Aktuelles aus der Eawag

News
Künstliche Hochwasser zur Revitalisierung von Flüssen
14. September 2026

Künstliche Hochwasser können die Dynamik von natürlichen Gewässern nachahmen, und so Ökosysteme stärken, die durch Wasserkraftwerke und Restwasserstrecken beeinträchtigt sind.

Foto: Adrian Auckenthaler
Publikation
Grundwasser besser vor Trockenheit schützen
11. September 2026

Wie der Sommer 2026 deutlich vor Augen führt, gefährden die immer häufigeren und extremeren Trockenperioden auch die Verfügbarkeit und Qualität des Grundwassers, der mit Abstand wichtigsten Trinkwasserressource der Schweiz. Ein neues Faktenblatt fasst das Wissen zu Trockenheit im Grundwasser zusammen. Um vorzubeugen, soll die Schweiz die Neubildung von Grundwasser konsequent fördern, die Infrastruktur resilienter und das Management umfassender ausgestalten.

Der grösste Teil des Mikroplastiks im Abwasser wird in den Kläranlagen zurückgehalten und mit dem Klärschlamm verbrannt. Nur ein kleiner Teil gelangt aus den Kläranlagen in die Gewässer. (Foto: Eawag)
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Erste schweizweite Messung zeigt geringen ...
10. September 2026

Schweizer Abwasserreinigungsanlagen geben jedes Jahr rund 5 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt ab. Das ist vergleichsweise wenig: Über die Atmosphäre gelangt schätzungsweise etwa doppelt so viel Mikroplastik in Schweizer Gewässer. Die Zahlen stammen aus der bislang grössten landesweiten Untersuchung zu feinsten Plastikpartikeln in Luft, Wasser und Boden, einem gemeinsamen Projekt von Eawag, Empa und Agroscope. Möglich wurden die Zahlen dank eines neuen Ansatzes bei der Probenahme, der deutlich robustere Ergebnisse liefert als bisherige Verfahren.

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«Wir versuchen, relevantes Wissen zu schaffen»
8. September 2026

Die Energiewende setzt den Gewässern zu. Der Eawag Infotag, der heute in Luzern stattfindet, beschäftigt sich daher mit der Rolle des Wassers in der Energiewende. Christian Stamm, stellvertretender Direktor der Eawag, erklärt, wo die Probleme liegen und wie die Eawag dazu beiträgt, Lösungen zu finden.

Die Gewinne aus der Nutzung natürlicher Ressourcen wie etwa der Baumwolle kamen in kolonisierten Ländern nicht ihnen selbst zu Gute, sondern trugen zum industriellen Aufstieg Europas bei. (Foto: Martinesku, Adobe Stock)
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Warum die artenreichsten Länder oft die wirtschaftlich ...
19. August 2026

Eine neue Studie stellt fest, dass der Zusammenhang zwischen Biodiversität und Armut von der Kolonialgeschichte und nicht von der Natur selbst geprägt wurde – und argumentiert, dass Naturschutz, der auf der gegenteiligen Annahme aufbaut, Gefahr läuft, dieses koloniale Muster zu wiederholen.

Das Foto entstand 2023 während einer Schulung für Mitarbeiter des WABES-Projekts (Water, Behaviour Change and Environmental Sanitation) an der Makerere-Universität in Uganda. (Foto: Abishek Narayan)
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Gemeinsame Zielsetzung schafft faire ...
11. August 2026

Gleichberechtigte Forschungspartnerschaften brauchen mehr als Finanzierung: Entscheidend sind Vertrauen, Mitsprache und gemeinsam gesetzte Prioritäten.

Grégoire Saboret beim Fischen in einem Gletscherfluss in Grönland. (Foto: Coralie Moccetti)
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Neu entstandene Gletscherseen zeigen, wie Ökosysteme ...
7. August 2026

Mit dem Rückgang der Gletscher entstehen neue Seen und Ökosysteme. Eine Studie aus Grönland zeigt, dass diese eng mit ihrer Umgebung verbunden sind.

Schweizer Karstlandschaft. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit und der dünnen Erdschicht kommt Regenwasser hier schnell und ohne natürlichen Filter ins Grundwasser. (Foto: Adobe Stock)
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Grundwasser aus dem Karst punktuell stark mit ...
4. August 2026

Pflanzenschutzmittel können ins Grundwasser und weiter ins Trinkwasser gelangen – mit negativen Wirkungen auf Mensch und Umwelt. Grundwasser in Karstgebieten ist aufgrund der dünnen Bodenschicht besonders anfällig für Verunreinigungen. Eine Studie mit stark erhöhter Messfrequenz zeigt nun, dass das Grundwasser aus Karstquellen im Jura besonders nach Regenfällen stark belastet sein kann. Bis zu sechs Prozent der Trinkwasserproben aus dem Schweizer Jura könnten über dem Grenzwert liegen.

Viele Muscheln sehen sich ähnlich, sind also von Auge kaum zu unterscheiden. Genetische Daten können bei der Identifizierung helfen. (Foto: Julie Conrads, Eawag)
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Vielfalt unter der Schale
28. Juli 2026

Einheimische Süsswassermuscheln gehören zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen weltweit. Auch in der Schweiz nehmen die Bestände ab. Dabei spielen sie als natürliche Wasserfilter eine zentrale Rolle für unsere Gewässer. Um sie zu schützen, wäre es notwendig, sie besser zu erforschen. Da sich viele Arten morphologisch kaum unterscheiden lassen, gestaltet sich das jedoch schwierig. Eine Studie des Wasserforschungsinstituts Eawag zeigt, dass genetische Daten eine wertvolle Grundlage liefern könnten.

