Aktuelles aus der Eawag

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Astrid Stubbusch entdeckt jagende Bakterien
28. April 2026

Schon früh wollte Astrid Stubbusch dem Leben in all seinen Formen auf den Grund gehen. In ihrer Dissertation zeigt sie, welche überraschenden Strategien Bakterien entwickeln, um Nahrung zu finden. Dafür wird sie nun mit dem Prix Schläfli in Biologie ausgezeichnet.

Foto: Aquatis Aquarium-Vivarium de Lausanne
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Viele der europäischen Süsswasserfische gefährdet
16. April 2026

Fast sechs von zehn einheimischen europäischen Süsswasserfischarten gelten mittlerweile als besonders gefährdet. Dies geht aus der von der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) veröffentlichten Roten Liste hervor.

Die Studie basiert unter anderem auf Messungen im Gebiet Hardwald in der Nähe von Basel, wo das Grundwasser durch vorgereinigtes Rheinwasser angereichert wird und jährlich rund 15 Millionen Kubikmeter Trinkwasser für die gesamte Region gewonnen werden. (Foto: Hardwasser AG)
News
Neue Methode zur Überwachung von ...
14. April 2026

Die Anreicherung von Grundwasser ist eine Möglichkeit, um sich für zunehmende Trockenperioden zu wappnen. Für die Qualität des aus solchen Systemen gewonnenen Wassers ist essentiell, wie lange es zwischen Versickerung und Förderung im Boden verweilt. Eine Studie zeigt, dass sich für die Bestimmung dieser Verweilzeit Umwelttracer nutzen lassen, die über das Kühlwasser von Kernkraftwerken in die Flüsse gelangen.

Satellitenbild vom Govind Ballabh Pant Sagar, dem grössten künstliche See Indiens. (Bild: europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus Global Land Service)
News
Corona-Lockdowns: Seen wurden weltweit klarer
9. April 2026

Während der COVID-19-Pandemie stand die Welt still – und viele Seen wurden messbar klarer. Eine globale Studie zeigt: Die Lockdowns mit weniger Industrie, Verkehr und Freizeitaktivitäten liessen die Wassertrübung in Seen weltweit abrupt sinken, vor allem in Uferregionen und Flussmündungen.

Vermifilter in Genf (Foto: Kayla Coppens, Eawag).
News
Wie lokale Materialien und das Klima die optimale ...
30. März 2026

Das Ziel 6 der Ziele für nachhaltige Entwicklung, Sanitärversorgung für alle, ist nicht auf Kurs und weit davon entfernt, bis 2030 erreicht zu werden. Die Vermifiltration könnte dazu beitragen, diese Lücke zu verkleinern: Das naturbasierte Abwassermanagementsystem erweist sich weltweit aufgrund seiner geringen Kosten als zunehmend vielversprechend. Forschende der Eawag-Abteilung Sandec besuchten Vermifilter-Anlagen in Indien und der Schweiz, um zu untersuchen, wie lokale Unterschiede deren optimale Gestaltung beeinflussen.

Kinder holen Wasser an einer Fusspumpe im ländlichen Togo (Foto: Jess MacArthur, 2013)
Interview
Weltwassertag: «Wo Wasser fliesst, wächst ...
19. März 2026

Seit 1992 rufen die Vereinte Nationen jedes Jahr am 22. März zum Weltwassertag auf. 2026 steht er unter dem Motto «Wasser und Gender». Was hat Wasser mit Geschlechtergerechtigkeit zu tun? Und warum entscheidet der Zugang zu Wasser über Bildung, Würde und Macht? Darüber sprechen wir mit Jessica MacArthur, Wissensvermittlerin in der Eawag-Forschungsabteilung Siedlungshygiene und Wasser für Entwicklung Sandec.

