
Labore und Büros des OekotoxzentrumsSynthesis Center
Foto- und Video-Studio

Meilensteine

2015

Ausschreibung

2016

Präqualifikation Gesamtleister

2016 - 2017

Gesamtleistungsbeschaffung Phasen 1 + 2

2018

Baugenehmigung und Ausführungsplanung

2019

Rückbau Pavillon, Aushub, Start Rohbau

2020

Ausbau und Inbetriebnahme

Bilder

Das FLUX bietet neben Büro- und Ausbildungsflächen auch moderne Labore
Das FLUX bietet neben Büro- und Ausbildungsflächen auch moderne Labore
Durch das so genannte «Synthesis Center» (SETS) soll der Wissenstransfer an und aus der Eawag zusätzlich verstärkt werden
Durch das so genannte «Synthesis Center» (SETS) soll der Wissenstransfer an und aus der Eawag zusätzlich verstärkt werden
Geplante Belegung im FLUX
Geplante Belegung im FLUX
Grundriss Flux Erdgeschoss
Grundriss Flux Erdgeschoss

Illustrationen/Plaene: fsp Architekten AG