Aktuelles aus der Eawag

Vermifilter in Genf (Foto: Kayla Coppens, Eawag).
News
Wie lokale Materialien und das Klima die optimale ...
30. März 2026

Das Ziel 6 der Ziele für nachhaltige Entwicklung, Sanitärversorgung für alle, ist nicht auf Kurs und weit davon entfernt, bis 2030 erreicht zu werden. Die Vermifiltration könnte dazu beitragen, diese Lücke zu verkleinern: Das naturbasierte Abwassermanagementsystem erweist sich weltweit aufgrund seiner geringen Kosten als zunehmend vielversprechend. Forschende der Eawag-Abteilung Sandec besuchten Vermifilter-Anlagen in Indien und der Schweiz, um zu untersuchen, wie lokale Unterschiede deren optimale Gestaltung beeinflussen.

Das Abschmelzen der Gletscher verändert die Nahrungsnetze in den Gewässern, wie hier in Grönland, aber auch im alpinen Raum. (Foto: Coralie Moccetti)
Institutionelles
Otto-Jaag-Preis für 2025 doppelt verliehen
13. März 2026

Isotopenmarker zum Aufschlüsseln von Nahrungsnetzen und deren Veränderung nutzen sowie Wege und Anreicherung von Schadstoffen in Wasserorganismen verfolgen – gleich für zwei spannende und thematisch sehr aktuelle Doktorarbeiten wurde 2025 der Otto-Jaag-Gewässerschutzpreis verliehen.

Unterhalb von Stauanlagen, die vor 1992 konzessioniert wurden, fliesst an vielen Orten bis heute kaum Restwasser. (zvg)
News
Datenbasierte Restwasserberechnungen
24. Februar 2026

Die Schätzungen, wieviel mehr Strom aus Wasserkraft produziert werden könnte ohne Restwasserbestimmungen, gehen weit auseinander und standen bisher auf einer lückenhaften Datengrundlage. Ein Team mit Forschenden aus WSL, Universität Bern und Eawag zeigt jetzt mit einer neuen Datenbank und Simulationen, dass die zusätzliche restwasserbedingte Minderproduktion ab heute mit knapp 2 % der Produktionserwartung im Jahr 2050 deutlich kleiner ausfallen dürfte als befürchtet.

Seltene Erden sind für viele technische Anwendungen unverzichtbar, gelangen jedoch auch in die Gewässer und können sich negativ auf die dortigen Lebewesen auswirken. (Foto: Adobe Stock)
News
Seltene Erden belasten Zürcher Gewässer
10. Februar 2026

Eine Untersuchung im Kanton Zürich hat gezeigt, dass über die Kläranlagen einzelne Elemente der Seltenen Erden in Konzentrationen in die Gewässer gelangen können, die ein Risiko für Wasserorganismen darstellen: Gadolinium, das aus in Gesundheitsbetrieben eingesetzten Kontrastmitteln stammt, sowie Lanthan und Cer, die in einzelnen Kläranlagen zur Entfernung von Phosphor im Einsatz sind.

Am gemeinsamen Biodiversity Research Day vom 22. Januar 2026 startete das WSL-Eawag Biodiversitätszentrum offiziell. (Foto: Beate Kittl, WSL)
News
Neues Biodiversitätszentrum von WSL und Eawag
27. Januar 2026

WSL und Eawag bündeln ihre Kräfte: Das neue WSL-Eawag Biodiversitätszentrum vernetzt Forschung zu Biodiversität an Land und im Wasser.

Eawag-Umweltchemikerin Kathrin Fenner erklärte, wie man KI-basierte Modelle entwickeln und nutzen kann, um vorherzusagen, wie sich Chemikalien verhalten. (Foto: Luzia Schär)
News
Forschung trifft Zukunft: KI für Nachhaltigkeit
23. Januar 2026

Zum WEF 2026 präsentierte der ETH-Bereich Highlights aus der Forschung, die zeigen, wie künstliche Intelligenz den Weg zu mehr Nachhaltigkeit ebnet. Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Politik und Wirtschaft informierten sich über praxisnahe KI-Anwendungen für Umwelt und Gesellschaft.

Laub bildet die Hauptnahrung von Flohkrebsen und trägt massgeblich zum Funktionieren des Ökosystems bei. (Foto: Florian Altermatt, Eawag)
News
Zeitliche Veränderungen im Laubfall haben Folgen für ...
23. Januar 2026

Aquatische Ökosysteme sind fragil. Aber wie fragil sie sind, zeigt eine neue Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag und der Universität Zürich. Die Forschenden haben untersucht, wie sich die zeitliche Verschiebung des Laubfalls im Herbst durch den Klimawandel auf Flohkrebse auswirkt. Sie ernähren sich von den Blättern und beeinflussen als Basis der Nahrungspyramide wiederum das ganze Ökosystem.

Floh- und Zeckenschutzmittel sind die wahrscheinlichsten Quellen für Fipronil in Schweizer Fliessgewässern. (Bild: Canva / Csaba Deli)
News
Vom Flohmittel ins Fliessgewässer
15. Januar 2026

Das Insektizid Fipronil wurde in Schweizer Fliessgewässern in Konzentrationen nachgewiesen, die für Wasserlebewesen kritisch sind. Als Pflanzenschutzmittel darf es seit Jahren nicht mehr eingesetzt werden. Eine Studie mit Beteiligung der Eawag zeigt nun: die wahrscheinlichste Quelle der Belastung sind Floh- und Zeckenschutzmittel für Haustiere.