Abteilung Fischökologie & Evolution

News

Grafik: Shutterstock
15. Juli 2021 –

Open Science ist eine wichtige Entwicklung in der Wissenschaft – der offene Zugang zu den Resultaten der Forschung. Die Eawag unterstützt diese und stellt einen wachsenden Teil ihrer Forschungsdaten inklusive Beschreibungen,...

Open Science ist eine wichtige Entwicklung in der Wissenschaft – der offene Zugang zu den Resultaten der Forschung. Die Eawag unterstützt diese und stellt einen wachsenden Teil ihrer Forschungsdaten inklusive Beschreibungen, Bilder und sogar Software auf der Eawag-Plattform ERIC oder in Spezialfällen auf disziplinspezifischen, internationalen Datenbanken öffentlich und gebührenfrei zur Verfügung. ERIC ergänzt die bereits seit längerem existierende Plattform DORA für wissenschaftliche Publikationen.

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Morphologische und ökologische Vielfalt der Nipharguss-Arten (Abbildung: Spela Borko)
21. Juni 2021 –

Adaptive Radiationen sind Ausbrüche der evolutionären Artenvielfalt, die zu einem Großteil der Artenvielfalt auf der Erde beigetragen haben. Eine Ausnahme ist das moderne Europa, wo die Nachkommen der alten adaptiven Radiationen...

Adaptive Radiationen sind Ausbrüche der evolutionären Artenvielfalt, die zu einem Großteil der Artenvielfalt auf der Erde beigetragen haben. Eine Ausnahme ist das moderne Europa, wo die Nachkommen der alten adaptiven Radiationen ausgestorben sind und die noch existierenden adaptiven Radiationen klein, jung und eng begrenzt sind.

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Verschiedene Schwertträgerarten, darunter Xiphophorus birchmanni (links) und X. malinche (oben), können sich miteinander kreuzen und hybride Nachkommen bilden (unten). DAN POWELL
6. Mai 2021 –

Die Wissenschaftsjournalistin Ashley Yeager hat in der Zeitschrift “The Scientist” einen schönen Artikel über den Paradigmenwechsel in unserem Verständnis über die Rolle, die zwischenartliche Hybridisation in der Evolution von...

Die Wissenschaftsjournalistin Ashley Yeager hat in der Zeitschrift “The Scientist” einen schönen Artikel über den Paradigmenwechsel in unserem Verständnis über die Rolle, die zwischenartliche Hybridisation in der Evolution von Biodiversität spielt, geschrieben. Darin beschreibt sie unter anderem auch die Arbeit von Ole Seehausen im Zusammenhang mit Hybridisation in Viktoriasee-Buntbarschen.

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Janet Hering, Direktorin der Eawag (Foto: Eawag)
22. März 2021 –

Der heutige Weltwassertag steht unter dem Motto «Wert des Wassers – Was bedeutet Wasser für Sie?». Damit wollen die Vereinten Nationen das Bewusstsein für Wasser als lebenswichtige Ressource schärfen und die Menschen dazu...

Der heutige Weltwassertag steht unter dem Motto «Wert des Wassers – Was bedeutet Wasser für Sie?». Damit wollen die Vereinten Nationen das Bewusstsein für Wasser als lebenswichtige Ressource schärfen und die Menschen dazu aufrufen, sich Gedanken über den Wert des Wassers zu machen. In einem Interview erklärt die Eawag-Direktorin Janet Hering, welche Bedeutung Wasser für das Wasserforschungsinstitut Eawag und auch für sie persönlich hat.  

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Vielfalt und Herkunft der Stichlinge im Bodensee (Eawag)
2. März 2021 –

Stichlinge besetzen im Bodensee immer neue Lebensräume, in den letzten Jahren sogar das offene Wasser und die Tiefe des Sees. Eine Übersichtsstudie des Wasserforschungsinstituts Eawag im Rahmen des Projektes «Seewandel» erklärt...

Stichlinge besetzen im Bodensee immer neue Lebensräume, in den letzten Jahren sogar das offene Wasser und die Tiefe des Sees. Eine Übersichtsstudie des Wasserforschungsinstituts Eawag im Rahmen des Projektes «Seewandel» erklärt die einzigartig vielfältigen ökologischen Anpassungen mit dem Zusammentreffen dreier Stichlings-Linien – darunter einer aus der Ostseeregion, deren Erbgut in den anderen Schweizer Seen bisher selten vorkommt.

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2020

Barben vor dem Leitrechen (Foto: Armin Peter)
17. Dezember 2020 –

In Europa gibt es noch kaum Abstiegshilfen, die Fische unversehrt an den Turbinen von Flusskraftwerken vorbei lotsen. Ein interdisziplinäres Team von ETH-Ingenieurinnen und Fischbiologen der Eawag hat nun einen Rechen entwickelt,...

In Europa gibt es noch kaum Abstiegshilfen, die Fische unversehrt an den Turbinen von Flusskraftwerken vorbei lotsen. Ein interdisziplinäres Team von ETH-Ingenieurinnen und Fischbiologen der Eawag hat nun einen Rechen entwickelt, der Fischen durch Druck- und Strömungsunterschiede den Weg aus der Hauptströmung in den sicheren Fischpass signalisiert. Das System, welches das Verhalten der Fische beeinflusst, bewährte sich in Labortests vor allem für Junglachse und karpfenartige Fische.