Für Kleinstlebewesen gilt: Je tiefer das Substrat und je vielfältiger die Bepflanzung, umso besser lebt es sich auf einem Gründach. (Foto: Kilian Perrelet, Eawag)
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Gründächer bieten ergänzende Lebensräume
23. Juli 2026

Gründächer unterscheiden sich in der Artenvielfalt von Bodenhabitaten. Das kann die Biodiversität in Städten ergänzen.

Gartenbewässerung mit Regenwasser ist sinnvoll. (Foto: Adobe Stock)
Hintergrund
Wasser und Nährstoffe recyceln? Ja, sagt der Experte
21. Juli 2026

Wenn es länger trocken ist und Gemeinden zum Wassersparen aufrufen, folgen postwendend Fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, mehr Wasser wiederzuverwenden und Regenwasser zu sammeln. Aus aktuellem Anlass einige Antworten von Prof. Kai Udert, dem Leiter der Eawag-Abteilung Verfahrenstechnik.

Was wie Schmutz-Schlieren aussieht, sind in Wirklichkeit giftige Cyanobakterien. (Foto: Francesco Pomati, Eawag)
News
Die unsichtbaren Treiber der Cyanobakterien-Blüten
20. Juli 2026

Giftige Blaualgenteppiche gefährden weltweit die Ökosysteme der Seen und können für badenden Menschen und Tiere toxisch sein. Wann und wo sich solche Algenblüten bilden, lässt sich heute nur ungefähr vorhersagen – anhand der Wassertemperatur und des Nährstoffgehalts. Nun zeigt eine Langzeitstudie von Eawag-Forschenden: Blaualgen-Anhäufungen hängen entscheidend von anderen Planktonarten im See ab. Manche Organismen fördern Blaualgenblüten, andere können sie selbst bei günstigen Umweltbedingungen verhindern.

Lauren Cook im Glattpark in Opfikon (ZH). Im Park wurden verschiedene BGI-Elemente umgesetzt – etwa einen künstlichen See, der als Retentionsmulde dient. (Foto:Julian Salinas/ETH-Rat)
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Der Weg durch die Komplexität der blau-grünen ...
17. Juli 2026

Als Leiterin der Forschungsgruppe für «Multifunktionales blau-grünes Design» an der Eawag untersucht Lauren Cook die komplexen Abwägungen zwischen Hochwasserschutz, Biodiversität und städtischer Wärmeentwicklung. In diesem Interview zeigt sie auf, was hinter dem Begriff «naturbasierte Lösungen» steckt und erklärt, wie Entscheidungshilfen dabei helfen können, die optimale Lösung für konkurrierende Ziele zu finden.

Eine genauere Abschätzung des Klimarisikos für Tiere und Pflanzen in Städten hilft, Massnahmen zur Hitzeminderung oder zur Schaffung von Rückzugsgebieten dort anzugehen, wo sie am wichtigsten sind. (Foto: Louis-Ferdinand, iStock)
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Klimawandel in Städten: Unterschätztes Risiko für die ...
16. Juli 2026

Mit einem neuen Modellierungsansatz lässt sich verlässlicher vorhersagen, wie sich die Artenvielfalt in Städten durch den Klimawandel verändern wird.

Weil sich die Hinweise vermehrten, dass eine zu hohe Mangan-Aufnahme vor allem bei Kindern und Säuglingen das Nervensystem schädigen kann, hat die WHO 2021 den Richtwert gesenkt. (Foto: iStock)
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Mangan-Risiko im Grundwasser betrifft 200 Millionen ...
8. Juli 2026

Eawag-Forscher haben eine weltweite Risikokarte für Mangan im Grundwasser erstellt, das in zu hoher Konzentration gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Das Kraftwerk Hagneck kurz vor dem Bielersee gilt seit seiner Neukonzessionierung als vorbildlich in Bezug auf die Minimierung der ökologischen Folgen der Wasserkraft und zieht viele Besucher*innen an. Doch andernorts stockt diese Sanierung. (Bild: Tourismus Biel Seeland, S. Weber)
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Rückblick auf die Wasserpolitik 2025
6. Juli 2026

Die aktuelle Hitzeperiode lässt vergessen, dass schon 2025 im ersten Halbjahr grosse Trockenheit geherrscht hat und die Schneereserven aus dem Winter ebenfalls klein waren. Der Rückblick auf das wasserpolitische Geschehen von 2025 zeigt: Mehr als mit der Verfügbarkeit des Wassers, hat sich das Bundesparlament erneut mit der Nutzung der Wasserkraft befasst. Beim Thema Wasserqualität dominierten Fragen zur Festlegung von Grenzwerten für PFAS und Forderungen zur vereinfachten Zulassung für Pestizide.

Grundwasser ist eine mehrheitlich unsichtbare Ressource – ausser wenn es wie hier in einer Brunnenstube zu Tage tritt. Wohl auch deshalb wird sein Schutz oft zu wenig mitgedacht. (Foto: Eawag)
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Grundwasser braucht mehr als Fachwissen: ...
2. Juli 2026

Das Grundwasser, unsere wichtigste Trinkwasserressource, steht unter vielfältigem Druck. Eine Umfrage unter Fachleuten zeigt: Die Herausforderungen sind bekannt. Für einen wirksamen Schutz braucht es aber eine bessere Zusammenarbeit, eine stärkere Umsetzung bestehender Massnahmen und langfristiges politisches Engagement.

Gründächer wie auf dem Ethnografischen Museum im Budapest sind Räume der Biodiversität – und sind sinnvoll für das Stadtklima. (Foto: Kilian Perrelet)
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Vielfalt schützt besser: Städte gestalten mit und für ...
29. Juni 2026

Bei der Planung von blau-grüner Infrastruktur muss stärker auf biologische Aspekte geachtet werden. Strukturen mit höherer Biodiversität erbringen bessere Leistungen.