Aktuelles aus der Eawag

Die Gewinne aus der Nutzung natürlicher Ressourcen wie etwa der Baumwolle kamen in kolonisierten Ländern nicht ihnen selbst zu Gute, sondern trugen zum industriellen Aufstieg Europas bei. (Foto: Martinesku, Adobe Stock)
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Warum die artenreichsten Länder oft die wirtschaftlich ...
19. August 2026

Eine neue Studie stellt fest, dass der Zusammenhang zwischen Biodiversität und Armut von der Kolonialgeschichte und nicht von der Natur selbst geprägt wurde – und argumentiert, dass Naturschutz, der auf der gegenteiligen Annahme aufbaut, Gefahr läuft, dieses koloniale Muster zu wiederholen.

Viele Muscheln sehen sich ähnlich, sind also von Auge kaum zu unterscheiden. Genetische Daten können bei der Identifizierung helfen. (Foto: Julie Conrads, Eawag)
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Vielfalt unter der Schale
28. Juli 2026

Einheimische Süsswassermuscheln gehören zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen weltweit. Auch in der Schweiz nehmen die Bestände ab. Dabei spielen sie als natürliche Wasserfilter eine zentrale Rolle für unsere Gewässer. Um sie zu schützen, wäre es notwendig, sie besser zu erforschen. Da sich viele Arten morphologisch kaum unterscheiden lassen, gestaltet sich das jedoch schwierig. Eine Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag zeigt, dass genetische Daten eine wertvolle Grundlage liefern könnten.

Für Kleinstlebewesen gilt: Je tiefer das Substrat und je vielfältiger die Bepflanzung, umso besser lebt es sich auf einem Gründach. (Foto: Kilian Perrelet, Eawag)
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Gründächer bieten ergänzende Lebensräume
23. Juli 2026

Gründächer unterscheiden sich in der Artenvielfalt von Bodenhabitaten. Das kann die Biodiversität in Städten ergänzen.

Was wie Schmutz-Schlieren aussieht, sind in Wirklichkeit giftige Cyanobakterien. (Foto: Francesco Pomati, Eawag)
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Die unsichtbaren Treiber der Cyanobakterien-Blüten
20. Juli 2026

Giftige Blaualgenteppiche gefährden weltweit die Ökosysteme der Seen und können für badenden Menschen und Tiere toxisch sein. Wann und wo sich solche Algenblüten bilden, lässt sich heute nur ungefähr vorhersagen – anhand der Wassertemperatur und des Nährstoffgehalts. Nun zeigt eine Langzeitstudie von Eawag-Forschenden: Blaualgen-Anhäufungen hängen entscheidend von anderen Planktonarten im See ab. Manche Organismen fördern Blaualgenblüten, andere können sie selbst bei günstigen Umweltbedingungen verhindern.

Lauren Cook im Glattpark in Opfikon (ZH). Im Park wurden verschiedene BGI-Elemente umgesetzt – etwa einen künstlichen See, der als Retentionsmulde dient. (Foto:Julian Salinas/ETH-Rat)
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Der Weg durch die Komplexität der blau-grünen ...
17. Juli 2026

Als Leiterin der Forschungsgruppe für «Multifunktionales blau-grünes Design» an der Eawag untersucht Lauren Cook die komplexen Abwägungen zwischen Hochwasserschutz, Biodiversität und städtischer Wärmeentwicklung. In diesem Interview zeigt sie auf, was hinter dem Begriff «naturbasierte Lösungen» steckt und erklärt, wie Entscheidungshilfen dabei helfen können, die optimale Lösung für konkurrierende Ziele zu finden.

Eine genauere Abschätzung des Klimarisikos für Tiere und Pflanzen in Städten hilft, Massnahmen zur Hitzeminderung oder zur Schaffung von Rückzugsgebieten dort anzugehen, wo sie am wichtigsten sind. (Foto: Louis-Ferdinand, iStock)
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Klimawandel in Städten: Unterschätztes Risiko für die ...
16. Juli 2026

Mit einem neuen Modellierungsansatz lässt sich verlässlicher vorhersagen, wie sich die Artenvielfalt in Städten durch den Klimawandel verändern wird.

Das Kraftwerk Hagneck kurz vor dem Bielersee gilt seit seiner Neukonzessionierung als vorbildlich in Bezug auf die Minimierung der ökologischen Folgen der Wasserkraft und zieht viele Besucher*innen an. Doch andernorts stockt diese Sanierung. (Bild: Tourismus Biel Seeland, S. Weber)
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Rückblick auf die Wasserpolitik 2025
6. Juli 2026

Die aktuelle Hitzeperiode lässt vergessen, dass schon 2025 im ersten Halbjahr grosse Trockenheit geherrscht hat und die Schneereserven aus dem Winter ebenfalls klein waren. Der Rückblick auf das wasserpolitische Geschehen von 2025 zeigt: Mehr als mit der Verfügbarkeit des Wassers, hat sich das Bundesparlament erneut mit der Nutzung der Wasserkraft befasst. Beim Thema Wasserqualität dominierten Fragen zur Festlegung von Grenzwerten für PFAS und Forderungen zur vereinfachten Zulassung für Pestizide.

Gründächer wie auf dem Ethnografischen Museum im Budapest sind Räume der Biodiversität – und sind sinnvoll für das Stadtklima. (Foto: Kilian Perrelet)
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Vielfalt schützt besser: Städte gestalten mit und für ...
29. Juni 2026

Bei der Planung von blau-grüner Infrastruktur muss stärker auf biologische Aspekte geachtet werden. Strukturen mit höherer Biodiversität erbringen bessere Leistungen.

Fischer am Shaying-Fluss in China. Das Verständnis von Vielfalt und Zusammensetzung von Fischgemeinschaften sowie der menschlichen Einflüsse darauf ist nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht wichtig, sondern auch wirtschaftlich und kulturell relevant, da Fische und Fischerei in vielen Flusssystemen ökonomisch wichtig sind. (Bild: Florian Altermatt/UZH/Eawag)
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Umwelt-DNA macht globale Veränderungen der Fischvielfalt ...
24. Juni 2026

Eine weltweite Analyse der Artenvielfalt von Fischen zeigt mithilfe von Umwelt-DNA (eDNA), wie Mensch und Klima die Biodiversität in Flussökosystemen beeinflussen. Während in warmen Klimazonen die Artenvielfalt in grossen Flusseinzugsgebieten ausgeprägter zunimmt, schwächen menschliche Aktivitäten diesen Zusammenhang ab. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Zürich, der Eawag und der Yunnan-Universität.