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Ein Faktenblatt von scnat (Quelle: scnat, Monika Rohner)
19. November 2020 –

Ein Faktenblatt der Akademie der Naturwissenschaften zeigt: Zuviel Stickstoff und Phosphor gelangen in die Schweizer Umwelt. Dort schädigen sie Biodiversität, Wälder und Gewässer, verstärken den Klimawandel und beeinträchtigen die...

Ein Faktenblatt der Akademie der Naturwissenschaften zeigt: Zuviel Stickstoff und Phosphor gelangen in die Schweizer Umwelt. Dort schädigen sie Biodiversität, Wälder und Gewässer, verstärken den Klimawandel und beeinträchtigen die Gesundheit der Menschen. Die Ursachen sind eigentlich bekannt.

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Die Eawag-Forschenden Bernhard Truffer, Urs von Gunten, Juliane Hollender und Ole Seehausen (von links nach rechts) zählen zu den meistzitierten Wissenschaftlern weltweit (Foto: Eawag) 
18. November 2020 –

Die Forschenden Juliane Hollender, Ole Seehausen, Bernhard Truffer und Urs von Gunten des Wasserforschungsinstituts Eawag gehören zu den «highly cited researchers 2020».

Die Forschenden Juliane Hollender, Ole Seehausen, Bernhard Truffer und Urs von Gunten des Wasserforschungsinstituts Eawag gehören zu den «highly cited researchers 2020».

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Der neu entdeckte Balchen2 heisst nun Coregonus steinmanni. (Zeichnung: Verena Kälin)
12. November 2020 –

Im Fachjournal ZooKeys beschreibt ein Team des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Bern sieben endemische Felchenarten der Berner Oberländer Seen – vier davon wurden vorher noch nicht wissenschaftlich beschrieben,...

Im Fachjournal ZooKeys beschreibt ein Team des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Bern sieben endemische Felchenarten der Berner Oberländer Seen – vier davon wurden vorher noch nicht wissenschaftlich beschrieben, zwei erst in den letzten Jahren als eigenständige Arten erkannt. Eine Felchenvielfalt wie in Thuner- und Brienzersee gibt es in der Schweiz sonst höchstens noch im Vierwaldstättersee; und gerade bei solch tiefen Seen sind weitere Überraschungen nicht auszuschliessen.

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Korallen in West Papua, Indonesien (Foto: Lars Hanf, cc 3.0)
15. Oktober 2020 –

Die Erforschung und Nutzung von Ressourcen aus den Weltmeeren ist ungleich verteilt. Viele dieser Ressourcen stammen zwar aus dem globalen Süden, erforscht werden sie aber vorwiegend von wenigen Ländern im Norden. Entsprechend...

Die Erforschung und Nutzung von Ressourcen aus den Weltmeeren ist ungleich verteilt. Viele dieser Ressourcen stammen zwar aus dem globalen Süden, erforscht werden sie aber vorwiegend von wenigen Ländern im Norden. Entsprechend fliessen – trotz Biodiversitätskonvention – auch Nutzen und Profit mehrheitlich dorthin. Das zeigt eine Literaturanalyse aus den letzten 50 Jahren.

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Die Grafik stellt die Entstehungsgeschichte aller 1712 wissenschaftlich beschriebenen Buntbarscharten zeitlich massstabgetreu dar. Grün markiert sind die superschnellen Radiationen des Viktoria- und Malawisees. Die Fotos geben einen Eindruck von der morphologischen Vielfalt der Buntbarsche. (Grafik: Matthew McGee et a., Nature 2020
26. August 2020 –

Mit Genom-Analysen von 100 Buntbarsch-Arten beschreibt ein Team des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Bern gemeinsam mit Kollegen in Australien, England, Tansania, Uganda und den USA frappante Unterschiede in...

Mit Genom-Analysen von 100 Buntbarsch-Arten beschreibt ein Team des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Bern gemeinsam mit Kollegen in Australien, England, Tansania, Uganda und den USA frappante Unterschiede in Geschwindigkeit und Häufigkeit der Artbildung von Buntbarschen. Die Forschenden zeigen, wie der Austausch von Erbgutvarianten zwischen bestehenden Arten die Bildung neuer Arten massiv beschleunigt, sofern die ökologischen Bedingungen stimmen.

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Umwelt-DNA Proben aus der Thur erlauben Vorhersagen der Biodiversität (Bild: Eawag)
17. Juli 2020 –

Die Biodiversität und damit der Zustand von Flussökosystemen können vorhergesagt werden. Forschende der Universität Zürich und vom Wasserforschungsinstitut Eawag kombinieren dazu Umwelt-DNA-Analysen mit hydrologischen Methoden....

Die Biodiversität und damit der Zustand von Flussökosystemen können vorhergesagt werden. Forschende der Universität Zürich und vom Wasserforschungsinstitut Eawag kombinieren dazu Umwelt-DNA-Analysen mit hydrologischen Methoden. Am Beispiel des Flusses Thur konnten sie so schützenswerte Gebiete identifizieren, um Schutzmassnahmen einzuleiten.

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Interspecific hybrids (Anna Feller)
24. Juni 2020 –

Interspezifische Hybriden können transgressive Phänotypen aufweisen, die es ihnen ermöglichen, neue ökologische Nischen zu erkunden.

Interspezifische Hybriden können transgressive Phänotypen aufweisen, die es ihnen ermöglichen, neue ökologische Nischen zu erkunden.

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Typische Hochzeitsfärbung eines männlichen Buntbarschs der Art Pundamilia sp. ‘red-head’ aus dem Victoriasee in Afrika. (Foto: Ole Seehausen)
28. Mai 2020 –

Im Victoriasee leben rund 500 verschiedene Arten von Buntbarschen. Welche davon am selben Ort koexistieren können, hängt davon ab, wie gross der Effekt einzelner Gene auf wichtige Merkmale bei der Partnerwahl ist. Das fand ein...

