Abteilung Umweltmikrobiologie

Krankheitserreger und menschliche Gesundheit

Forschungsgebiete

Obwohl mikrobielle Infektionskrankheiten im Laufe des letzten Jahrhunderts stark zurückgedrängt werden konnten, bleibt die Zahl der Neuerkrankungen und tödlich verlaufenden Infektionen erstaunlich hoch. So erkranken beispielsweise jedes Jahr weltweit mehr als 4 Milliarden Menschen an Magen-Darm-Erkrankungen und 14 Milliarden an Atemwegsinfektionen. Zusammen genommen sind diese beiden Krankheiten für über 3 Millionen jährliche Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren verantwortlich. Diese und andere Infektionen wie Hepatitis, Helminthenbefall und viele tropische Krankheiten werden meist nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen, sondern über ein Reservoir in der Umwelt. Umweltfaktoren kommt daher eine Schlüsselrolle in der Verbreitung dieser Krankheiten zu.

Das Ziel unserer Forschung ist es, die Verbreitung von Krankheitserregern an den Berührungspunkten von Mensch und Umwelt besser zu verstehen. Dieses Wissen kann helfen, Infektionskrankheiten weltweit zu reduzieren.

Eine vollständige Liste unserer Publikationen finden Sie auf Google Scholar.

News

Unsere Forschungsgruppe Krankheitserreger und menschliche Gesundheit ist an einem von der Thrasher Research Foundation geförderten Forschungsprojekt beteiligt. Wir erforschen die Auswirkungen der Chlorierung auf das Vorkommen von Antibiotikaresistenzen im Stuhl von Kindern einer Kohorte aus Bangladesch.

Weitere Informationen

Gruppe Krankheitserreger und menschliche Gesundheit, März 2019.
Von links nach rechts: Tim Julian, Lisa Teichmann, Ramon Lang, Céline Jacquin, Sara Beck, Victor Huanambal, Camila Montealegre, Elyse Stachler, Esther Greenwood, Franziska Genter, Ana K. Pitol, Diya Yu

Gruppenleiter

Dr. Tim JulianTel. +41 58 765 5632E-Mail senden

Publikationen

Genter, F.; Marks, S. J.; Clair-Caliot, G.; Mugume, D. S.; Johnston, R. B.; Bain, R. E. S.; Julian, T. R. (2019) Evaluation of the novel substrate RUG for the detection ofEscherichia coli in water from temperate (Zurich, Switzerland) and tropical (Bushenyi, Uganda) field sites, Environmental Science: Water Research and Technology, doi:10.1039/C9EW00138G, Institutional Repository
Verbyla, M. E.; Pitol, A. K.; Navab-Daneshmand, T.; Marks, S. J.; Julian, T. R. (2019) Safely managed hygiene: a risk-based assessment of handwashing water quality, Environmental Science and Technology, 53(5), 2852-2861, doi:10.1021/acs.est.8b06156, Institutional Repository
Beck, S. E.; Hull, N. M.; Poepping, C.; Linden, K. G. (2018) Wavelength-dependent damage to adenoviral proteins across the germicidal UV spectrum, Environmental Science and Technology, 52(1), 223-229, doi:10.1021/acs.est.7b04602, Institutional Repository
Hong, P.-Y.; Julian, T. R.; Pype, M.-L.; Jiang, S. C.; Nelson, K. L.; Graham, D.; Pruden, A.; Manaia, C. M. (2018) Reusing treated wastewater: consideration of the safety aspects associated with antibiotic-resistant bacteria and antibiotic resistance genes, Water, 10(3), 244 (22 pp.), doi:10.3390/w10030244, Institutional Repository
Julian, T. R.; Vithanage, H. S. K.; Chua, M. L.; Kuroda, M.; Pitol, A. K.; Nguyen, P. H. L.; Canales, R. A.; Fujii, S.; Harada, H. (2018) High time-resolution simulation of E. coli on hands reveals large variation in microbial exposures amongst Vietnamese farmers using human excreta for agriculture, Science of the Total Environment, 635, 120-131, doi:10.1016/j.scitotenv.2018.04.100, Institutional Repository
Julian, T. R.; Bustos, C.; Kwong, L. H.; Badilla, A. D.; Lee, J.; Bischel, H. N.; Canales, R. A. (2018) Quantifying human-environment interactions using videography in the context of infectious disease transmission, Geospatial Health, 13(1), 195-197, doi:10.4081/gh.2018.631, Institutional Repository

Projekte

Untersuchung der Auswirkungen von durch Chlorierung desinfiziertem Wasser auf das Vorkommen von Antibiotikaresistenzen im Stuhl von Kindern in Bangladesh.
Mikrobielle Stabilität in rückgewonnenem und behandeltem Grauwasser
Antimikrobielle Resistenzen haben sich im Verlauf des letzten Jahrhunderts weltweit zur einer der grössten drohenden Gefahren für die menschliche Gesundheit entwickelt