Das Abschmelzen der Gletscher verändert die Nahrungsnetze in den Gewässern, wie hier in Grönland, aber auch im alpinen Raum. (Foto: Coralie Moccetti)
Institutionelles
Otto-Jaag-Preis für 2025 doppelt verliehen
13. März 2026

Isotopenmarker zum Aufschlüsseln von Nahrungsnetzen und deren Veränderung nutzen sowie Wege und Anreicherung von Schadstoffen in Wasserorganismen verfolgen – gleich für zwei spannende und thematisch sehr aktuelle Doktorarbeiten wurde 2025 der Otto-Jaag-Gewässerschutzpreis verliehen.

Foto: Linda Strande, Eawag
News
Gesundheitsmonitoring über Drainagesysteme in Kampala
12. März 2026

Können städtische Drainagesysteme zur Früherkennung von Krankheiten genutzt werden? Die Eawag und Partner in Uganda erforschen einen neuen Ansatz.

Serina Robinson wurde vom ETH-Rat zur Assistenzprofessorin ernannt. (Foto: Leonardo Biasio, Eawag)
Institutionelles
Assistenzprofessur für Serina Robinson
6. März 2026

Der ETH-Rat hat Serina Robinson zur Assistenzprofessorin für Umweltbiochemie ernannt. Die Wissenschaftlerin leitet eine Forschungsgruppe in der Abteilung Umweltmikrobiologie der Eawag.

In der ARA Neugut braucht es dank Schlammverdichtung nun keine Zugabe von Flockungsmitteln mehr, mit denen man zuvor die Sedimentation des Schlamms erhöht hatte. (Foto: ARA Neugut)
News
Mit Schlammverdichtung die Kläranlagen für die Zukunft ...
3. März 2026

Eine Studie der Eawag in 10 ARA, die mit Schlammverdichtung arbeiten, zeigt, dass das Verfahren Kapazität und Stickstoffentfernung verbessern könnte.

Unterhalb von Stauanlagen, die vor 1992 konzessioniert wurden, fliesst an vielen Orten bis heute kaum Restwasser. (zvg)
News
Datenbasierte Restwasserberechnungen
24. Februar 2026

Die Schätzungen, wieviel mehr Strom aus Wasserkraft produziert werden könnte ohne Restwasserbestimmungen, gehen weit auseinander und standen bisher auf einer lückenhaften Datengrundlage. Ein Team mit Forschenden aus WSL, Universität Bern und Eawag zeigt jetzt mit einer neuen Datenbank und Simulationen, dass die zusätzliche restwasserbedingte Minderproduktion ab heute mit knapp 2 % der Produktionserwartung im Jahr 2050 deutlich kleiner ausfallen dürfte als befürchtet.

Vorbereitung von Abwasserproben für das Virenmonitoring an der Eawag (Eawag, Andri Bryner)
News
Fortsetzung des Abwassermonitorings ist gesichert
19. Februar 2026

Das Wasserforschungsinstitut Eawag ist im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit neu nationales Referenzzentrum für Abwassermonitoring. Im Zentrum steht die Erhebung von Gesundheitsdaten aus dem kommunalen Abwasser, insbesondere von Viren, die als Krankheitserreger bekannt sind. Auch für die Analyse von Substanzen aus dem Arznei- und Suchtmittelgebrauch besteht neu ein nationaler Auftrag.

Seltene Erden sind für viele technische Anwendungen unverzichtbar, gelangen jedoch auch in die Gewässer und können sich negativ auf die dortigen Lebewesen auswirken. (Foto: Adobe Stock)
News
Seltene Erden belasten Zürcher Gewässer
10. Februar 2026

Eine Untersuchung im Kanton Zürich hat gezeigt, dass über die Kläranlagen einzelne Elemente der Seltenen Erden in Konzentrationen in die Gewässer gelangen können, die ein Risiko für Wasserorganismen darstellen: Gadolinium, das aus in Gesundheitsbetrieben eingesetzten Kontrastmitteln stammt, sowie Lanthan und Cer, die in einzelnen Kläranlagen zur Entfernung von Phosphor im Einsatz sind.