Im Victoriasee leben rund 500 verschiedene Arten von Buntbarschen. Welche davon am selben Ort koexistieren können, hängt davon ab, wie gross der Effekt einzelner Gene auf wichtige Merkmale bei der Partnerwahl ist. Das fand ein Forscherteam der Eawag und der Universität Bern heraus.

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Foto: Piotr Szpakowski, Shutterstock
25. Mai 2020 –

126 Schweizer Forschende, darunter 6 von der Eawag, wollen ihre Landsleute in der Schweiz auf einige wissenschaftliche Fakten aufmerksam machen, die Covid-19 mit der natürlichen Umwelt verbinden.

126 Schweizer Forschende, darunter 6 von der Eawag, wollen ihre Landsleute in der Schweiz auf einige wissenschaftliche Fakten aufmerksam machen, die Covid-19 mit der natürlichen Umwelt verbinden.

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Grafik: Peter Penicka
15. Mai 2020 –

Die Nutzung von Erkenntnissen aus verschiedenen Disziplinen ist unerlässlich, um integrative Lösungen zu finden, die zur Bewältigung komplexer Umweltprobleme erforderlich sind. Menschliche Aktivitäten haben einen noch nie...

Die Nutzung von Erkenntnissen aus verschiedenen Disziplinen ist unerlässlich, um integrative Lösungen zu finden, die zur Bewältigung komplexer Umweltprobleme erforderlich sind. Menschliche Aktivitäten haben einen noch nie dagewesenen Einfluss auf die globalen Ökosysteme, was zum Verlust von Arten und zu grundlegenden Veränderungen in den selektiven Umgebungen der Organismen im gesamten Lebensbaum geführt hat.

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Graphique: Rishi De-Kayne
13. Mai 2020 –

Um zu verstehen wie Organismen evolvieren, sich an neue Lebensräume anpassen und neue Arten entstehen, ist es wichtig die DNA Sequenzen von verschieden Individuen und Organismen miteinander vergleichen zu können. Im besten Fall...

Um zu verstehen wie Organismen evolvieren, sich an neue Lebensräume anpassen und neue Arten entstehen, ist es wichtig die DNA Sequenzen von verschieden Individuen und Organismen miteinander vergleichen zu können. Im besten Fall hat man hierfür artspezifische genetische Ressourcen zur Verfügung.

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30. April 2020 –

In diesem Review wird die erstaunliche Variationsbreite der anatomischen und molekularen Mechanismen des Sehsystems von Fischen vorgestellt sowie deren Funktion für ihre visuellen Anforderungen.

In diesem Review wird die erstaunliche Variationsbreite der anatomischen und molekularen Mechanismen des Sehsystems von Fischen vorgestellt sowie deren Funktion für ihre visuellen Anforderungen.

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Die ABCD-Kriterien sollen die wissenschaftlichen Konferenzen der Zukunft prägen.
24. April 2020 –

ABCD: alle Kontinente (all continents), ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter (balanced gender), kohlenstoffarmer Transport (low carbon transport) und unterschiedliche Hintergründe (diverse backgrounds). Diese Kriterien sollen...

ABCD: alle Kontinente (all continents), ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter (balanced gender), kohlenstoffarmer Transport (low carbon transport) und unterschiedliche Hintergründe (diverse backgrounds). Diese Kriterien sollen die wissenschaftlichen Konferenzen der Zukunft prägen. 

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Foto: Tiziana Gobbin
17. April 2020 –

Parasiten können starke ökoevolutionäre Wechselwirkungen mit ihren Wirten haben. Folglich können sie zur Diversifizierung der Wirte beitragen. Die Radiation von Buntbarschen im Viktoriasee ist ein gutes Modell, um die Rolle von...

Parasiten können starke ökoevolutionäre Wechselwirkungen mit ihren Wirten haben. Folglich können sie zur Diversifizierung der Wirte beitragen. Die Radiation von Buntbarschen im Viktoriasee ist ein gutes Modell, um die Rolle von Parasiten in den frühen Stadien der Artbildung zu untersuchen. Wir untersuchten die Muster von Makroparasiteninfektionen in einer Gemeinschaft von 17 sympatrischen Buntbarschen aus einer rezenten Radiation und zwei älteren Arten aus zwei nichtradiationären Linien, um die Möglichkeit einer parasitenvermittelten Artbildung zu erforschen.

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Photo: Anna Feller
9. April 2020 –

Ein Kennzeichen der ostafrikanischen Buntbarsch-Radiationen ist die rasche Entwicklung der reproduktiven Isolation, die auch bei vollständiger Sympatrie vieler eng verwandter Arten robust ist. Die Theorie sagt voraus, dass...

Ein Kennzeichen der ostafrikanischen Buntbarsch-Radiationen ist die rasche Entwicklung der reproduktiven Isolation, die auch bei vollständiger Sympatrie vieler eng verwandter Arten robust ist. Die Theorie sagt voraus, dass Artenpersistenz und Artbildung in Sympatrie mit Genfluss erleichtert werden, wenn Loci mit großer Wirkung oder physischer Verknüpfung (oder Pleiotropie) Merkmalen zugrunde liegen, die an der reproduktiven Isolation beteiligt sind.

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2019

Foto: Philip Dermond
21. Dezember 2019 –

Seasonal spatio-temporal variation in habitat quality and abiotic conditions leads to animals migrating between different environments around the world. Whereas mean population timing of migration is often fairly well understood,...

