Aktuelles aus der Eawag

Gartenbewässerung mit Regenwasser ist sinnvoll. (Foto: Adobe Stock)
Hintergrund
Wasser und Nährstoffe recyceln? Ja, sagt der Experte
21. Juli 2026

Wenn es länger trocken ist und Gemeinden zum Wassersparen aufrufen, folgen postwendend Fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, mehr Wasser wiederzuverwenden und Regenwasser zu sammeln. Aus aktuellem Anlass einige Antworten von Prof. Kai Udert, dem Leiter der Eawag-Abteilung Verfahrenstechnik.

Was wie Schmutz-Schlieren aussieht, sind in Wirklichkeit giftige Cyanobakterien. (Foto: Francesco Pomati, Eawag)
News
Die unsichtbaren Treiber der Cyanobakterien-Blüten
20. Juli 2026

Giftige Blaualgenteppiche gefährden weltweit die Ökosysteme der Seen und können für badenden Menschen und Tiere toxisch sein. Wann und wo sich solche Algenblüten bilden, lässt sich heute nur ungefähr vorhersagen – anhand der Wassertemperatur und des Nährstoffgehalts. Nun zeigt eine Langzeitstudie von Eawag-Forschenden: Blaualgen-Anhäufungen hängen entscheidend von anderen Planktonarten im See ab. Manche Organismen fördern Blaualgenblüten, andere können sie selbst bei günstigen Umweltbedingungen verhindern.

Lauren Cook im Glattpark in Opfikon (ZH). Im Park wurden verschiedene BGI-Elemente umgesetzt – etwa einen künstlichen See, der als Retentionsmulde dient. (Foto:Julian Salinas/ETH-Rat)
News
Der Weg durch die Komplexität der blau-grünen ...
17. Juli 2026

Als Leiterin der Forschungsgruppe für «Multifunktionales blau-grünes Design» an der Eawag untersucht Lauren Cook die komplexen Abwägungen zwischen Hochwasserschutz, Biodiversität und städtischer Wärmeentwicklung. In diesem Interview zeigt sie auf, was hinter dem Begriff «naturbasierte Lösungen» steckt und erklärt, wie Entscheidungshilfen dabei helfen können, die optimale Lösung für konkurrierende Ziele zu finden.

Eine genauere Abschätzung des Klimarisikos für Tiere und Pflanzen in Städten hilft, Massnahmen zur Hitzeminderung oder zur Schaffung von Rückzugsgebieten dort anzugehen, wo sie am wichtigsten sind. (Foto: Louis-Ferdinand, iStock)
News
Klimawandel in Städten: Unterschätztes Risiko für die ...
16. Juli 2026

Mit einem neuen Modellierungsansatz lässt sich verlässlicher vorhersagen, wie sich die Artenvielfalt in Städten durch den Klimawandel verändern wird.

Weil sich die Hinweise vermehrten, dass eine zu hohe Mangan-Aufnahme vor allem bei Kindern und Säuglingen das Nervensystem schädigen kann, hat die WHO 2021 den Richtwert gesenkt. (Foto: iStock)
News
Mangan-Risiko im Grundwasser betrifft 200 Millionen ...
8. Juli 2026

Eawag-Forscher haben eine weltweite Risikokarte für Mangan im Grundwasser erstellt, das in zu hoher Konzentration gesundheitliche Probleme verursachen kann.

Das Kraftwerk Hagneck kurz vor dem Bielersee gilt seit seiner Neukonzessionierung als vorbildlich in Bezug auf die Minimierung der ökologischen Folgen der Wasserkraft und zieht viele Besucher*innen an. Doch andernorts stockt diese Sanierung. (Bild: Tourismus Biel Seeland, S. Weber)
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Rückblick auf die Wasserpolitik 2025
6. Juli 2026

Die aktuelle Hitzeperiode lässt vergessen, dass schon 2025 im ersten Halbjahr grosse Trockenheit geherrscht hat und die Schneereserven aus dem Winter ebenfalls klein waren. Der Rückblick auf das wasserpolitische Geschehen von 2025 zeigt: Mehr als mit der Verfügbarkeit des Wassers, hat sich das Bundesparlament erneut mit der Nutzung der Wasserkraft befasst. Beim Thema Wasserqualität dominierten Fragen zur Festlegung von Grenzwerten für PFAS und Forderungen zur vereinfachten Zulassung für Pestizide.

Grundwasser ist eine mehrheitlich unsichtbare Ressource – ausser wenn es wie hier in einer Brunnenstube zu Tage tritt. Wohl auch deshalb wird sein Schutz oft zu wenig mitgedacht. (Foto: Eawag)
News
Grundwasser braucht mehr als Fachwissen: ...
2. Juli 2026

Das Grundwasser, unsere wichtigste Trinkwasserressource, steht unter vielfältigem Druck. Eine Umfrage unter Fachleuten zeigt: Die Herausforderungen sind bekannt. Für einen wirksamen Schutz braucht es aber eine bessere Zusammenarbeit, eine stärkere Umsetzung bestehender Massnahmen und langfristiges politisches Engagement.

Gründächer wie auf dem Ethnografischen Museum im Budapest sind Räume der Biodiversität – und sind sinnvoll für das Stadtklima. (Foto: Kilian Perrelet)
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Vielfalt schützt besser: Städte gestalten mit und für ...
29. Juni 2026

Bei der Planung von blau-grüner Infrastruktur muss stärker auf biologische Aspekte geachtet werden. Strukturen mit höherer Biodiversität erbringen bessere Leistungen.

