Nachhaltigkeit

Die Eawag richtet ihre Forschungsaktivitäten auf das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung aus und setzt sich für einen sozial, ökonomisch und ökologisch verantwortungsbewussten Umgang mit der Ressource Wasser und den aquatischen Lebensräumen ein.
Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG)
Die Ziele für nachhaltige Entwicklung sind das Herzstück der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. 193 Länder, darunter auch die Schweiz, haben die Agenda im Jahr 2015 verabschiedet. Die 17 Ziele sollen weltweit die nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ebene voranbringen, die Würde des Menschen in den Mittelpunkt stellen, den Planeten schützen sowie Frieden und Wohlstand für alle fördern. Die Forschung der Eawag ermöglicht Fortschritte bei der Erreichung der 17 Ziele. Unsere Arbeit unterstützt natürlich allen voran das Ziel 6: Sauberes Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen. Viele Forschungsprojekte tragen aber auch zu den anderen Zielen bei.
Umwelt und Energie
Dem betrieblichen Umweltschutz wird an der Eawag grosses Gewicht beigemessen. Das Umwelt-Team steht dafür ein, dass Energie, Verbrauchsmaterial sowie weitere Ressourcen geschont werden. Es unterstützt und motiviert auf allen Stufen, damit umweltgerechtes Verhalten an der Eawag eine Selbstverständlichkeit ist. Das Umwelt-Team setzt sich ein für die effiziente Umsetzung der Energiezielsetzung der Eawag: CO2-neutrale Deckung des Mobilitätsbedarfs und sukzessive Deckung des gesamten Strom- und Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien; ab 2010 für Strom vollständig. Weitere Massnahmen wie die naturnahe Umgebungsgestaltung, das Personalrestaurant mit Bioprodukten, Anreizsysteme für die Benutzung des öffentlichen Verkehrs und des Fahrrades oder Kompensationsabgaben für unvermeidliche Flugreisen gehen alle auf Initiativen des Umwelt-Teams zurück.
Nachhaltiger Campus
Der Bau des Eawag-Hauptgebäudes – dem Forum Chriesbach – hat im Jahr 2006 neue Massstäbe im Bereich des nachhaltigen Bauens gesetzt. Im Jahr 2014 folgten das Gebäude «Aquatikum», in dem Projekte in den Bereichen Trinkwasser und aquatische Ökologie umgesetzt werden, und das «NEST», ein modulares Forschungs- und Innovationsgebäude der Empa und der Eawag. Im Jahr 2019 hat die Eawag das FLUX eröffnet, ein multifunktionales Gebäude mit Räumen für die Lehre, Ausbildungslabors und Weiterbildungskurse.
Revitalisierung Chriesbach
Im letzten Jahrhundert stark verbaut, findet der Chriesbach in Dübendorf zur Zeit in seinem untersten Abschnitt bis zur Mündung in die Glatt zu einer naturnahen Form zurück. Von der Revitalisierung profitieren nicht nur Tieren und Pflanzen, sondern auch Erholungssuchende. Die Eawag nutzt das Aufwertungsprojekt, um ihren «Hausbach» verstärkt in Ausbildung und Forschung zu integrieren. Die Leitung des Projekts liegt beim Kanton Zürich (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft – AWEL). Die Eawag, die Stadt Dübendorf, der Bund und der naturemade star-Fonds von ewz unterstützen es mit namhaften Beiträgen.
Titelbild: Eawag, Andri Bryner