Seasonal spatio-temporal variation in habitat quality and abiotic conditions leads to animals migrating between different environments around the world. Whereas mean population timing of migration is often fairly well understood, explanations for variation in migratory timing within populations are often lacking.

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Der Buntbarsch Pundamilia sp. ‘nyererei-like’ lebt im Victoriasee, an den Riffen der Pythoninsel. (© Timothy Alexander)
5. Dezember 2019 –

In den Seen Ostafrikas leben besonders viele verschiedene Arten von Buntbarschen. Diese Vielfalt entwickelte sich unter anderem dank Hybriden, denen es gelang, neue ökologische Nischen in ihren Lebensräumen zu erobern. Das fanden...

In den Seen Ostafrikas leben besonders viele verschiedene Arten von Buntbarschen. Diese Vielfalt entwickelte sich unter anderem dank Hybriden, denen es gelang, neue ökologische Nischen in ihren Lebensräumen zu erobern. Das fanden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Bern heraus.

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Saiblinge in einem Fluss in Südgrönland. (Foto: Carmela Dönz)
13. November 2019 –

In Grönlands Seen und Flüssen dürften Hunderte Saiblingsarten leben. Das vermutet ein Team des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Bern, das im Einzugsgebiet des Eqaluit-Flusses die grösste bisher bekannte...

In Grönlands Seen und Flüssen dürften Hunderte Saiblingsarten leben. Das vermutet ein Team des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Bern, das im Einzugsgebiet des Eqaluit-Flusses die grösste bisher bekannte Artenvielfalt an Seesaiblingen entdeckt hat.

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Amphiprion akindynos, Foto: Justin Marshall
11. November 2019 –

Das Sehvermögen spielt eine ausserordentlich wichtige Rolle im Leben der meisten Knochenfische und es ist anzunehmen, dass es sehr gut an die jeweilige Ökologie und das Verhalten jeder Spezies angepasst ist.

Das Sehvermögen spielt eine ausserordentlich wichtige Rolle im Leben der meisten Knochenfische und es ist anzunehmen, dass es sehr gut an die jeweilige Ökologie und das Verhalten jeder Spezies angepasst ist.

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Forscherinnen entnehmen Wasserproben aus einem der Versuchsteiche. (Foto: Thomas Klaper)
16. Oktober 2019 –

Muscheln und Wasserpflanzen in aquatischen Ökosystemen klären das Wasser und sorgen normalerweise dafür, dass sich Algen nicht zu stark vermehren. Doch Experimente in der Versuchsteichanlage der Eawag zeigen, dass das...

Muscheln und Wasserpflanzen in aquatischen Ökosystemen klären das Wasser und sorgen normalerweise dafür, dass sich Algen nicht zu stark vermehren. Doch Experimente in der Versuchsteichanlage der Eawag zeigen, dass das gleichzeitige Auftreten beider Arten das Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen können.

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2. Oktober 2019 –

Rasche Veränderungen im Genom zweier eng vernetzter Arten können nicht allein durch evolutionäre Vorgänge wie den Selektionsdruck erklärt werden. Eine ebenso wichtige Rolle spielen ökologische Abläufe, zum Beispiel die Dynamik in...

Rasche Veränderungen im Genom zweier eng vernetzter Arten können nicht allein durch evolutionäre Vorgänge wie den Selektionsdruck erklärt werden. Eine ebenso wichtige Rolle spielen ökologische Abläufe, zum Beispiel die Dynamik in der Populationsgrösse. Das hat ein internationales Forscherteam unter Leitung der Eawag und der Universität Konstanz mit einer Alge und einem Virus erstmals experimentell aufgezeigt.  Die Studie wurde heute in Magazin Science Advances veröffentlicht.

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See- (links) und Bach-Ökotypen im Bodensee des Dreistachligen Stichlings
23. September 2019 –

Neue Arten können rasch entstehen, wenn neue Nischen erschlossen werden. Aber genetische Mutationen sind selten, wie ist also eine so schnelle ökologische Artbildung überhaupt möglich? Die erst vor kurzem im Bodensee entstandenen...

Neue Arten können rasch entstehen, wenn neue Nischen erschlossen werden. Aber genetische Mutationen sind selten, wie ist also eine so schnelle ökologische Artbildung überhaupt möglich? Die erst vor kurzem im Bodensee entstandenen See- und Bachökotypen von Stichlingen geben darauf eine überraschende Antwort.

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Lüftet Rätsel der Natur: die in Luzern wohnhafte Meeresbiologin Sara Stieb. (Bilder: Nadia Schärli, Kastanienbaum, 24. Juni 2019)
28. Juli 2019 –

Ein Einblick in die Arbeit einer Molekular-Neurobiologin und wie Fische visuell miteinander kommunizieren können.

Ein Einblick in die Arbeit einer Molekular-Neurobiologin und wie Fische visuell miteinander kommunizieren können.

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Migrierende Rotaugen in ihrem Winterrefugium. (Foto: Jakob Brodersen)
3. Juli 2019 –

Wenn Tiere in ein Ökosystem wandern, verwandelt sich dieses kurzzeitig in ein Schlaraffenland für Raubtiere. Aber auch im Ökosystem, aus dem die Tiere ausgewandert sind, verändern sie durch ihre Abwesenheit die Nahrungsnetze. Das...