Fischer am Shaying-Fluss in China. Das Verständnis von Vielfalt und Zusammensetzung von Fischgemeinschaften sowie der menschlichen Einflüsse darauf ist nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht wichtig, sondern auch wirtschaftlich und kulturell relevant, da Fische und Fischerei in vielen Flusssystemen ökonomisch wichtig sind. (Bild: Florian Altermatt/UZH/Eawag)
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Umwelt-DNA macht globale Veränderungen der Fischvielfalt ...
24. Juni 2026

Eine weltweite Analyse der Artenvielfalt von Fischen zeigt mithilfe von Umwelt-DNA (eDNA), wie Mensch und Klima die Biodiversität in Flussökosystemen beeinflussen. Während in warmen Klimazonen die Artenvielfalt in grossen Flusseinzugsgebieten ausgeprägter zunimmt, schwächen menschliche Aktivitäten diesen Zusammenhang ab. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Zürich, der Eawag und der Yunnan-Universität.

Begaluru in Indien – eine Stadt im Aufbruch in eine nachhaltige Wasserzukunft. (Foto: Christian Binz)
News
Den Umgang mit Abwasser neu denken
8. Juni 2026

Ein Eawag-Projekt im indischen Bengaluru eröffnet neue Möglichkeiten, auf Dürren und Wasserknappheit zu reagieren. Im Zentrum steht dabei die Wiederverwertung von dezentral gereinigtem Abwasser. Technologische Antworten allein können die komplexe Wasserproblematik nicht lösen. Auch soziale Aspekte müssen berücksichtigt werden.

Copyright: Jess MacArthur, Eawag
News
Sichere Trinkwasserversorgung senkt ...
3. Juni 2026

Zugang zu sicherem Trinkwasser, wie in den SDGs definiert, bietet begrenzten Schutz vor Durchfallerkrankungen. Eine Eawag-Studie zeigt, welche Faktoren am wichtigsten sind.

Mission of Switzerland to the EU
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Erfolgreicher Austausch in Brüssel
1. Juni 2026

Gemeinsam mit SwissCore und der Schweizer Vertretung bei der EU veranstaltete die Eawag das Swiss Science Briefing «Eyes on Water: Space, Science and Resilience to Water» in Brüssel. Ziel war es, das internationale Netzwerk zu stärken und das zentrale Thema Wasser und Wasserresilienz zu diskutieren.

Foto: Alessandro Della Bella, Eawag
News
Martin Ackermann als Direktor bestätigt
28. Mai 2026

Der Bundesrat bestätigt Martin Ackermann als Direktor der Eawag für eine weitere Amtsperiode.

Die Wiederherstellung feuchter Wälder fördert die Biodiversität und birgt Vorteile für Mensch und Tier. (Foto: Christoph Vorburger, Eawag)
News
Mehr Biodiversität durch das Wiederherstellen von ...
12. Mai 2026

Ein Leitfaden unterstützt Projektleitende bei der Wiederherstellung feuchter Wälder, um die Artenvielfalt zu fördern und dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Workshop ‘Drawing out tensions: how cartoons can change Science–Policy dialogues’. (Foto: Peter Penicka)
Wenn Kunst und Wissenschaft gemeinsam Fragen neu stellen
8. Mai 2026

Das Symposium Beyond Communication am 5. Mai an der Eawag zeigte, wie Kunst und Wissenschaft sich gegenseitig irritieren, bereichern und gemeinsam neue Fragen entwickeln – mit Impulsen für den Dialog zwischen Forschung, Gesellschaft und Politik.

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Astrid Stubbusch entdeckt jagende Bakterien
28. April 2026

Schon früh wollte Astrid Stubbusch dem Leben in all seinen Formen auf den Grund gehen. In ihrer Dissertation zeigt sie, welche überraschenden Strategien Bakterien entwickeln, um Nahrung zu finden. Dafür wird sie nun mit dem Prix Schläfli in Biologie ausgezeichnet.

Foto: Aquatis Aquarium-Vivarium de Lausanne
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Viele der europäischen Süsswasserfische gefährdet
16. April 2026

Fast sechs von zehn einheimischen europäischen Süsswasserfischarten gelten mittlerweile als besonders gefährdet. Dies geht aus der von der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) veröffentlichten Roten Liste hervor.

Die Studie basiert unter anderem auf Messungen im Gebiet Hardwald in der Nähe von Basel, wo das Grundwasser durch vorgereinigtes Rheinwasser angereichert wird und jährlich rund 15 Millionen Kubikmeter Trinkwasser für die gesamte Region gewonnen werden. (Foto: Hardwasser AG)
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Neue Methode zur Überwachung von ...
14. April 2026

Die Anreicherung von Grundwasser ist eine Möglichkeit, um sich für zunehmende Trockenperioden zu wappnen. Für die Qualität des aus solchen Systemen gewonnenen Wassers ist essentiell, wie lange es zwischen Versickerung und Förderung im Boden verweilt. Eine Studie zeigt, dass sich für die Bestimmung dieser Verweilzeit Umwelttracer nutzen lassen, die über das Kühlwasser von Kernkraftwerken in die Flüsse gelangen.