Wenn Tiere in ein Ökosystem wandern, verwandelt sich dieses kurzzeitig in ein Schlaraffenland für Raubtiere. Aber auch im Ökosystem, aus dem die Tiere ausgewandert sind, verändern sie durch ihre Abwesenheit die Nahrungsnetze. Das zeigt erstmals eine neue Studie über lokale Fischwanderungen in Nordeuropa.

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Meeresstichling. (Foto: Ole Seehausen, Eawag)
3. Juni 2019 –

Stichlinge haben es seit der letzten Eiszeit geschafft, vom Meer aus zahlreiche Süssgewässer zu besiedeln. Genanalysen von Forschenden der Eawag, der Universität Bern und vom National Institute of Genetics in Shizuoka (Japan)...

Stichlinge haben es seit der letzten Eiszeit geschafft, vom Meer aus zahlreiche Süssgewässer zu besiedeln. Genanalysen von Forschenden der Eawag, der Universität Bern und vom National Institute of Genetics in Shizuoka (Japan) zeigen nun, dass ihnen dies aufgrund zusätzlicher Genkopien eines Stoffwechsel-Gens gelungen ist.

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Feldarbeit (Foto: Jakob Brodersen, Eawag)
30. Mai 2019 –

Patterns of animal migration and the ecological forces that shape them have been studied for centuries. Yet ecological impacts caused by the migration, such as altered predator–prey interactions and effects on community structure,...

Patterns of animal migration and the ecological forces that shape them have been studied for centuries. Yet ecological impacts caused by the migration, such as altered predator–prey interactions and effects on community structure, remain poorly understood. This is to a large extent due to the scarcity of naturally replicated migration systems with negative controls, that is, ecosystems without migration. In this study, we tested whether partial migration of certain species within the overall prey community affects foraging ecology of top predators and thereby alters energy pathways in food webs.

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The time-calibrated phylogeny in the center is based on molecular information from 101 fish genomes and is shaded according to the median depth of occurrence of each species (terminal branches) and reconstructed depths (internal branches). Colored bars in the outer circles indicate the number of cone opsin genes, black bars represent the number of rod opsins (RH1s), and dotted bars denote incomplete or ambiguous data. Deep-sea lineages with multiple RH1 copies are highlighted with dashed boxes. A detailed version of the phylogeny, including full species names, is provided in fig. S1
10. Mai 2019 –

Vertebrate vision is accomplished through light-sensitive photopigments consisting of an opsin protein bound to a chromophore. In dim light, vertebrates generally rely on a single rod opsin [rhodopsin 1 (RH1)] for obtaining visual...

Vertebrate vision is accomplished through light-sensitive photopigments consisting of an opsin protein bound to a chromophore. In dim light, vertebrates generally rely on a single rod opsin [rhodopsin 1 (RH1)] for obtaining visual information. By inspecting 101 fish genomes, we found that three deep-sea teleost lineages have independently expanded their RH1 gene repertoires.

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Johannes Hellmann, Leiter der Feldarbeit (links), und sein Mitarbeiter fischen in einem Hochgebirgsbach, dem Rein da Cristallina, im Tessin. (Foto: Eawag)
17. April 2019 –

Mit der systematischen Befischung der Schweizer Fliessgewässer hat das «Progetto Fiumi» über 40 Fisch-Arten dokumentiert. Eine zuvor nur ansatzweise erfasste Vielfalt hat das Eawag-Team zudem innerhalb der Arten gefunden. Damit...

Mit der systematischen Befischung der Schweizer Fliessgewässer hat das «Progetto Fiumi» über 40 Fisch-Arten dokumentiert. Eine zuvor nur ansatzweise erfasste Vielfalt hat das Eawag-Team zudem innerhalb der Arten gefunden. Damit liefert das Projekt Grundlagen für den Schutz dieser genetischen und ökologischen Vielfalt.

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Trends in Ecology and Evolution
19. März 2019 –

Speciation is often thought of as a slow process due to the waiting times for mutations that cause incompatibilities, and permit ecological differentiation or assortative mating. Cases of rapid speciation and particularly cases of...

Speciation is often thought of as a slow process due to the waiting times for mutations that cause incompatibilities, and permit ecological differentiation or assortative mating. Cases of rapid speciation and particularly cases of rapid adaptive radiation into multiple sympatric species have remained somewhat mysterious.

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Potential interactions between ecological processes and evolutionary processes in host–virus coevolution and how they interact with and shape genomic variation. In the evolution section, boxes in the top row correspond to genomic variation and those in the second row (bottom) to evolutionary forces governing them.
5. März 2019 –

The contemporary genomic diversity of viruses is a result of the continuous and dynamic interaction of past ecological and evolutionary processes. Thus, genome sequences of viruses can be a valuable source of information about...

The contemporary genomic diversity of viruses is a result of the continuous and dynamic interaction of past ecological and evolutionary processes. Thus, genome sequences of viruses can be a valuable source of information about these processes. In this review, we first describe the relevant processes shaping viral genomic variation, with a focus on the role of host–virus coevolution and its potential to give rise to eco-evolutionary feedback loops.

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Klar oder trüb? Untiefe Seen können plötzlich kippen. (Foto: International Institute for Sustainable Development IISD – Experimental Lakes Area ELA, Kanada)
26. Februar 2019 –

Wenn Ökosysteme abrupt aus einem Gleichgewicht kippen, können das Katastrophen sein für Menschen und Biodiversität. Erstaunlich wenig weiss man bisher über die Rolle der Evolution in solchen Prozessen. Jetzt hat ein Forscherteam...

Wenn Ökosysteme abrupt aus einem Gleichgewicht kippen, können das Katastrophen sein für Menschen und Biodiversität. Erstaunlich wenig weiss man bisher über die Rolle der Evolution in solchen Prozessen. Jetzt hat ein Forscherteam mit Beteiligung der Eawag in «Nature Ecology & Evolution» Ansätze publiziert, wie die komplexen Fragen erforscht werden könnten. 

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2018

Grafik: Rishi De-Kayne
20. Dezember 2018 –

Rishi De-Kayne und Philine Feulner untersuchen die genetische Basis der spektakulären Felchen Radiation in den Schweizer Seen. Um das zu tun, sind neue genetische Tools essentiell. Ein solches Tool ist die neue Linkage Map, die...

Rishi De-Kayne und Philine Feulner untersuchen die genetische Basis der spektakulären Felchen Radiation in den Schweizer Seen. Um das zu tun, sind neue genetische Tools essentiell. Ein solches Tool ist die neue Linkage Map, die sie in der Zeitschrift G3 publiziert haben.

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20. Dezember 2018 –

Diese Studie liefert eine genomische Analyse (basierend auf 16,173 RAD Loci) der alpinen Felchen des Walensees und des Zürichsees. Philine und Ole zeigen, dass es mit so vielen Markern möglich ist, sympatrische Felchenarten...

Diese Studie liefert eine genomische Analyse (basierend auf 16,173 RAD Loci) der alpinen Felchen des Walensees und des Zürichsees. Philine und Ole zeigen, dass es mit so vielen Markern möglich ist, sympatrische Felchenarten eindeutig zu unterscheiden. Dies ermöglichte ihnen dann, zu zeigen, dass in beiden Seen die Populationen von unterschiedlichen, aber ökologisch ähnlichen, Felchen Arten nach einer Periode der Eutrophikation zurückgingen.

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Ausblick auf Thuner- (links) und Brienzersee. (Foto: Sibylle Hunziker)
13. September 2018 –

In Thuner- und Brienzersee haben Fischbiologen der Eawag und der Universität Bern eine neue Fischart entdeckt. Die provisorisch «Balchen 2» getaufte Art unterscheidet sich morphologisch, ökologisch und genetisch klar von den fünf...

In Thuner- und Brienzersee haben Fischbiologen der Eawag und der Universität Bern eine neue Fischart entdeckt. Die provisorisch «Balchen 2» getaufte Art unterscheidet sich morphologisch, ökologisch und genetisch klar von den fünf bisher bekannten Felchen-Arten des Thunersees. Noch mehr Felchenarten kennt man bisher nur vom 200mal grösseren Onegasee in Russland.

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Oft zeigt sich die thermische Energie im Seewasser im Herbst: Das Wasser ist deutlich wärmer als die Luft und verdampft – der See bildet so ein besonders schönes Sujet. (Foto: Adrien Gaudard, Eawag)
5. September 2018 –

Nicht nur durch die Klimaerwärmung ändert sich die Temperatur in Seen, Flüssen und anderen Gewässern. Auch ihre Nutzung für Heizungen und Kühlungen führt dazu, dass die Wassertemperatur steigt oder sinkt. Welche Auswirkungen dies...

Nicht nur durch die Klimaerwärmung ändert sich die Temperatur in Seen, Flüssen und anderen Gewässern. Auch ihre Nutzung für Heizungen und Kühlungen führt dazu, dass die Wassertemperatur steigt oder sinkt. Welche Auswirkungen dies auf die aquatischen Ökosysteme haben kann, ist allerdings immer noch spärlich untersucht. Das zeigt eine Literaturstudie der Eawag und der Universität Bern. 

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Das Wasserschloss der Schweiz am Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat. (Foto: VBS/DDPS)
30. August 2018 –

Die Daueruntersuchung an grösseren Schweizer Fliessgewässern läuft seit bald 45 Jahren. Eine Auswertung der Zeitreihen zeigt, dass sich mit dem Klimawandel auch geochemische Prozesse ändern. So steigen an den meisten Stationen die...

Die Daueruntersuchung an grösseren Schweizer Fliessgewässern läuft seit bald 45 Jahren. Eine Auswertung der Zeitreihen zeigt, dass sich mit dem Klimawandel auch geochemische Prozesse ändern. So steigen an den meisten Stationen die Konzentrationen von Bicarbonat. Nebst der höheren Temperaturen sind das Nährstoffangebot in den Seen und der Säuregehalt in den Böden die Treiber. Nach einem Peak in den späten 1980er Jahren gehen hingegen die Stickstoffkonzentrationen zurück. Gründe dafür sind ein verminderter Eintrag von Stickstoff in der Landwirtschaft und die verbesserte Eliminierung in der Abwasserreinigung.

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Buntbarsche der Gattung Astatotilapia im Chala-See (Foto: Florian N. Moser)
24. August 2018 –

Die Familie der Buntbarsche gehört zu den Fischfamilien mit den meisten Arten – und dauernd entstehen neue. Die schillernd bunten Fische entwickeln sich so schnell, dass Eawag-Forschende ihnen nun quasi bei der Evolution zuschauen...

Die Familie der Buntbarsche gehört zu den Fischfamilien mit den meisten Arten – und dauernd entstehen neue. Die schillernd bunten Fische entwickeln sich so schnell, dass Eawag-Forschende ihnen nun quasi bei der Evolution zuschauen konnten.

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Grafik: Philine Feulner
11. Juli 2018 –

Genetische "linkage maps" sind essential für komparative Genomik. In dieser Studie haben wir Marker via "restriction-site associated DNA (RAD) sequencing" identifiziert und genotypisiert und so eine genetische "linkage map"...

Genetische "linkage maps" sind essential für komparative Genomik. In dieser Studie haben wir Marker via "restriction-site associated DNA (RAD) sequencing" identifiziert und genotypisiert und so eine genetische "linkage map" erstellt, die auf 1,597 SNP Marker einer interspezifischen F2 Kreuzung zweier nah verwandten Lake Victoria Cichliden (Pundamilia pundamilia und P. sp. ‘red head’) basiert.

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5. Juli 2018 –

Wie schnell können sich Organismen an ein neues Habitat anpassen? Um diese Frage zu beantworten hat Tom Reimchen von der Universität Victoria, Kanada, 1993 ein Selektionsexperiment angesetzt und Dreistachlige Stichlinge aus einem...

Wie schnell können sich Organismen an ein neues Habitat anpassen? Um diese Frage zu beantworten hat Tom Reimchen von der Universität Victoria, Kanada, 1993 ein Selektionsexperiment angesetzt und Dreistachlige Stichlinge aus einem grossen See für 19 Jahre in einem kleinen Teich evoluieren lassen.

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1. Juli 2018 –

Kay Lucek und Kollegen haben herausgefunden dass innerhalb des Aare Einzugsgebietes die Populationen von geographisch weit entfernten Seen näher miteinander verwandt sind, als mit den nahen Flusspopulationen. Dieses Muster ist...

Kay Lucek und Kollegen haben herausgefunden dass innerhalb des Aare Einzugsgebietes die Populationen von geographisch weit entfernten Seen näher miteinander verwandt sind, als mit den nahen Flusspopulationen. Dieses Muster ist eher konsistent mit zwei unterschiedlichen Kolonisierungswellen als mit parapatrischer ökologischer Artbildung nach einer einzigen Kolonisierungswelle.

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7. Juni 2018 –

Biologische Systeme bestehen aus ökologischen und evolutionären Prozessen, die innerhalb und zwischen den Hierarchieebenen interagieren. Es gibt jedoch nur wenige quantitative Rahmen zur Erforschung der komplexen Dynamik...

Biologische Systeme bestehen aus ökologischen und evolutionären Prozessen, die innerhalb und zwischen den Hierarchieebenen interagieren. Es gibt jedoch nur wenige quantitative Rahmen zur Erforschung der komplexen Dynamik biologischer Systeme, wenn zwischen den einzelnen Ebenen der Hierarchie Abhängigkeiten bestehen.

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Ein Weibchen der schwarzen Bohnenlaus (Aphis fabae) und ihre Nachkommen werden von der Blattlauswespe Lysiphlebus fabarum attackiert. (Foto: Christoph Vorburger, Eawag)
28. Mai 2018 –

Symbiotisch lebende Mikroorganismen können die biologische Schädlingsbekämpfung unterwandern, indem sie ihren Wirt vor Angreifern schützen. Wirtsorganismen können diese für sie nützlichen Passagiere sogar an ihre Nachkommen...

Symbiotisch lebende Mikroorganismen können die biologische Schädlingsbekämpfung unterwandern, indem sie ihren Wirt vor Angreifern schützen. Wirtsorganismen können diese für sie nützlichen Passagiere sogar an ihre Nachkommen vererben. Das Ganze ist ein Phänomen, das bisher kaum berücksichtigt wurde, dem aber dank neuer Forschungsresultate entgegengewirkt werden kann.

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Haplochromis ishmaeli (Foto: Erwin Schraml)
9. Mai 2018 –

Der Viktoriasee in Ostafrika ist bekannt für seine grosse Artenvielfalt. Doch zahlreiche Fische, Mollusken, Krustentiere oder Wasserpflanzen sind bedroht. Dies zeigt ein neu erschienener Bericht der International Union for...

Der Viktoriasee in Ostafrika ist bekannt für seine grosse Artenvielfalt. Doch zahlreiche Fische, Mollusken, Krustentiere oder Wasserpflanzen sind bedroht. Dies zeigt ein neu erschienener Bericht der International Union for Conservation of Nature (IUCN), zu dem auch die Eawag beigetragen hat.

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Proceedings of the royal society
9. Mai 2018 –

Moritz Muschick und Kollegen haben Sediment-Bohrkerne aus dem Viktoriasee nach Fossilien in Schichten vor und nach der Austrocknung des Sees durchsucht, um die Hypothese des "priority effect" zu testen.

Moritz Muschick und Kollegen haben Sediment-Bohrkerne aus dem Viktoriasee nach Fossilien in Schichten vor und nach der Austrocknung des Sees durchsucht, um die Hypothese des "priority effect" zu testen.

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8. Mai 2018 –

Wenn die einzellige Alge Chloralla variablis und ihr für sie tödlicher Kontrahent, das Chlorovirus, miteinander ringen, kommt in verschiedenen identischen Versuchen immer wieder das Gleiche raus: Nach wiederholten Phasen des...

Wenn die einzellige Alge Chloralla variablis und ihr für sie tödlicher Kontrahent, das Chlorovirus, miteinander ringen, kommt in verschiedenen identischen Versuchen immer wieder das Gleiche raus: Nach wiederholten Phasen des Zusammenbruchs und der Wiederbesiedelung sind die meisten Algenzellen in jedem wiederholten Versuch gegen den Erreger resistent.

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8. März 2018 –

Joana Meier erhält den Fakultätspreis 2017 der Universität Bern für die beste Dissertation in Biologie. Der Titel der Dissertation ist "The role of hybridization in adaptive radiation: Genomic insights from Lake Victoria...

Joana Meier erhält den Fakultätspreis 2017 der Universität Bern für die beste Dissertation in Biologie. Der Titel der Dissertation ist "The role of hybridization in adaptive radiation: Genomic insights from Lake Victoria cichlids".

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26. Januar 2018 –

Jacco van Rijssel, Florian Moser, David Frei und Ole Seehausen haben ein neues paper in Proceedings of the Royal Society B über den Einfluss von disruptiver Selektion auf den Arbildungsprozess mit Genfluss publiziert. Sie fragen,...

Jacco van Rijssel, Florian Moser, David Frei und Ole Seehausen haben ein neues paper in Proceedings of the Royal Society B über den Einfluss von disruptiver Selektion auf den Arbildungsprozess mit Genfluss publiziert. Sie fragen, ob Unterschiede in aktueller divergenter ökologischer Selektion, Unterschiede in genetischer Divergenz zwischen sympatrischen Arten erklären können. Dies haben sie untersucht, indem sie sieben Art-Paare, die in verschiedenen Phasen der Artbildung sind, verglichen haben.

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10. Januar 2018 –

Dies ist eine sehr interessante Blog Serie des theoretischen Ökologen Hari Sridhar. Er interviewt Autoren von bekannten Publikationen in Ökologie und Evolution, um etwas über die Entstehung der Publikation, den Einfluss der...

Dies ist eine sehr interessante Blog Serie des theoretischen Ökologen Hari Sridhar. Er interviewt Autoren von bekannten Publikationen in Ökologie und Evolution, um etwas über die Entstehung der Publikation, den Einfluss der Publikation auf die Karriere des Autors und seine Forschung und darüber, was der Autor heute über den Inhalt der Publikation denkt, herauszufinden.

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News aus 2017

Evolutionary causes and consequences of recombination rate variation in sexual organisms

06.11.2017
Philine Feulner editierete eine Themen-Ausgabe von Philosophical Transactions of the Royal Society B und ist Co-Author von zwei Reviews über Variation in Rekombinationshäufigkeit in Eukaryoten. Rekombination ist der Prozess durch den DNA Stränge gebrochen und geflickt werden und durch den new Kombinationen von Allelen entstehen. Der Prozess kommt in nahezu allen multizellulären Organismen vor und hat wichtige Auswirkungen auf viele evolutionary Prozesse. Diese Ausgabe fokussiert auf wie und warum Rekombinationsraten in sich geschlechtlich vermehrenden Arten variieren.  
Theme issues

Publikationen

  • Stapley, J.; Feulner, P. G. D.; Johnston, S. E.; Santure, A. W.; Smadja, C. M. (2017) Variation in recombination frequency and distribution across eukaryotes: patterns and processes, Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences, 372(1736), 20160455 (10 pp.),
  • Stapley, J.; Feulner, P. G. D.; Johnston, S. E.; Santure, A. W.; Smadja, C. M. (2017) Recombination: the good, the bad and the variable, Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences, 372(1736), 20170279 (5 pp.),

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What genomic data can reveal about eco-evolutionary dynamics

20.11.2017
Ole Seehausen und Kollegen haben in Nature Ecology & Evolution ein "Perspektiven paper" publiziert. Die Autoren argumentieren, dass Genomische Daten so in Öko-evolutionäre Studien integriert werden können, dass sie unser Verständnis zur Zusammenspiel von Ökologie und Evolution vertiefen. Die genomischen Tools sollten helfen die Naturgeschichte von schnellen evolutionären Veränderungen in ökologisch relevanten Merkmalen von Arten zu enthüllen. Wenn man dies über verschiedene Systeme hin weg besser versteht, wird man in einer besseren Position sein, um genauere testbare evolutionäre Hypothesen über öko-evolutionäre Dynamiken zu machen.

Originalpublikation

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Wenn die Evolution bei Fischen durch den Magen geht

03.10.2017
In stabilen Lebensräumen teilen Forellen das Beutespektrum untereinander auf und werden Spezialisten. In Wildbächen mit instabiler Versorgungslage werden sie Generalisten. Stichlinge aus unterschiedlichen Evolutionslinien verändern ihre Umwelt durch ihr Fressverhalten. Das bekommt den Nachkommen schlecht, ausser wenn es Hybride sind. Solche Wechselspiele zwischen Arten und Umwelt zu verstehen, ist für einen griffigen Schutz der Biodiversität wichtig. 

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Tiefer Einblick in die Fischfauna des Vierwaldstättersees

19.07.2017
Der Vierwaldstättersee prägt das Bild der Zentralschweiz. Nicht nur die landschaftliche Vielfalt zeichnet ihn aus, sondern auch sein Lebensraum für zahlreiche Tiere. Im Zuge der schweizweiten Studie «Projet Lac» wurde die Fischfauna des Sees zum ersten Mal mit standardisierten Methoden quantitativ untersucht. Dabei kam auch Überraschendes an die Oberfläche.

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Projet Lac am Victoriasee

02.05.2017
Im afrikanischen Viktoriasee wächst der Konflikt zwischen Fischzucht in Netzkäfigen und der «normalen» Fischerei. Zudem setzen invasive Arten, Abwässer, Pestizide oder Dammbauten das einzigartige Ökosystem zunehmend unter Druck. Zahlreiche Fischarten sind bereits verschwunden. Ein Team mit Forscherinnen und Forschern der Universitäten Denver und Boston, den Fischereiforschungsstellen von Tanzania, Uganda und Kenia und der Eawag/Uni Bern untersucht in den nächsten vier Wochen daher Fischvielfalt und -vorkommen im See detailliert.
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